Nach Lockdown wieder geöffet

Im Reptilienzoo Scheidegg lebt jetzt eine "LSD-Kröte"

Neu im Reptilienzoo Scheidegg ist die Coloradokröte, die bis zu 20 Zentimeter groß wird.

Neu im Reptilienzoo Scheidegg ist die Coloradokröte, die bis zu 20 Zentimeter groß wird.

Bild: Udo Hagen

Neu im Reptilienzoo Scheidegg ist die Coloradokröte, die bis zu 20 Zentimeter groß wird.

Bild: Udo Hagen

Der Reptilienzoo Scheidegg ist nach dem Lockdown wieder geöffnet. Besucher müssen allerdings einen Termin vereinbaren. Was sich im Winter dort getan hat.
11.03.2021 | Stand: 08:31 Uhr

Die Coloradokröte war bei den Hippies in den USA in den 70er-Jahren sehr beliebt. Aber nicht wegen ihrer Schönheit. Sondern wegen der Substanz, die das Tier über seine Drüsen seiner grau-grünlichen Haut abgesondert hat: ein Gift gegen Fressfeinde, Pilze und Bakterien. Auf den Menschen hat es eine berauschende Wirkung. „Man nennt sie deshalb auch LSD-Kröte. Die Hippies haben sie damals einfach abgeleckt“, erzählt Udo Hagen. In seinem Reptilienzoo in Scheidegg ist die Coloradokröte, die aus Arizona stammt und bis zu 20 Zentimeter groß wird, jetzt neu zu sehen.

Einlass im Reptilienzoo Scheidegg: 20 Besucher pro Stunde

Seit 8. März ist der Reptilienzoo in Scheidegg wieder geöffnet, nachdem er sich seit November im Lockdown und zusätzlich auch im normalen Winterschlaf befunden hatte. Die Auflagen sind dabei wie im Einzelhandel: Da die Inzidenz im Landkreis Lindau zwischen 50 und 100 liegt, müssen Besucher vorher einen Termin vereinbaren und ein Kontaktformular ausfüllen. Zudem ist die Besucherzahl begrenzt – auf maximal 20 gleichzeitig. Einlass ist immer zur vollen Stunde.

Stumpfkrokodile sind im Reptilienzoo Scheidegg zu sehen.
Stumpfkrokodile sind im Reptilienzoo Scheidegg zu sehen.
Bild: Udo Hagen

Wochenlang war der Zoo geschlossen. Innen allerdings gab es dennoch viel zu tun. Die Tiere müssen schließlich auch dann verpflegt werden, wenn keine Besucher da sind. „Die Einnahmen fehlen, die Kosten laufen weiter – Strom, Futter, Arbeit“, blickt Hagen zurück. Nun kommt zumindest wieder ein bisschen Geld in die Kasse. Wenn auch die ersten Tage nach der Wiedereröffnung eher verhalten anliefen. „Wir haben keine Touristen und keine Gruppen“, sagt Hagen, der den 1973 gegründeten Reptilienzoo seit Juli 2007 betreibt.

Im Reptilienzoo Scheidegg lebt auch die Hundskopfboa.
Im Reptilienzoo Scheidegg lebt auch die Hundskopfboa.
Bild: Udo Hagen

Im Innenbereich des Zoos sind rund 120 Tiere in 60 Terrarien zu sehen: Spinnen, Schlangen, Echsen, Krokodile. Der Außenbereich ist derzeit noch geschlossen, weil es noch zu kalt ist. Um Ostern soll er öffnen, wenn das Wetter mitspielt – und die Inzidenz. Denn sollte der Wert über 100 steigen, müsste Hagen wieder schließen.

Reptilienzoo Scheidegg Öffnungszeiten und Kontakt

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