Allgäuer Winter-Wetter

Glatteis im Allgäu: Wetterdienst rät, das Auto stehen zu lassen

Allgäuer sollen das Auto stehen lassen, rät der Deutsche Wetterdienst - wegen Glatteis.

Allgäuer sollen das Auto stehen lassen, rät der Deutsche Wetterdienst - wegen Glatteis.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

Allgäuer sollen das Auto stehen lassen, rät der Deutsche Wetterdienst - wegen Glatteis.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

Obacht, es gibt Glatteis im Allgäu, warnt der Deutsche Wetterdienst. Der Nachrichten-Überblick mit Polizei- und Wetter-News aus der Region.
21.01.2021 | Stand: 14:58 Uhr

Update Donnerstag, 21. Januar, 14.53 Uhr: Verzögerungen auf der Bahnstrecke zwischen Kempten und Lindau

Auf der Strecke zwischen Kempten (Allgäu) Hbf und Lindau Insel kommt es weiter zu Verzögerungen. Sogar mit kurzfristigen Zugausfällen müssen Fahrgäste rechnen. Für Fahrgäste in bzw. aus Richtung Oberstdorf ist in Immenstadt ein außerplanmäßiger Umstieg erforderlich.

Ab Freitag, 22. Januar, sollen die Züge auch hier wieder planmäßig fahren. Vereinzelt kann es noch zu Ausfällen im Regionalverkehr kommen.

Update Donnerstag, 21. Januar, 14.51 Uhr: Weiter eingeschränkter Zugverkehr zwischen Immenstadt und Oberstdorf

Auch am Donnerstag bleibt der Zugverkehr zwischen Immenstadt und Oberstdorf eingeschränkt. Es verkehren Pendelzüge im Stundentakt. Wer nach Lindau-Hergatz bzw. -Insel oder nach Kempten möchte, muss in Immenstadt umsteigen.

Ab Freitag, 22. Januar, sollen die Züge hier wieder planmäßig fahren. Vereinzelt kann es noch zu Ausfällen im Regionalverkehr kommen.

Update Mittwoch, 20. Januar, 10,35 Uhr: Nach viel Schnee scheint die Sonne im Allgäu

Nach viel Schnee und Winterwetter in Bayern bringt der Mittwoch einen Mix aus Sonne und Wolken und wärmeren Temperaturen, auch für das Allgäu. Für Kempten und das Oberallgäu meldet der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch Temperaturen bis zu sieben Grad, am Donnerstag sogar bis acht Grad.

Update Dienstag, 19.Januar, 20.25 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen

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Nach den Schneefällen im Allgäu: Wetterdienst warnt vor Tauwetter ab Donnerstag

Es wird ein stürmischer Mittwochmorgen: Für das Oberallgäu und das Ostallgäu warnt der Deutsche Wetterdienst in Lagen ab 1500 Meter vor schweren Sturmböen. Die Warnung gilt (Stand Dienstagabend) bis Freitag, 14 Uhr.

Update, Dienstag, 19. Januar, 13.35 Uhr. Deutscher Wetterdienst warnt vor Glatteis im Allgäu

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in allen Allgäuer Landkreisen und Städten. Die Warnung gilt von Dienstagabend, 18 Uhr, bis Mittwochvormittag, 9 Uhr. Der DWD rät, das Auto stehen zu lassen und prognosiziert "starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr".

Update, Dienstag, 19. Januar, 12.13 Uhr: Polizei meldet mehrere Unfälle am Montag

Aufgrund der anhaltenden Schneefälle und der kalten Temperaturen ist es am Montag zu mehreren Unfällen im Allgäu gekommen. Am Montagmorgen rammte ein Lkw in Kempten ein parkendes Auto. Der Besitzer des Wagens beobachtete den Unfall beim Schneeräumen. Das Lkw-Gespann streifte das Auto beim Abbiegen aus einer Tankstelle und fuhr einfach weiter. Laut Polizei ist noch nicht bekannt, ob der Fahrer des Lkw den Unfall bemerkt hatte. Ähnliches geschah in Immenstadt (Oberallgäu). Hier prallte ein Räumfahrzeug am Montagmittag aufgrund der glatten Fahrbahn gegen ein abgestelltes Auto.

Bei der Ausfahrt vom Parkplatz "Schlettermoos" in Immenstadt sind außerdem zwei Autos am Montag zusammengestoßen. Der Fahrer konnte aufgrund der hohen Schneeberge am Straßenrand nicht die Fahrbahn überblicken und nahm einem anderen Autofahrer die Vorfahrt.

