Feuerwehrhaus

Welches Dach die neue Atemschutzstrecke in Lindenberg bekommt

Fahrzeughalle Lindenberger Feuerwehr

Auf dem Feuerwehrhaus in Lindenberg entsteht die neue Atemschutzstrecke.

Bild: Daniel Boscariol (Archivbild)

Auf dem Feuerwehrhaus in Lindenberg entsteht die neue Atemschutzstrecke.

Bild: Daniel Boscariol (Archivbild)

Der Bauausschuss der Stadt Lindenberg darf bei der Gestaltung des Neubaus ein Wörtchen mitreden. Er trifft auch eine Entscheidung in Sachen Fotovoltaikanlage.
18.04.2021 | Stand: 18:18 Uhr

Der Neubau der Atemschutzstrecke auf dem Feuerwehrhaus in Lindenberg wird ein Blechdach erhalten, das so konzipiert ist, dass dort später noch eine Fotovoltaikanlage installiert werden kann. Das hat der Bauausschuss der Stadt einstimmig beschlossen.

Zudem hat das Gremium auch eine Entscheidung hinsichtlich der Fassadengestaltung getroffen: Für die Außenwände sollen vorzugsweise HPL-Platten verwendet werden – also unter Hochdruck verpresstes Laminat. Das Material gilt als wetterfest und pflegeleicht.

Landkreis Lindau ist Bauherr der Atemschutzstrecke

Die neue Atemschutzstrecke entsteht auf dem Dach der Fahrzeughalle. Sie ersetzt die alte Anlage aus dem Jahr 1984, die sich im Keller des Feuerwehrhauses befindet und nicht mehr zeitgemäß ist. Bauherr des 700.000 Euro teuren Vorhabens ist der Landkreis Lindau.

Die Stadt Lindenberg darf aber bei der Gestaltung ein Wörtchen mitreden. Das hat der Bauausschuss getan. Bei der Fassade entschied sich das Gremium gegen eine Holzverkleidung, die alternativ zur Auswahl gestanden hatte. Denn mit den Fassadenpaneelen habe man „gute Erfahrungen gemacht“, sagte Andreas Sutter vom Bauamt. Das Material sei vor zehn Jahren bei der Sanierung und Erweiterung der Realschule verwendet worden. „Die weißen Platten sind in der Tat immer noch weiß“, sagte er.

Ein bisschen Farbe soll auch bei der Atemschutzstrecke ins Spiel kommen. Auf Anregung von Christoph Wipper nahm das Gremium in seinen Beschluss den Wunsch auf, dass die Farbgestaltung des Bestandsgebäudes beim Aufbau aufgegriffen wird – zum Beispiel das markante Rot der Feuerwehr.

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Bei der Dachgestaltung war in früheren Sitzungen auch immer wieder eine Begrünung im Gespräch. „Das geht aus statischen Gründen leider nicht“, sagte Bürgermeister Eric Ballerstedt. Und Sutter ergänzte: „Da sind wir am Limit.“

PV-Anlage könnte Hutmuseum in Lindenberg mit Strom versorgen

Allerdings wollen die Stadträte sich die Möglichkeit offen halten, zumindest irgendwann einmal eine PV-Anlage zu installieren. Auch wenn der Eigenstromverbrauch der Atemschutzübungsstrecke dafür eigentlich zu gering ist. Doch vor allem Thomas Kühnel und Anton Wiedemann machten sich dafür stark. Man müsse zumindest die Voraussetzungen dafür schaffen – auch für den Fall, dass irgendwann PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden Pflicht sind. Eventuell, so Kühnel, könne man damit das auf der anderen Straßenseite liegende Hutmuseum versorgen oder daraus eine Bürgersolaranlage machen.