Finanzjahr 2021

Diese Baustellen packt die Stadt Lindenberg in diesem Jahr an

Die Stadt Lindenberg baut in diesem Jahr die Kämmerei und die angrenzenden Bereiche im Rathaus um. Insgesamt gibt sie dafür 315 000 Euro aus. Maximilian Eff (links) und Andreas Sutter vom Bauamt gleichen die Umsetzung der Pläne regelmäßig vor Ort ab.

Die Stadt Lindenberg baut in diesem Jahr die Kämmerei und die angrenzenden Bereiche im Rathaus um. Insgesamt gibt sie dafür 315 000 Euro aus. Maximilian Eff (links) und Andreas Sutter vom Bauamt gleichen die Umsetzung der Pläne regelmäßig vor Ort ab.

Bild: Benjamin Schwärzler

Die Stadt Lindenberg baut in diesem Jahr die Kämmerei und die angrenzenden Bereiche im Rathaus um. Insgesamt gibt sie dafür 315 000 Euro aus. Maximilian Eff (links) und Andreas Sutter vom Bauamt gleichen die Umsetzung der Pläne regelmäßig vor Ort ab.

Bild: Benjamin Schwärzler

Die Stadt investiert unter anderem ins Hallenbad und ins Rathaus. Auch der laufende Betrieb kostet viel Geld. Dafür muss sie aber in ihr Sparschwein greifen.
18.01.2021 | Stand: 12:11 Uhr

Die Stadt Lindenberg tut etwas, was sie eigentlich nicht tun sollte: in ihre Rücklagen greifen, um ihren laufenden Betrieb zu finanzieren. Die voraussichtlichen Einnahmen decken im Haushalt 2021 die Ausgaben nicht ab. Denn die Stadt erhält deutlich weniger Gewerbesteuern als im Vorjahr (drei statt 4,9 Millionen). Zudem bekommt sie keine Schlüsselzuweisungen vom Land und muss eine um zwei Millionen Euro höhere Kreisumlage bezahlen, weil das Finanzjahr 2019 so gut lief.

Stadtkämmerin Birgitt Richter hatte in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Haushaltsausschuss allerdings auch gute Nachrichten: Das Jahr 2020 lief besser als erwartet. Dank Einsparungen und Steuerausgleich konnte die Stadt doch noch einen üppigen Überschuss erzielen und fast 4,5 Millionen Euro in ihr Sparschwein stecken. „Wir können froh sein, dass es so gelaufen ist“, sagte sie. Somit kann die Stadt die geplante Rücklagenentnehme in Höhe von 2,5 Millionen Euro gut verkraften – und hätte am Jahresende trotzdem noch fast 11,4 Millionen Euro auf der hohen Kante.

  • Hallenbad: Mit 8,4 Millionen Euro ist der Neubau der mit Abstand größte Einzelposten im Haushalt 2021. Nach Angaben der Verwaltung liegen die Gesamtkosten aktuell um rund 110 000 Euro über dem festgelegten Budget von 11,5 Millionen Euro. Grund dafür sind laut Bürgermeister Eric Ballerstedt zusätzliche Kosten für die Baugrubensicherung („war dem Baugutachten leider nicht zu entnehmen“) und die Entwässerung („das Wasserwirtschaftsamt will ein komplett neues Verfahren“). Ballerstedt ist aber optimistisch, dass das Großprojekt am Ende im Budget bleiben wird: „Es gibt noch Einsparpotenzial.“ Rund 60 Prozent der Gewerke sind ausgeschrieben.
  • Rathaus: Auch das Rathaus ist eine Baustelle. Der Bereich, in dem sich die Kämmerei, die Stadtkasse und das Steueramt befinden, wird – bei laufendem Betriebs – für insgesamt 315 000 Euro umgebaut. Darin enthalten sind neben neuen Arbeitsplätzen und einem neuen Tresor auch diverse Brandschutzmaßnahmen und eine komplett neue Elektroinstallation.
  • Grundschule: Bereits vor einigen Jahren hatte die Stadt mit der energetischen Sanierung begonnen. Eigentlich wollte sie 2019 damit weitermachen – doch da sie keine Zuschüsse bekam, hat sie das Vorhaben verschoben. Zudem plant sie eine Erweiterung der Schule. In diesem Jahr sind 200 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Anschließend will die Stadt das Projekt „mit Volldampf angehen“, kündigt Ballerstedt an. In den Jahren 2022 bis 2024 sind 7,8 Millionen Euro für die Umsetzung vorgesehen.
  • Verkehrsberuhigung: Nachdem dort nun Tempo 30 gilt, möchte die Stadt in der Oberen Hauptstraße auch zwei Zebrastreifen errichten. Sie sind Teil des Lärmaktionsplans. Für diesen Ausgabeposten sind insgesamt 290 000 Euro vorgesehen. Davon entfallen 160 000 Euro auf den städtischen Anteil am Kreisverkehr, den das Staatliche Bauamt auf der B 308 plant, um die Verkehrssituation an der Einmündung zur Staufner Straße zu verbessern.
  • Feuerwehrhaus: Auf dem Dach der Fahrzeughalle baut der Landkreis bekanntermaßen eine neue Atemschutzübungsstrecke. An dieser rund 700 000 Euro teuren Aufstockung muss sich die Stadt finanziell nicht beteiligen. Wohl aber an der Sanierung des Elektroverteilers, die in diesem Zuge gemacht wird. Dafür stehen 72 000 Euro im Haushalt – ein Drittel der Gesamtsumme. Im Ausschuss erinnerte Stadtrat Thomas Kühnel erneut an seinen Vorschlag, auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren. „Wir sind dran“, sagte Ballerstedt.
  • Kamin: Für eine mögliche Sanierung des maroden Kamins der Kulturfabrik stehen rund 150 000 Euro im Haushalt. Der 28 Meter hohe Backsteinschlot ist seit Monaten verhüllt, um Passanten vor herabfallenden Steinen zu schützen.