Im Video: Wilder Ritt über die Buckelpiste

Freestyler Max Straub aus Maria-Thann: So lief es bei der Junioren-WM

Junioren-WM der Freestyler: Max Straub (blaue Piste) liefert sich auf der Buckelpiste ein Duell mit Cole McDonald aus den USA (rote Piste).

Junioren-WM der Freestyler: Max Straub (blaue Piste) liefert sich auf der Buckelpiste ein Duell mit Cole McDonald aus den USA (rote Piste).

Bild: Stephan Anlauf

Junioren-WM der Freestyler: Max Straub (blaue Piste) liefert sich auf der Buckelpiste ein Duell mit Cole McDonald aus den USA (rote Piste).

Bild: Stephan Anlauf

Maximilian Straub vom TSV Heimenkirch war bei der Junioren-WM auf der Buckelpiste am Start. Von der Nationaltrainerin gab es Lob. Ein Video zeigt ihn in Aktion!
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Von Stephan Anlauf
31.03.2022 | Stand: 19:58 Uhr

Die besten Nachwuchs-Freestyler der Welt sind im italienischen Chiesa in Valmalenco angetreten, um bei der Junioren-Weltmeisterschaft die Besten der Besten auf der Buckelpiste zu küren. Mittendrin statt nur dabei: Maximilian Straub aus Maria-Thann. Und der 17-Jährige vom TSV Heimenkirch brachte von seinem WM-Debüt gleich einen fünften Platz mit nach Hause.

Bei der Junioren-WM waren auch einige Weltcupprofis am Start, die kürzlich bei Olympia in Peking teilgenommen haben. Die 192 Meter lange, eisige Buckelpiste war mit 29 Grad Gefälle extrem steil. Zum Vergleich: Die Anfahrt einer Normalschanze beim Skispringen hat ein Gefälle von 30 Grad.

„Es war für alle Athleten eine große Herausforderung, denn es ist die gleiche steile Strecke, die auch im Weltcup verwendet wird. Erschwerend kam hinzu, dass es schwer war, richtigen Halt auf dem Schnee zu finden. Wenn man stürzte, konnte einen nur das Netz aufhalten. Es gab eine ganze Reihe von Stürzen – und auch wir haben unseren Teil dazu beigetragen“, sagt Nationaltrainerin Anja Bolberg (50), selbst mehrfache Olympiateilnehmerin für Dänemark.

Im Training ist auch Straub gestürzt und konnte im ersten Moment nicht mehr fahren. „Du musst die Balance zwischen Speed und Technik finden – denn diese Piste verzeiht keine Fehler“, sagt Straub und resümiert sein Rennen: „Bis kurz vor dem zweiten Sprung lief es ganz gut, doch dann musste ich die Falllinie kurz verlassen, sonst wäre ich unkontrolliert über den Kicker hinausgeschossen“. Am Ende war es Platz 21 für den Westallgäuer.

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Besser lief es im Teamwettbewerb. Das „Dual-Moguls Mixed Team Event“ feierte bei dieser WM Premiere. Im Parallel-Wettbewerb (Dual Moguls) durchfahren zwei Sportler die Buckelpiste im Kopf-an-Kopf-Rennen. Wie bei den Einzelrennen sind zwei unterschiedliche Sprünge vorgeschrieben. Punkte gibt es für Geschwindigkeit, gefahrene Technik und für die Ausführung der Sprünge.

Der Gegner war bei Olympia 2022 und ist Fünfter im Weltcup

Deutschland stellte drei Teams. Max Straub startete zusammen mit Katharina Michel (14) vom SC Bad Tölz. Im ersten Duell gewannen sie mit 50:0 gegen ihre Teamkollegen Annika Merz (17) und Niko Weese (17, beide SC Wiesloch). Später schieden die WM-Debütanten gegen den am Vortag neu gekürten Weltmeister Cole McDonald (19, Olympionike und Weltcup-Fünfter) und Kasey Hogg (19) aus den USA aus.

Freestyler bei der Junioren WM: (von links) Max Straub, Bundestrainerin Anja Bolbjerg und Katharina Michl.
Freestyler bei der Junioren WM: (von links) Max Straub, Bundestrainerin Anja Bolbjerg und Katharina Michl.

Straub und Michel wurden Fünfte – und damit auch beste Deutsche. „Ich fand es mega, mit Max im Team zu sein. Wir waren ein sehr gutes Team“, meinte Michel.

Finaler Höhepunkt der WM waren dann die Dual-Moguls. „Es geht bei den Parallelrennen alles noch einmal einen Tick schneller“, erläutert Straub. Er hatte es erst mit seinem Zimmerkollegen Felix Wagner (16) vom SC Bad Tölz zu tun – und musste danach im direkten Duell gegen den Europacup-Führenden Filip Gravenfors (17).

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Einen entscheidenden Trumpf besaß der Schwede: Er war der schnellste Fahrer im Feld und mit einer guten Technik durchfährt er die 192 Meter lange Buckelpiste in 19 Sekunden – inklusive zweier Sprünge. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis kurz vor dem letzten Sprung, wo Straub das Tempo nicht auf den Punkt herausnehmen konnte, sodass er Gravenfors ziehen lassen musste. Straub erreichte damit als bester Deutscher Rang 12.

Nationaltrainerin Anja Bolberg lobt Max Straub für sein WM-Debüt

In Anbetracht des hohen Niveaus war Nationaltrainerin Bolberg von den Leistungen ihrer Athleten angetan: „Ich bin jedoch sehr stolz darauf, wie das Team die Herausforderung angenommen hat, und einige haben die Erwartungen sogar übertroffen. Max Straub hat sich im Doppelzweier wacker geschlagen und ist auf Platz 12 gelandet.“

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