Lindau

Bundespolizei warnt vor Gefahren an Bahnanlagen

Das Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen oder Unfällen.

Das Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen oder Unfällen.

Bild: Alexandra Stolze/Bundespolizei

Das Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen oder Unfällen.

Bild: Alexandra Stolze/Bundespolizei

Ob Selfie, Spiel oder Abkürzung: Beamte weisen auf Risiken im Bereich der Gleise oder Stromleitungen hin. In Lindau hat es diese Woche gefährliche Situationen gegeben.
Das Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen oder Unfällen.
Von Redaktion Westallgäuer Zeitung
26.07.2020 | Stand: 07:22 Uhr

Die Sommerferien beginnen. Für ungetrübte Ferien appelliert die Bundespolizei zum Start der Urlaubszeit an Kinder und Jugendliche, sich von Bahnanlagen fernzuhalten. Erst am Dienstag hätte ein vermeintlicher Spaß von sechs Kindern und Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren in Lindau gefährlich enden können.

Eltern legt die Bundespolizei in der Pressemitteilung nahe, den Nachwuchs unter anderem vor Gefahren zu warnen: „Das Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten.“ Züge fahren rund um die Uhr, können nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg, führt die Polizei aus. Beispielsweise brauche ein Zug, der mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, bei einer Vollbremsung etwa einen Kilometer, um zum Stehen zu kommen. Die modernen Züge werden außerdem immer leiser und seien somit erst spät zu hören.

Viele unterschätzen die Gefahren an den Gleisen und Leitungen

Ob Selfies im Gleisbereich, Mutproben, Spielen am Gleisbett, Steine auf Schienen legen, Abkürzungen über Gleise oder Umgehen von geschlossenen Schranken – nicht selten führen unterschätzte oder nicht erkannte Gefahren zu schlimmen, manchmal sogar tödlichen Unfällen, schreibt die Bundespolizei. Der Bahnstrom ist lebensgefährlich. Die Oberleitungen stünden unter einer Spannung von bis zu 15 000 Volt. Selbst ohne direkten Kontakt seien lebensgefährliche Spannungsüberschläge möglich. Eine Annäherung von eineinhalb bis zwei Metern, zum Beispiel durch das Klettern auf abgestellte Waggons, Steigenlassen von Drachen oder Luftballons, könne zu einem tödlichen Stromschlag führen.

Erst am Dienstag musste die Lindauer Bundespolizei einschreiten, weil sechs Kinder und Jugendliche vom Steinufer des Bahndammes in den Bodensee sprangen, heißt es weiter. Auf dem Bahndamm, als Verbindungsstelle zwischen dem Festland und der Insel Lindau, befinden sich mehrere befahrene Gleise. In diesem Fall kamen die Kinder mit einer Belehrung davon.

In Niederbayern hat es einen tragischen Unfall gegeben

Dass Gefahren nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden, zeigt ein Unglück vom vergangenen Wochenende in Niederbayern. Dort kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein 16-Jähriger, der offenbar die Gleise überqueren wollte, von einem Zug erfasst und getötet wurde.