Eistobellauf 2022 des SV Maierhöfen

Eistobellauf im Westallgäu: Ein Streckenrekord fällt, ein anderer wackelt

Kathrina Rittel vom Sport Haschko Team (links) und Luca Hilbert vom SV Oberreute (rechts mit der Startnummer 1) haben den Eistobellauf 2022 in Maierhöfen gewonnen.

Kathrina Rittel vom Sport Haschko Team (links) und Luca Hilbert vom SV Oberreute (rechts mit der Startnummer 1) haben den Eistobellauf 2022 in Maierhöfen gewonnen.

Bild: Olaf Winkler

Kathrina Rittel vom Sport Haschko Team (links) und Luca Hilbert vom SV Oberreute (rechts mit der Startnummer 1) haben den Eistobellauf 2022 in Maierhöfen gewonnen.

Bild: Olaf Winkler

Katharina Rittel vom Sport Haschko Team unterbietet in Maierhöfen die alte Bestmarke um 18 Sekunden. Bei den Männern fehlt Luca Hilbert nur ein Wimpernschlag
25.07.2022 | Stand: 19:47 Uhr

Ein gegenüber Vor-Corona-Zeiten deutlich dezimiertes Läuferfeld, ein Streckenrekord bei den Frauen und ein denkbar knapp verpasster Rekord bei den Männern: Der 19. Eistobellauf des SV Maierhöfen-Grünenbach bot den Zuschauern einiges und verlangte den insgesamt 124 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab.

Mit ihrem kraftvollen Endspurt zeigte Katharina Rittel aus Bobingen, die für das Sport Haschko Team startet, dass da möglicherweise noch mehr drin gewesen wäre als jene 41:53 Minuten, die sie für die 10,6 Kilometer lange Strecke benötigte. Noch schneller zu sein, das sei auch ihr Ziel gewesen, gestand sie nach dem Lauf.

Der Grund: Sie dachte, den Streckenrekord zu verpassen. Denn den hatte die 30-Jährige durchaus im Hinterkopf. Tatsächlich lag der Rekord jedoch bei 42:11 Minuten und Rittel unterbot ihn um 18 Sekunden. Bislang hatten sich Margit Adelwarth vom TV Erkheim (2005) und Lena Berlinger vom Skinfit Racing Team (2018) die Bestmarke zeitgleich geteilt.

(Lesen Sie auch: Absage 2022: "Der Viehscheid in Maierhöfen ist Geschichte")

Knapp sechs Minuten lag Rittel am Ende vor der Zweitplatzierten Stefanie Poschenrieder von Ausrichter SV Maierhöfen-Grünenbach. Das Allgäu erweise sich für sie als gutes Pflaster, stellte Rittel fest: Erst vor wenigen Wochen hat sie auch den Wangener Stadtlauf gewonnen. „Rauf und runter, Kiesweg, Asphalt... alles dabei“, so beschrieb sie treffend die Herausforderungen des Laufes. Trotz des Regens Stunden vor dem Start war es im Eistobel selbst nicht rutschig. Doch da zum Lauf die Sonne rauskam, hatten es die Läuferinnen und Läufer mit schwüler Luft zu tun.

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Bei den Männern wankte der Uralt-Rekord von Stefan Stahl aus dem Jahr 2006, aber am Ende hat ihn Luca Hilbert vom SV Oberreute dann doch um drei Sekunden verpasst. Rekordverdächtig war allerdings mit 1:41 Minuten sein Abstand auf den Zweitplatzierten Quirin Schmölz aus Missen. 2019 hatte Hilbert den Eistobellauf ebenfalls gewonnen – die bis dato letzte Auflage. So ging er mit der Startnummer 1 an den Start.

Wie Rittel hatte auch Hilbert den Wangener Stadtlauf gewonnen – und beim Kugelberglauf, den der SVM im Mai erstmals ausgerichtet hatte, ebenfalls die Nase vorn. Diesmal war es ein einsames Rennen für den 24-Jährigen.

Die Corona-Zwangspause hat den Eistobellauf viele Teilnehmer gekostet. Denn vor der Pandemie waren teilweise bis zu 300 Läuferinnen und Läufer am Start. Besonders auffällig: Nur 15 Frauen gingen im Hauptlauf an den Start und nur 36 Mädchen und Buben in den Kinder- und Jugendläufen.

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Aktuell infiziert oder durch eine zurückliegende Infektion beim Training zurückgeworfen seien einige Athleten, hatte Organisator Dominic Poschenrieder im Vorfeld erfahren. David Dressel, der ebenfalls zum 30-köpfigen Team des SVM gehörte, war froh, dass der Lauf überhaupt wieder stattfinden konnte: „Das war wichtig.“

Sein Blick ging am Ende bereits nach vorn: Im nächsten Jahr soll die 20. Auflage des Eistobellaufes stattfinden. „Und da lassen wir uns so richtig etwas einfallen.“

(Lesen Sie auch: Luca Hilbert vom SV Oberreute im Interview: "Die Platzierung ist wichtiger als die Zeit")

Ergebnisse Eistobellauf 2022 des SV Maierhöfen-Grünenbach

  • Hauptlauf 10,6 km Männer: 1. Luca Hilbert (Oberreute) (35:37 Minuten) 2. Quirin Schmölz (37:18), 3. Jakob Mayer (37:42), 4. Michael Walter (38:48) 5. Felix Müksch (38:57) (alle Sport Haschko Team), 6. Patrick Nuber (SG Niederwangen) (39:14), 7. Lennart Obermeyer (LTC Wangen) (39:39), 8. Michael Greber (TS Jahn Lustenau) (40:04), 9. Michael Kurray (Bad Wurzach) (40:53) 10. Florian Kraft (Sport Haschko Team) (41:17 Minuten).
  • Hauptlauf 10,6 km Frauen: 1. Katharina Rittel (Sport Haschko Team), (41:53 Minuten) 2. Stefanie Poschenrieder (SV Maierhöfen-Grünenbach) (47:46), 3. Petra Friedrich (TV Isny) (48:23), 4. Ronja Abel (SV Oberreute) (49:14), 5. Sylvia Dengler (SV Maierhöfen-Grünenbach) (53:01), 6. Heidi Abendschein (TV Reutin) (55:47), 7. Silke Fasser (TV Reutin) (58:28), 8. Monika Daniel (DAV Kempten) (58:52 Minuten), 9. Nadine Talbot (OLG Stäfa) (1:00:55 Stunden), 10. Ulrike Hartmann (MTG Wangen) (1:02:17).