Infektionsschutz

FFP2-Maske schützt künftig nicht mehr vor Quarantäne

Bisher galten FFP2-Masken als weitgehend sicherer Infektionsschutz innerhalb geschlossener Räume. Inzwischen bewertet das Robert-Koch-Institut die Schutzwirkung anders.

Bisher galten FFP2-Masken als weitgehend sicherer Infektionsschutz innerhalb geschlossener Räume. Inzwischen bewertet das Robert-Koch-Institut die Schutzwirkung anders.

Bild: Matthias Wild

Bisher galten FFP2-Masken als weitgehend sicherer Infektionsschutz innerhalb geschlossener Räume. Inzwischen bewertet das Robert-Koch-Institut die Schutzwirkung anders.

Bild: Matthias Wild

Nach neuen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts wird der Besuch von Stadt- und Gemeinderatssitzungen schwieriger. Wie Kommunen darauf reagieren.
14.04.2021 | Stand: 11:07 Uhr

Teilnehmern und Besuchern von Gemeinderatssitzungen droht ab sofort wieder Quarantäne, sollte jemand im Raum positiv auf das Coronavirus getestet werden. Das gilt, auch wenn alle FFP2-Masken tragen. Auf eine entsprechende neue Vorgabe des Robert-Koch-Instituts hat das Landratsamt die Kommunen hingewiesen. Die Stadt Lindenberg hat bereits reagiert: Sie verlegt die Sitzung des Bauausschusses am heutigen Mittwoch in den Löwensaal. Zudem müssen alle Teilnehmer – auch Besucher – einen negativen Schnelltest vorweisen.

Keine Quarantäne dank Masken und Lüften

Für Ratssitzungen gab es schon bisher strenge Hygieneregeln. Dazu gehörten Abstand, FFP2-Masken und regelmäßiges Lüften. So konnte eine Quarantäne vermieden werden für den Fall, dass ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin positiv getestet würde. Das ist jetzt Vergangenheit. Grund sind wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach vor allem die britische Virusmutation deutlich infektiöser ist. Das Robert-Koch-Institut hat darum am 31. März die Vorgaben zur Einstufung von Kontaktpersonen verschärft. Demnach besteht schon bei einem zehnminütigen Kontakt in geschlossenen Räumen die Gefahr einer Infektion. Auch FFP2-Masken verhindern die Einstufung als enge Kontaktperson und damit die Verhängung einer Quarantäne nicht, sollte es eine „relevante Aerosolbelastung“ geben.

Testpflicht und Testangebot

Lindenberg wird deshalb neben den Sitzungen des Stadtrates auch die der Ausschüsse im Löwensaal abhalten. Um mehr Sicherheit zu bieten, müssen zudem alle Teilnehmer grundsätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen. Die Stadt stellt vor Ort Tests bereit, kündigt Hauptamtsleiter Roland Kappel an.

Der Markt Heimenkirch bietet gemeinsam mit Apothekerin Gudrun Roos für alle Frauen und Männer, die der Gemeinderatssitzung beiwohnen wollen, zwischen 18 und 19 Uhr im Karghaus eine Testmöglichkeit an. Testpflicht besteht nicht. „Aber wir bitten zum Wohle aller, das Angebot anzunehmen“, sagt Bürgermeister Markus Reichart. Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Montag, 19. April, findet in der Alten Turnhalle die nächste Gemeinderatssitzung statt.