Diesen Artikel lesen Sie nur mit
Nationalsozialismus

Von Nazis ermordet: Stiefenhofen gedenkt der kleinen Gabi Schwarz

Leo Hiemer vor der Gedenktafel für Gabriele Schwarz an der Pfarrkirche in Stiefenhofen.

Leo Hiemer vor der Gedenktafel für Gabriele Schwarz an der Pfarrkirche in Stiefenhofen.

Bild: Ingrid Grohe

Leo Hiemer vor der Gedenktafel für Gabriele Schwarz an der Pfarrkirche in Stiefenhofen.

Bild: Ingrid Grohe

In den 80er Jahren gab es heftigen Streit um eine Gedenktafel für die ermordete Gabi Schwarz. Nun hängt die Tafel an der Kirche. Warum es so lang gedauert hat.

22.08.2020 | Stand: 12:43 Uhr

„Wenn es normal gegangen wäre, gäbe es hier Gabis Grab“, sagt Leo Hiemer auf dem alten Friedhof bei der Pfarrkirche in Stiefenhofen. Gabriele Schwarz, die Tochter der 1942 von den Nazis im KZ Ravensbrück ermordeten Lotte Eckart, hätte in Stiefenhofen groß werden können, bei ihrer Pflegefamilie Aichele. Sie war katholisch getauft und ging mit den Pflegeeltern zur Kirche. Aber der Schutz, den die als Jüdin geborene Lotte Eckart für ihr Kind auf dem Einödhof der Aicheles suchte, hielt dem Wahn der Nazis nicht stand. Sie ermordeten Gabriele, ein fünfjähriges Kind, 1943 in Auschwitz. Ein Grab gibt es also nicht an dem Ort, der Gabi in ihrem kurzen Leben Heimat war. Doch jetzt ist ihr Name hier zu finden. Auf einer Gedenktafel an der östlichen Kirchenmauer. Endlich.

Paywall Login Bildmontage Berge Steg
Mit
mehr vom Allgäu
  • Unbeschränkter Zugang zu allen Inhalten auf allgäuer-zeitung.de
  • Exklusive Vorteile und Sonderaktionen für
    Abonnenten
  • Monatlich kündbar
  • ab 1,99 € / Monat