Unwetter im Landkreis Lindau

Auch Lindauer Gartenschau betroffen: Sturm richtet Schäden im Westallgäu an

Die Bodensee-Promenade „Pipeline“ lädt normalerweise vom Bregenzer Hafen bis zum Strandbad Lochau Menschen zum Erholen ein. Der Sturm am Dienstag bewirkte das Gegenteil: Wasser schlug über den Strand hinweg und überschwemmte den beliebten Treffpunkt wie hier bei Lochau.

Die Bodensee-Promenade „Pipeline“ lädt normalerweise vom Bregenzer Hafen bis zum Strandbad Lochau Menschen zum Erholen ein. Der Sturm am Dienstag bewirkte das Gegenteil: Wasser schlug über den Strand hinweg und überschwemmte den beliebten Treffpunkt wie hier bei Lochau.

Bild: Roland Paulitsch

Die Bodensee-Promenade „Pipeline“ lädt normalerweise vom Bregenzer Hafen bis zum Strandbad Lochau Menschen zum Erholen ein. Der Sturm am Dienstag bewirkte das Gegenteil: Wasser schlug über den Strand hinweg und überschwemmte den beliebten Treffpunkt wie hier bei Lochau.

Bild: Roland Paulitsch

Ein Sturm im Westallgäu und Landkreis Lindau stürzt Bäume auf die Straße und zwei Autos. Auch auf der Lindauer Gartenschau richtet er Schäden an.
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Von Redaktion der Westallgäuer
30.06.2021 | Stand: 17:49 Uhr

Der Sturm am Dienstag hat auch im Landkreis Lindau Schäden verursacht. Betroffen war vor allem Lindau. Dagegen kam das Westallgäu glimpflich davon.

Auf der Gartenschau brach der Sturm Äste ab und zerstörte Gewächshäuser. „Es sieht schlimm aus“, sagte Geschäftsführer Meinrad Gfall. Die Gartenschau konnte deshalb erst Mittwochmittag öffnen. Im Bereich Aeschach begrub ein Baum zwei Autos unter sich, eins davon erlitt Totalschaden. Nur durch den Einsatz der Feuerwehr konnten die Fahrzeuge befreit werden.

Pavillon bei Lindauer Gartenschau durch die Luft gewirbelt

Im Bereich Bodolz riss eine Sturmböe einen großen Pavillon mit sich. Er fiel vor dem Eingangsbereich eines Supermarktes zu Boden. Zum Glück wurde dabei kein Passant verletzt. In Aeschach warf der Wind das Dach eines Schrebergartenhäuschens auf die Gleise, so dass der Zugverkehr bis zur Räumung gesperrt werden musste. Auch ein großes Trampolin konnte der Naturgewalt nicht standhalten und wurde über eine Strecke von 200 Metern durch die Luft gewirbelt, berichtet die Polizei. Am Ende landete es schließlich in der Heckscheibe eines Transporters. Auch hier gab es keine Verletzten (Lesen Sie auch: Bäume auf Autos, Blitzeinschlag, Gartenschau-Gelände in Lindau beschädigt - Das ist die Unwetter-Bilanz der Polizei).

Im Bereich Wasserburg wurden einige Boote beschädigt. Zwei kenterten; ein im Hafen liegendes Segelboot erlitt einen Mastbruch.

Ein Fahrgastschiff stoppte aufgrund des starken Windes. Der Kapitän wartete die ärgsten Böen ab, um anschließend seine Fahrt fortsetzen zu können.

In Lindenberg stürzen Bäume auf die Straße

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In Lindenberg stürzten am Nachmittag größere Äste auf die Hans-Liebherr-Straße, auch der Bereich am Ratzenberg in Richtung Mellatz war betroffen. Die Feuerwehr sperrte die Straßen kurzzeitig. Ähnlich in Scheidegg: Auch dort landeten Bäume auf den Fahrbahnen, unter anderem in der Bräuhausstraße. Insgesamt hätten sich die Schäden aber „in Grenzen gehalten“, sagt Feuerwehrkommandant Franz Sinz.

In Röthenbach fielen in Richtung Auers Äste auf die Straße. Die Freiwillige Feuerwehr rückte aus, um sie zu beseitigen. „Die betroffenen Anwohner hatten sie aber bereits weggeräumt, als wir eintrafen“, berichtet Kommandant Rainer Pawle.