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Tierwohl trotz Schlachtung

Metzger verteidigt Fleischkonsum: "Für mich gehört Fleisch zur Lebensmittelversorgung dazu"

Wolfgang Wirth gehört zu den wenigen Metzgern in Bayern, die noch selber schlachten. Er ist stellvertretender Innungsmeister der Metzgerinnung Allgäu.

Wolfgang Wirth gehört zu den wenigen Metzgern in Bayern, die noch selber schlachten. Er ist stellvertretender Innungsmeister der Metzgerinnung Allgäu.

Bild: Ingrid Grohe

Wolfgang Wirth gehört zu den wenigen Metzgern in Bayern, die noch selber schlachten. Er ist stellvertretender Innungsmeister der Metzgerinnung Allgäu.

Bild: Ingrid Grohe

Für Wolfgang Wirth aus Oberreute sind Tierwohl und das Töten kein Widerspruch. Im Interview erzählt der Metzger, was wichtig ist und was er über Tönnies denkt.

08.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Wolfgang Wirth: Er achtet auf das Tierwohl. Da sind schon kurze Transportwege wichtig. Wir schlachten zum Beispiel nur Schweine aus einem Umkreis von höchstens zehn Kilometern. Die Tiere kommen früh am Morgen, und das Entladen geht ruhig vonstatten. Dann liegen sie eine Zeitlang ganz entspannt da. Wir schauen, dass immer nur zwei, drei Tiere in den Schlachtraum kommen, damit sie nicht nervös werden. Die Schlachtung selbst geht ganz schnell, und der Ablauf ist sehr wichtig. Bei der Tötung mit der Tötungszange ist genau definiert, wie viele Sekunden der Strom durchfließen muss, damit das Tier betäubt ist. Das Hochziehen und das Entbluten muss innerhalb von ein paar Sekunden geschehen. Nur so ist die Qualität des Fleisches gegeben. Wir gehen sorgsam mit dem Tier um. Es ist ein Lebewesen, nicht nur eine Sache. Diese Abläufe sind in der EU-Zulassung genau definiert. Wer diese nicht hat, darf nicht schlachten.

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