Corona-Krise

Wenn wegen Corona die Nerven blank liegen: 7 drastische Fälle, die für Schlagzeilen sorgen

In der Corona-Pandemie ist die Polizei häufig im Einsatz. Die Aggresivität von Maskenverweigerern nimmt dabei zu.

In der Corona-Pandemie ist die Polizei häufig im Einsatz. Die Aggresivität von Maskenverweigerern nimmt dabei zu.

Bild: picture alliance/Bernd Thissen/dpa, Symbolfoto

In der Corona-Pandemie ist die Polizei häufig im Einsatz. Die Aggresivität von Maskenverweigerern nimmt dabei zu.

Bild: picture alliance/Bernd Thissen/dpa, Symbolfoto

In der Corona-Krise liegen bei vielen Zeitgenossen die Nerven blank. Wir dokumentieren sieben Fälle, die bundesweit für Fassungslosigkeit sorgten.
22.10.2020 | Stand: 08:44 Uhr

Die Corona-Krise spitzt sich zu - und die Nerven liegen vielerorts blank. Die Polizei muss immer häufiger wegen Streits über die Corona-Regeln ausrücken. Anzeigen, Anfeindungen und sogar körperliche Attacken werden bundesweit registriert. Häufig geht es dabei um das Thema Maskenpflicht. Wir haben sieben drastische Fälle allein aus den vergangenen Wochen dokumentiert.

Maskenverweigerer schlagen städtischen Mitarbeiter brutal zusammen

  • Drei Maskenverweigerer sollen einen Mitarbeiter der Stadt Dortmund brutal niedergeschlagen haben. Der Mann hatte die Tatverdächtigen aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Trio griff den Mann daraufhin mit massiven Schlägen und Tritten an. Zudem schlugen die Männer ihm mehrfach mit einer Bierflasche auf den Kopf. Das Amtsgericht Dortmund hat jetzt per Beschluss die Veröffentlichung der Lichtbilder angeordnet. Die brutale Attacke hatte sich bereits am 22. September ereignet.

Wirtin in Immenstadt ignoriert Corona-Auflagen zwei Mal an einem Tag - Polizisten als "Idioten" beschimpft

  • Der Polizei wurde am Sonntag mitgeteilt, dass in deren Lokal in einem Immenstädter Ortsteil die Corona-Auflagen nicht eingehalten würden. Es würde keine Desinfektionsmittel geben, der Mindestabstand der Gäste würde nicht eingehalten und weder die Bedienung, noch die Wirtin oder die Köchin würden eine Maske tragen. Auch eine Liste für die Besucher würde nicht geführt werden. Die Polizei rückte aus und überprüfte die Angaben der Zeugin, die sich allesamt bestätigten. Die 58-jährige Wirtin wurde aufgefordert, die Bestimmungen sofort umzusetzen. Allerdings: Bei einer Kontrolle, etwa 3 Stunden später, stellten die Beamten fest, dass keine der Auflagen umgesetzt war. Die Polizisten wurden von der Wirtin als „Idioten“ betitelt. Die Frau wird wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sowie wegen Beleidigung zur Anzeige gebracht.

Niesattacke zieht Polizei-Fahndung im Bodenseekreis nach sich

  • Ein kurioser Vorfall ereignete sich vor Kurzem in einem Geschäft in Oberteuringen (Bodenseekreis). Weil ein etwa 60 Jahre alter Mann in der Kassenschlange nicht genügend Abstand hielt, reagierte eine etwa 30 Jahre alte Kundin völlig unerwartet: Sie nahm ihre Maske ab - und nieste den Mann an! Die Polizei fahndet nach der Frau. Sollte sich herausstellen, dass sie mit dem Coronavirus infiziert war, muss sie mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen.

Weil er an Maske erinnert wird: Mann schlägt mit Axt um sich

  • In einem Supermarkt in Zwickau (Sachsen) drehte ein Mann völlig durch, als er an die Maskenpflicht erinnert wurde: Er holte eine Axt aus dem Auto und schlug damit wütend um sich, ehe er überwältig werden konnte.

Frau muss Flieger schon vor Start verlassen: Husten-Attacke als Rache

  • Eklat bei einem EasyJet-Flug: Eine wütende Frau ohne Mund-Nasen-Schutz hustete andere Passagiere an. Die Frau musste die Maschine noch vor dem Start des Flugs von Belfast nach Edinburg verlassen, weil sie keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Ein Mann filmte, wie die wütende Passagierin auf andere Menschen in der Kabine hustete, während sie vom Bordpersonal aus dem Flieger geleitet wurde.

Coronapositive macht Falschangaben - und besucht Tochter nach OP in Klinik

  • Über diesen Fall schütteln Patienten und Mitarbeiter des Harzklinikums in Quedlinburg den Kopf: Eine coronapositive Frau hat trotz Symptomen und angehordneter Quarantäne ihre operierte Tochter besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, habe die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Dabei habe sie kurz zuvor wegen solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses habe sie zu Hause bleiben sollen. Einen Tag nach dem Krankenbesuch habe das Gesundheitsamt dem Klinikum mitgeteilt, dass bei der Frau das Virus nachgewiesen wurde. Das kommunale Klinikum hat die Frau nun wegen vorsätzlicher Gefährdung von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern angezeigt, wie es hieß. Auch die falschen Angaben auf der Patienten- und Besuchererklärung würden ihr zur Last gelegt.

Corona-Infizierter fliegt nach Stadtbummel und Restaurant-Besuch auf - Jetzt droht Freiheitsstrafe

  • Er wusste von seiner Corona-Infektion und war von den Behörden nach einem positiven Test in häusliche Quarantäne geschickt worden. Doch das hielt einen Familienvater in Rendsburg (Schleswig-Holstein) nicht davon ab, durch die Stadt zu bummeln und in einem Fastfood-Restaurant einzukehren. Warum das rücksichtslose Verhalten des Mannes nur durch einen Zufall aufflog und welche Strafe ihn nun erwartet, lesen Sie hier.

Auch das noch: Einbrecher nutzen Corona-Angst von Bürgern schamlos aus

  • Von der grassierenden Versunsicherung in der aktuellen Corona-Krise versuchen Diebe Kapital zu schlagen: In Offenbach haben Einbrecher einem Mann mit einem Corona-Fake-Schreiben mittgeteilt, dass er das Virus möglicherweise habe - und dringend zum Test in eine Klinik müsste. Als der besorgte Mann dorthin losfuhr, brachen zwei Männer in seine Wohnung ein. Mehr über das dreist gefälschte Corona-Schreiben und die Warnung der Polizei lesen Sie hier.