Jubiläum

Kneippverein Scheidegg feiert 60-jähriges Bestehen

Der Kneippverein Scheidegg feiert sein 60-jähriges Bestehen. Der Verein blickt auf viele Aktivitäten.

Der Kneippverein Scheidegg feiert sein 60-jähriges Bestehen. Der Verein blickt auf viele Aktivitäten.

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Der Kneippverein Scheidegg feiert sein 60-jähriges Bestehen. Der Verein blickt auf viele Aktivitäten.

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Im Scheidegger Kurhaus findet zum Jubiläum ein Theaterstück statt. Der Familientag muss wegen des schlechten Wetters abgesagt werden. Er wird nachgeholt.
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Von Karin Grundwald und Manfred Sendlinger
12.07.2021 | Stand: 06:17 Uhr

Neben den Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp gibt es noch ein zweites Jubiläum zu feiern: 60 Jahre Kneippverein. Aus diesem Anlass gab es einen kleinen Umtrunk auf dem Theatron und ein Theaterstück im Kurhaus. Der Kneipp-Familientag an den Scheidegger Wasserfällen musste hingegen wegen des schlechten Wetters abgesagt werden.

Bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Kneippvereins blickte die Erste Vorsitzende Dr. Gudrun Roos auf die jahrzehntelangen Aktivitäten des Vereins zurück: Diese reichen von Vorträgen und Wanderungen über Bewegungsübungen bis zu Gesundheitswochen. 240 Mitglieder unterstützen den Verein. Bürgermeister Uli Pfanner dankte dem Verein für sein Engagement.

Strittmatter führt selbst geschrieben Stück auf

Für die musikalische Umrahmung sorgten „Die Azubis“, die mit Oldies die Besucher zu dem einen oder anderen Tänzchen animierten. Als Abschluss spielte der Schweizer Schauspieler Fred Strittmatter in seinem selbst geschriebenen Stück „Kneipp-Solo“ verschiedene Stationen Sebastian Kneipps nach. Er spannte den Bogen von Kindheit und Studienzeit über seelsorgerische Tätigkeiten sowie Anfeindungen bis zum Papstbesuch.

Strittmatter schlüpfte in verschiedene Rollen mit entsprechenden Gesten und Emotionen. Er beeindruckte in der Prozess-Szene, in der er als „Kurpfuscher“ angeklagt wurde. Er sorgte für Heiterkeit, als er mit einer „qualmenden Zigarre“ die Bienen beruhigte: „Behandle sie mit Respekt und du kannst alles von ihnen bekommen. “ Strittmatter brachte die Lehren Kneipps ernsthaft und witzig dem Publikum nahe und endete mit den Worten „Vivat Kneipp“ – „Es lebe Kneipp“.

Nicht so viel Glück hatte der Kneippverein mit seinem geplanten Familientag an den Scheidegger Wasserfällen. Dieser musste aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden. Eigentlich hätten dort am Freitagnachmittag viele Programmpunkte wie Wassertreten im Bächlein, Bewegungsspiele und das Bemalen von Steinen stattfinden sollen. Aber heftige Regenfälle machten das Gelände „zu nass“, wie die Vorsitzende des Scheidegger Kneippvereins erläutert.

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Musikalisch unterwegs auf den Spuren Sebastian Kneipps

„Es ist wirklich schade, aber am Freitagmorgen war es für uns Vorstandsmitglieder klar: Es ist zu nass und zu rutschig“, sagt Roos. Ein weiterer Punkt war der hohe Wasserstand in dem natürlichen Kneipp-Becken der Wasserfälle. „Der wäre für Kinder zu gefährlich gewesen.“

Familientag wird nachgeholt

Als dann am Nachmittag doch die Sonne herauskam, war es bereits zu spät, um die kleine „Kinder-Kneipp-Olympiade“ noch durchzuziehen. „Da haben wir uns kurzzeitig etwas geärgert, aber bei solch wetterabhängigen Veranstaltungen ist es nun mal so“, sagt Roos. Der Kneipp-Verein plant, den Nachmittag an einem der kommenden Freitage im Juli nachzuholen. Der Termin wird im Westallgäuer und auf www.scheidegg.de bekannt gegeben.