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Kunstausstellung zum Thema Migration

Warum Menschen aus ihrer Heimat aufbrechen – und wo sie landen

Kornhaus

Wer sich in diesem bequemen Lehnstuhl niederlässt, hat einen guten Blick auf das von Reinhild Gerums Boot, das gefüllt ist mit Fluchtgeschichten. Wie leicht lässt sich von sicherem Boden aus Erschütterndes lesen?

Bild: Thomas Gretler

Wer sich in diesem bequemen Lehnstuhl niederlässt, hat einen guten Blick auf das von Reinhild Gerums Boot, das gefüllt ist mit Fluchtgeschichten. Wie leicht lässt sich von sicherem Boden aus Erschütterndes lesen?

Bild: Thomas Gretler

Zwölf Künstlerinnen und Künstler setzen sich in Weiler mit den Themen Herkunft, Heimat, Flucht und Migration auseinander. Sie betrachten auch eigene Familiengeschichten.
18.10.2021 | Stand: 11:22 Uhr

„Wo sind deine Wurzeln?“ Die Frage klingt recht konkret, ist tatsächlich aber kompliziert. Wie tief soll einer graben, wenn er Wurzeln erforschen will: eine, zwei, drei Generationen in die Familiengeschichte hinein? Jeder Mensch wird bald auf Vorfahren stoßen, die irgendwann irgendwo aufgebrochen sind – aus welchen Gründen auch immer – und an anderem Ort Heimat gesucht haben. Und schon tut sich die nächste Frage auf: „Was ist Heimat?“ Eine Ausstellung im Kornhaus Weiler mit dem Titel „Ubi bene, ibi patria“ beleuchtet diese Themen. Zwölf Künstlerinnen und Künstler geben mit Bildern, Installationen, Filmen und Skulpturen Impulse dazu. Sie lassen Berichterstattung über humanitäre Katastrophen der heutigen Zeit ebenso einfließen wie selbst Erlebtes oder Beobachtetes. Für diese Schau sollte man sich Zeit nehmen, denn die Kunstschaffenden haben viele – berührende und erschütternde – Geschichten zu erzählen.

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