SB-Warenhauskette an russischen Investor verkauft

Was passiert mit den Real-Märkten im Allgäu?

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Das Schicksal der Allgäuer Real-Märkte ist ungewiss.

Bild: Martina Diemand

Das Schicksal der Allgäuer Real-Märkte ist ungewiss.

Bild: Martina Diemand

270 Real-Märkte gibt es in Deutschland. Im Allgäu stehen sie in Kempten und Memmingen. Jetzt wird um ihre Zukunft gebangt. Denn die Kette wurde verkauft.

01.07.2020 | Stand: 10:10 Uhr

Nach dem Verkauf der SB-Warenhauskette Real vom Metro-Konzern an den russischen Finanzinvestor Sistema Capital Partners (SCP) ist die Zukunft der Real-Filialen in Kempten und Memmingen weiter ungewiss. Sistema hat bereits angekündigt, etwa 150 der 270 Real-Märkte an Kaufland und Edeka weiterverkaufen zu wollen sowie einen Teil zu schließen.

„Es ist nur bekannt, dass Kaufland 100 Standorte und Edeka 53 zum Oktober übernehmen soll und rund 50 erhalten bleiben“, sagte dazu auf Anfrage Manuela Karn, zuständig für den Groß- und Einzelhandel bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi im Allgäu. Das Schicksal der restlichen Real-Märkte ist noch offen. Nur so viel scheint sicher zu sein: Etwa 30 Märkte müssen mangels Perspektive dichtmachen.

Jeweils etwa 90 Mitarbeiter

Ob die beiden Allgäuer Realmärkte an Kaufland oder Edeka gehen, ob sie bei Sistema bleiben oder von den Schließungen betroffen sind, ist weiterhin unklar. In den Real-Filialen Kempten und Memmingen arbeiten laut Informationen von Verdi jeweils knapp 90 Mitarbeiter, in Weilheim (Oberbayern), das ebenfalls zum Verdi-Bezirk Allgäu gehört, in der dortigen Real-Filiale rund hundert.

Zuletzt hatte die Situation bei Galeria Kartstadt Kaufhof für Schlagzeilen gesorgt. Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern will 62 Filialen in 47 Städten schließen. Im Allgäu für Aufatmen sorgte die Nachricht, dass Galeria Kaufhof und Karstadt in Kempten und Memmingen weiter geführt werden. 

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