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Markt Scheidegg sucht geeigneten Standort für geplanten Pumptrack

In Scheidegg soll ein Pumptrack entstehen. Beispielsweise in Nesselwang (Ostallgäu) gibt es eine solche Anlage für Mountainbiker bereits.

In Scheidegg soll ein Pumptrack entstehen. Beispielsweise in Nesselwang (Ostallgäu) gibt es eine solche Anlage für Mountainbiker bereits.

Bild: Fabian Zocher

In Scheidegg soll ein Pumptrack entstehen. Beispielsweise in Nesselwang (Ostallgäu) gibt es eine solche Anlage für Mountainbiker bereits.

Bild: Fabian Zocher

Die Gemeinde Scheidegg wird zwei Standorte für den Mountainbike-Parcours näher untersuchen. Warum sieben andere Plätze für eine solche Anlage nicht in Frage kommen.
06.04.2021 | Stand: 06:03 Uhr

Zwei Standorte für einen Pumptrack-Parcours wird die Gemeinde Scheidegg näher untersuchen: Eine Fläche in der Nähe des Kurhauses und eine neben dem Fußballplatz. Das hat der Bauausschuss des Gemeinderates einstimmig beschlossen.

Der Pumptrack ist im Grunde beschlossene Sache. Eine Gruppe Eltern und Jugendliche hatte sich für eine entsprechende Anlage mit einer Unterschriftensammlung stark gemacht. Den Parcours sollten Radler, aber nach den Vorstellungen der Gemeinde auch Jugendliche mit einem Skateboard oder Scooter nutzen können.

Pumptrack in Scheidegg soll 75.000 Euro kosten

Als Beispiele in der Umgebung nennt die Initiative Anlagen in Wangen und Amtzell, die circa 800 Quadratmeter groß sind und zwischen 89.000 und 130.000 Euro gekostet haben. In Scheidegg ist bisher von 75,000 Euro die Rede, zudem erwartet die Gemeinde einen Zuschuss über das EU-Programm Leader plus.

Unklar war der Standort. Die Gemeinde hatte die Eltern und Jugendlichen aufgefordert, entsprechende Vorschläge einzureichen. „Es kann nicht alles Aufgabe der Verwaltung ein. Am Schluss ist er immer an der falschen Stelle“, sagte Bürgermeister Uli Pfanner.

Die Initiatoren haben neun Standorte ausgemacht, die aus ihrer Sicht grundsätzlich geeignet wären. Dabei hatten sie die Größe, die Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten, aber auch mögliche Nutzungskonflikte bewertet. „Sie haben sich viel Mühe gemacht“, sagte Pfanner mit Blick auf die Vorlage.

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Allerdings befinden sich fünf der Flächen nicht im Besitz der Gemeinde. Sie kommen deshalb aus Sicht der Verwaltung und der Räte grundsätzlich nicht in Frage. „Es weiß jeder, wie lange sich Grundstücksverhandlungen hinziehen können“, nannte Ralf Arnold einen Grund. Zudem fielen bei Nutzung einer privaten Fläche weitere Kosten an, argumentierte Tobias Steinhauser.

Die Kugelstoßanlage neben dem Sportplatz wird kaum mehr genutzt. Hier könnte die Pumptrack-Anlage entstehen.
Die Kugelstoßanlage neben dem Sportplatz wird kaum mehr genutzt. Hier könnte die Pumptrack-Anlage entstehen.
Bild: Caroline Mittermeier

In der Diskussion im Bauausschuss kristallisierten sich schnell drei Standorte heraus. Zum einen eine Fläche am Fußballplatz, die früher für Leichtathletik genutzt wurde. Für den Standort spricht vor allem die sehr zentrale Lage. Kinder und Jugendliche könnten problemlos zu Fuß dorthin gelangen. Als zweiten möglichen Standort wird die Verwaltung eine Fläche nahe am Kurhaus untersuchen, auf der früher schon mal eine BMX-Bahn stand, und die als Holzlagerplatz genutzt wurde. Dort gibt es Parkplätze in der Nähe, zudem sind weniger Nutzungskonflikte zu erwarten, die einige Räte bei einer Anlage am Kurpark befürchten. „Der Platz ist immer noch zentral. Familien kommen im Sommer auch ans Freibad“, sagte Thomas Heim.

Wiese beim Kurgarten nicht für die Anlage geeignet

Nicht analysieren wird die Verwaltung eine Wiese im unteren Bereich des Pfarrer-Kneipp-Kurgartens. Maike Funk hatte vorgeschlagen, den Standort mit zu untersuchen, wenn der Aufwand dafür nicht zu groß sei.

Allerdings hätte die Mehrheit des Gremiums den Kurpark für nicht geeignet - unter anderem wegen möglicher Konflikte. „Ein Kneipp-Park ist kein Funpark“, sagte beispielsweise Tobias Steinhauser.