Corona

Südafrikanische Corona-Mutation im Landkreis Lindau nachgewiesen

Zwei Corona-Mutationsfälle im Landkreis Lindau wurden nun offiziell bestätigt. Bisher hatte es sich um Verdachtsfälle gehandelt.

Zwei Corona-Mutationsfälle im Landkreis Lindau wurden nun offiziell bestätigt. Bisher hatte es sich um Verdachtsfälle gehandelt.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolfoto)

Zwei Corona-Mutationsfälle im Landkreis Lindau wurden nun offiziell bestätigt. Bisher hatte es sich um Verdachtsfälle gehandelt.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolfoto)

Das Gesundheitsamt hat die Virus-Mutationen im Landkreis bestätigt. Vier weitere Personen sind an Corona verstorben. Ab Montag gelten neue Regeln für Schüler.
18.02.2021 | Stand: 17:37 Uhr

Im Landkreis Lindau gibt es einen bestätigten Fall der südafrikanischen Virus-Variante. Dies hat am Donnerstag das Landratsamt Lindau mitgeteilt. Vor zwei Wochen meldete der Landkreis zwei Verdachtsfälle der hochansteckenden Corona-Mutationen (wir berichteten). Eine 62-Jährige hatte sich in der Schweiz infiziert, ein 36-Jähriger außerhalb des Landkreises Lindau. Beide Personen hatten sich unabhängig voneinander angesteckt. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stellte nun in weiteren Untersuchungen die genaue Art der Virus-Variante fest.

„Bei einem Fall war aufgrund mangelnder Virenlast keine Genomsequenzierung mehr möglich“, teilte das Landratsamt Lindau mit. Die genaue Art der Mutation konnte demnach nicht bestimmt werden. „Der Befund des zweiten Verdachtsfalls ergab eine Zugehörigkeit zur Viruslinie B.1.351.“ Das entspricht laut Landratsamt der südafrikanischen Mutation.

Keine weiteren Mutationsfälle im Landkreis Lindau

Die Infektionen mit Corona-Mutationen werden laut Aussage des Landrats Elmar Stegmann genauso behandelt, wie andere auch. „Auch die Kontaktpersonen werden auf Corona getestet. Fallen die Ergebnisse positiv aus, wird untersucht, ob es sich um eine Mutation handelt.“ Derzeit sind im Landkreis Lindau keine weiteren Fälle von Corona-Varianten bekannt (Stand Donnerstag, 18.Februar).

Auf Donnerstag sind vier weitere Personen an oder mit Covid-19 verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Landkreis Lindau auf 55. Das Landratsamt bestätigt auf Nachfrage der Redaktion, dass es sich bei den Verstorbenen um Betroffene aus Pflegeeinrichtungen handelt. Alten- und Pflegeheime waren bereits in den vergangenen Wochen ein Schwerpunkt der Infektionen im Landkreis. Noch immer werden dort Menschen positiv auf das Virus getestet.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit 2263 Fälle im Landkreis Lindau nachgewiesen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert schwankt nach wie vor um die Marke 50. Seit vergangener Woche können sich auch jüngere Menschen für die Corona-Impfung anmelden. Registrieren können sich Personen mit Vorerkrankungen, die jünger sind als 65 Jahre, sowie pflegende Angehörige. Zu der Gruppe mit Vorerkrankungen gehören beispielsweise Menschen mit Trisomie 21, Organtransplantationen, chronischen Nieren- oder schweren Lebererkrankungen.

Das ändert sich bei den Schulen im Landkreis Lindau

Lesen Sie auch
Die Corona-Mutation ist im Landkreis Lindau angekommen. Es gibt zwei Verdachtsfälle für die Virus-Variante.
Was nun untersucht wird

Virus-Mutation im Landkreis Lindau und im Oberallgäu aufgetaucht

Da der Inzidenzwert im Kreis unter 100 liegt, dürfen ab Montag wieder Kinder zurück in den Kindergarten. Neben den Abschlussjahrgängen am Gymnasium und den beruflichen Schulen werden ab Montag auch die Abschlussklassen der Real- und Mittelschule wieder in der Schule unterrichtet. Schulrätin Simone Wenzel ist erleichtert. Obwohl die Lehrkräfte und Schulleitungen in den vergangenen Wochen im Distanzunterricht Unglaubliches geleistet hätten, sei sie „sehr froh, dass wieder Leben in die Schulhäuser einzieht, Lernen vor Ort im Miteinander – wenn auch mit Einschränkungen – stattfinden kann“.

Seit Mittwoch liegen die Schreiben des Kultusministeriums vor: Demnach findet in den Jahrgangsstufen eins bis vier Präsenzunterricht unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern statt. Wenn das nicht möglich ist, ist in den Wechselunterricht überzugehen. (mit roi/sz)