Bau im Kurpark in Isny

Berühmter Grafikdesigner: Ein Pavillon für Otl Aicher

Aichermagazin Ausstellungskuratorin Monika Schnell hat seinerzeit für Otl Aicher gearbeitet und berät die Stadt Isny im Jubiläumsjahr in Gestaltungsfragen.

Ausstellungskuratorin Monika Schnell hat seinerzeit für Otl Aicher gearbeitet und berät die Stadt Isny im Jubiläumsjahr in Gestaltungsfragen.

Bild: Büro Schnell

Ausstellungskuratorin Monika Schnell hat seinerzeit für Otl Aicher gearbeitet und berät die Stadt Isny im Jubiläumsjahr in Gestaltungsfragen.

Bild: Büro Schnell

Der Gestalter wäre im Mai 100 Jahre alt geworden. Isny beschäftigt sich mit dem Mann, der das Erscheinungsbild der Stadt prägte.
28.04.2022 | Stand: 10:00 Uhr

Mitten im Isnyer Kurpark, nah der Stadtmauer und unweit des Stadtzentrums soll das „aichermagazin“ stehen – als Herzstück des Jubiläums zum 100. Geburtstag des Gestalters Otl Aicher. Zwischen Mai und Oktober feiert die Stadt ihn auf vielfältige Weise. Das „aichermagazin“ öffnet am 21. Mai.

Der hölzerne Bau beheimatet eine Ausstellung, die sich dem Menschen und Gestalter Otl Aicher nähert und außerdem die 136 von ihm für Isny entwickelten Bildzeichen in den Fokus rückt. Als Aktionsraum, Veranstaltungsmagnet und Ausgangspunkt für Erkundungstouren soll der Pavillon Denken und Schaffen Otl Aichers auf vielfältige Weise beleuchten.

Im Mai wäre Otl Aicher 100. Jahre alt geworden

Am 13. Mai wäre Otl Aicher 100 Jahre alt geworden. Die temporäre Ausstellung im „aichermagazin“ lädt zur Begegnung mit dem berühmten Grafikdesigner ein, der Ende der 70er Jahre das Erscheinungsbild der Stadt entwarf. Inzwischen hat Isny das schwarz-weiße Erbe der Bildzeichen in ein neues modernes Corporate Design gegossen.

Das „aichermagazin“ ist an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr zugänglich. Karin Konrad vom Projektteam der Isny Marketing sagt erläuternd zu dem Projekt: „Die Bildzeichen sollen im Jubiläum dahin zurückkehren, wo sie einst entstanden sind.“ Darum komme keine Galerie und kein geschlossener Raum dafür in Frage. „Sie muss mitten hinein in die Stadt, wo Aicher gearbeitet hat, und zu den Menschen, für die er das einzigartige Erscheinungsbild geschaffen hat.“

Die Ausstellung stellt auch den Ort Rotis bei Leutkirch vor, wo Otl Aicher bis zu seinem Tod gearbeitet und gelebt hat, sowie die Schrift Rotis, die Schrift, die er hier entwickelte. Im Außenbereich führen die originalen Bildzeichen aus Aichers Hand um das Gebäude herum. Hier begegnen Besucherinnen und Besucher Aichers Isny: der Natur, der er nachspürte, dem Menschenschlag, der ihn inspirierte, der Stadtgeschichte.

Ausstellungsbild von jungen Architekten

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Den Ausstellungsbau haben die jungen Architekten Lenz Schnell und Malte Sunder-Plassmann entworfen. Die Ausstellungsplatten produziert die Isnyer Druckerei Ort & Kolb.

Die Kuratorinnen Monika Schnell und Renate Breuss lassen auch lokale Stimmen zu Wort kommen. In digital abrufbaren Hörbeiträgen erzählen orts- und fachkundige Menschen von ihrem Isny: der Kunst des Brezelbackens, von „den Lutherischen“ und der Reformation, von Mühlen, Brunnen und mäandernden Bächen.

Im Rahmen des zur Ausstellung aufgelegten Führungsprogramms erhalten Besucher an mehreren Terminen monatlich vertiefende Einblicke. Das Jubiläumsjahr hält im Lauf der nächsten Monate viele weitere Veranstaltungen bereit.

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