A 96 über Stunden gesperrt

Schnee und Glätte sorgen im Westallgäu für zahlreiche Unfälle

Drei Fahrzeuge kamen am Dienstagabend an der Harbatshofener Steige von der Straße ab. Innerhalb kürzester Zeit rutschten sie in den Straßengraben. Verletzt wurde dabei niemand.

Drei Fahrzeuge kamen am Dienstagabend an der Harbatshofener Steige von der Straße ab. Innerhalb kürzester Zeit rutschten sie in den Straßengraben. Verletzt wurde dabei niemand.

Bild: Olaf Winkler

Drei Fahrzeuge kamen am Dienstagabend an der Harbatshofener Steige von der Straße ab. Innerhalb kürzester Zeit rutschten sie in den Straßengraben. Verletzt wurde dabei niemand.

Bild: Olaf Winkler

Das schlechte Wetter hat am Dienstag an einigen Stellen im Westallgäu den Verkehr lahmgelegt. Warum auch die A 96 bei Wangen über Stunden hinweg gesperrt war.
13.01.2021 | Stand: 16:04 Uhr

Starke Schneefälle und Windböen haben am Dienstag zu einigen Unfällen im Westallgäu geführt. Fahrzeuge kamen aufgrund der Glätte von der Straße ab oder blieben im Schnee stecken. Auch die A 96 zwischen Wangen und Kißlegg war über Stunden hinweg gesperrt. Die Polizei zieht nach dem schneereichen Tag Bilanz.

„Hier verlief alles relativ glimpflich“, teilt die Lindenberger Polizei auf Anfrage mit. Zwar habe es Unfälle gegeben. Dabei seien aber lediglich Sachschäden entstanden. Verletzt hat sich dabei niemand. Nach Angaben der Polizei gerieten vor allem Fahrzeuge ins Rutschen. In Stiefenhofen krachte beispielsweise ein Autofahrer in einen geparkten Wagen.

Bei Stiefenhofen: Drei Fahrzeuge rutschen in Graben

An der Harbatshofener Steige bei Stiefenhofen sind drei Fahrzeuge innerhalb kürzester Zeit von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht. Gegen 19.30 Uhr kam zunächst der Fahrer eines Kleintransporters von der Staatsstraße 2005 ab. Kurz darauf schleuderte es auch zwei Autofahrer in den Graben, die dort durch den Kleintransporter gebremst wurden. Alle drei Fahrzeuge konnten ohne fremde Hilfe nicht mehr weiterfahren. So rückte ein Lindenberger Abschleppunternehmen mit zwei Fahrzeugen und mehreren Mitarbeitern an. Infolgedessen kam es bis etwa 21.30 Uhr zu Behinderungen und einer kurzzeitigen Sperrung auf der Staatsstraße. Auch der Winterdienst wurde auf der Strecke ausgebremst. Die Schneeräumfahrzeuge konnten auf der steilen Strecke nämlich nicht wenden.

>> Wetter-Chaos sorgt für viele Unfälle - Polizei im "Dauereinsatz"<<

Das Wetter bereitete insbesondere Lastwagenfahrern Probleme, sagt ein Sprecher der Lindenberger Polizei: „Aufgrund des Schnees mussten relativ viele Lastwagen stehen bleiben.“ Grund waren die verschneiten Hügel des Westallgäus. Besonders am Ratzenberg bei Mellatz drehten Reifen durch, weshalb die Fahrzeuge nicht vorankamen.

Laster standen die Nacht über

Lesen Sie auch
Vielerorts wie hier in Amberg sind Autos von schneeglatten Stra&szlig;e abgekommen. Die Fahrerin wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Unfälle auf den Straßen

Schnee und Glatteis führen zu Verkehrschaos in Teilen Deutschlands

„Die mussten einfach warten, bis das Wetter besser wurde“, erklärt die Polizei. Einige Fahrer ließen ihren Lastwagen die restliche Nacht stehen. Auch am Mittwochmorgen standen noch vereinzelt Transporter an den Straßenrändern.

In Lindau verzeichnete die Polizei nur zwei witterungsbedingte Unfälle. Ein 66-jähriger Autofahrer geriet am Dienstagabend auf der A 96 ins Schleudern und knallte gegen die Leitplanke. Am Auto und an der Leitplanke entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 3000 Euro. Der Autofahrer blieb unverletzt. Eine junge Frau geriet am frühen Mittwochmorgen im Dornacher Wald aufgrund erhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern. Sie kam von der Fahrbahn ab, fuhr über zwei Straßenpfosten und landete im Graben. Verletzt wurde die Fahrerin nicht. Ihr Auto musste allerdings abgeschleppt werden.

15 Kilometer langer Stau

Die schlechten Witterungsbedingungen legten auch ab Dienstagnachmittag den Verkehr auf der A 96 zwischen Wangen und Kißlegg über mehrere Stunden lahm. Nach Angaben der Polizei fuhren sich dort Lastwagen fest. Sie konnten nur schwer wieder ins Rollen gebracht werden. Infolgedessen bildete sich ein etwa 15 Kilometer langer Stau. Auch die Umleitungsstrecken rund um Wangen waren laut Polizei überlastet. Erst gegen 23 Uhr, als die Schneefälle nachgelassen hatten, normalisierte sich die Situation wieder.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg kam es im Zeitraum zwischen Dienstag, 11 Uhr, und Mittwoch, 8 Uhr, zu 50 witterungsbedingten Unfällen. 21 davon ereigneten sich im Landkreis Ravensburg. Eine Person wurde leicht verletzt. Im Bodenseekreis kam es zu zehn Unfällen, teilt die Polizei mit. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. (gst, dab, owi)