Landesnaturschutzpreis 2020

Diese Lindauer Naturschützer wurden für ihr Engagement ausgezeichnet

Schaffung neuer Gelbbauchunkengewässer im Rohrach: Josef Schrott (links) und BN-Geschäftsführerin Claudia Grießer mit einem der Helfer.

Schaffung neuer Gelbbauchunkengewässer im Rohrach: Josef Schrott (links) und BN-Geschäftsführerin Claudia Grießer mit einem der Helfer.

Bild: Bund Naturschutz

Schaffung neuer Gelbbauchunkengewässer im Rohrach: Josef Schrott (links) und BN-Geschäftsführerin Claudia Grießer mit einem der Helfer.

Bild: Bund Naturschutz

Baden-Württemberg zeichnet ein Projekt von Lindauer Naturschützern aus, das Kleingewässer der Bodenseeregion fördert. Hier fühlen sich seltene Tierarten wohl.
09.02.2021 | Stand: 07:00 Uhr

Die Früchte einer vierjährigen Arbeit kann der Kreisverband Lindau des Bund Naturschutz jetzt ernten: Zusammen mit zehn weiteren Projektpartnern rund um den Bodensee erhalten die Lindauer Naturschützer den Landesnaturschutzpreis 2020 des Landes Baden-Württemberg.

2019 endete das Interreg-Projekt „Kleingewässer für die Bodenseeregion – Netzwerk für Artenvielfalt und Umweltbildung“: Zehn Partner aus Umweltverbänden und Kommunen rund um den Bodensee legten im Rahmen dieses Projekts Kleingewässer an, pflegten sie und vermittelten deren hohe Bedeutung durch Führungen und Aktionen.

Bund Naturschutz legt Kleingewässer im Landkreis Lindau an

Die BN-Kreisgruppe hat neun Kleingewässer im Landkreis Lindau angelegt. Drei Tümpel entstanden in Maria-Thann, drei Tümpel in Weiler. Auch in Ellhofen wurden auf einer Pachtfläche der Kreisgruppe zwei Tümpel geschaffen. Wasserinsekten und Amphibien besiedelten diese Kleingewässer schon im ersten Jahr. Die Familie Wetzel in Maria-Thann und Günter Heim aus Weiler haben Flächen für die Tümpel zur Verfügung gestellt.

Im Rohrach wurde ein Gewässer für Gelbbauchunken wieder gepflegt und für die Gemeinde Wasserburg ein Konzept für die Reaktivierung des Birkenrieds erstellt.

Schwierigkeiten blieben nicht aus: Zwei trockene Sommer, durchbrochen von starken Regenfällen, aber auch die massenhafte Vermehrung von Springkraut an den kurzzeitig offenen Böden waren eine große Herausforderung, erklärt der BN in einer Pressemitteilung. Dank des fachlichen Austauschs bei den jährlichen Partnertreffen und des ehrenamtlichen Einsatzes vieler Helfer, war die Unterstützung für Projektleiterin Claudia Grießer groß.

Film wird in Lindau gedreht

„Erstmals haben wir bei einem Interreg-Projekt auch die Umweltbildung in den Mittelpunkt gerückt“, erklärt die Diplombiologin. Der im Rahmen des Projekts gedrehte Film zum Projekt entstand in Lindau. Er ist auf der Homepage des BN Lindau zu sehen.

Zur Abschlussveranstaltung waren Vertreter des Interreg-Büros vom Regierungspräsidium Tübingen angereist, die während der Laufzeit die Verwendung und Auszahlung der EU-Gelder überwachten. Sie waren begeistert von der Fülle an umgesetzten Naturschutz- und Umweltbildungsmaßnahmen, darunter die mit dem Naturschutzbund Vorarlberg gemeinsam entwickelte Gewässerrallye.

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