Am Montagmorgen hat sich der Wagen eines 50-Jährigen auf der B12 in Höhe Ketterschwand bei Germaringen (Ostallgäu) überschlagen, nachdem er ins Schleudern geraten und von der Straße abgekommen war. Unfallursache war laut Polizei Unachtsamkeit des Fahrers. Das Auto musste mit einem Totalschaden abgeschleppt werden. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Auch für Radfahrer war die schneeglatte Fahrbahn der letzten Tage eine Herausforderungen. In Lindau stürzte eine 46-jährige Fahrradfahrerin als sie wegen eines entgegenkommenden Autos bremsen musste. Der Fahrer hielt an und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden der Radlerin, dann fuhr er ohne seine Personalien zu hinterlassen einfach weiter. Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Fahrer des silbernen Wagens unter der Telefonnummer 08382/9100.

Update, Dienstag, 19. Januar, 9.50 Uhr: Gewinnspiel: Wir suchen die schönsten Schnee-Skulpturen

Der Schnee türmt sich in Gärten und auf den Straßen und viele nutzen die Corona-Zeit, um tolle Schnee-Skulpturen zu bauen. So zum Beispiel auch die vierjährige Lea aus Irsee. Gemeinsam mit ihrer Mama hat sie einen Marienkäfer gebaut und den Schnee mit Wasserfarben angemalt.

Haben Sie auch eine Schnee-Skulptur gebaut? Dann posten Sie gern ein Foto davon unter unseren Facebook-Beitrag. Alle Leser können bis Freitagabend mit einem "Like" abstimmen, welche Skulptur am tollsten ist. Unter allen Einsendungen werden zwei Thermoskannen der Allgäuer Zeitung verlost.

Update, Dienstag, 19. Januar, 9.30 Uhr: Tauwetter: Es wird milder

Nach den heftigen Schneefällen hat sich die Lage entspannt. Ab Dienstagmittag soll es im Allgäu windig werden und die Temperaturen klettern in den Plus-Bereich. Am Abend kann es teilweise sogar Regen geben. Die Region erwartet also vorübergehendes Tauwetter. Zum Wochenende sinken die Temperaturen laut DWD aber voraussichtlich schon wieder.

Update, Dienstag, 19. Januar, 7.01 Uhr: Züge aus Richtung Ulm halten in Kempten

Die Deutsche Bahn hat am Dienstagmorgen mitgeteilt, dass Züge aus Richtung Ulm ihre Endstation in Kempten Hbf haben. Weitere Stationen werden nicht mehr angefahren.

Update, Dienstag, 19. Januar, 6.54 Uhr: Zugverkehr zwischen Kempten und Lindau wieder aufgenommen

Seit Dienstagmorgen fahren wieder eingeschränkt Züge zwischen Kempten Hbf und Lindau-Insel. Vor allem auf der Strecke zwischen Immenstadt und Kempten kommt es aber immer noch zu erheblichen Beeinträchtigungen, so die Deutsche Bahn.

Update, Montag, 18. Januar, 17.30 Uhr: Auch am Montag mehrere Unfälle - Polizei mahnt zur Vorsicht

Auch am Montag kam es im Allgäu zu einigen Unfällen. Viele davon schneebedingt, sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion. Zum Beispiel rutschte ein Räumfahrzeug gegen ein geparktes Auto - auf der A7 schlitterte ein Autofahrer von der Fahrbahn.

Der Wetterbericht für das Allgäu verspricht zwar Besserung, trotzdem mahnt der Polizeisprecher: "Man muss immer noch sehr vorsichtig fahren." So könnten Bäume unter der starken Schneelast zusammenbrechen, auf den Straßen sei es durch den aufgetürmten Schnee besonders eng. Und "glatt kann es jetzt auch noch werden."

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Schneemassen am Montag in Kempten

Update, Montag, 18. Januar, 13.30 Uhr: Eingeschränkter Zugverkehr zwischen Oberstdorf und Immenstadt

Aufgrunde der winterlichen Verhältnisse fährt aktuell nur ein Pendelzug im Zwei-Stunden-Takt zwischen Oberstdorf und Immenstadt. In Immenstadt ist ein Umstieg zum Schienenersatzverkehr in Richtung Lindau-Reutin und zu den Zügen in Richtung Kempten (Allgäu) Hbf notwendig.

Update, Montag, 18. Januar, 13.11 Uhr: Winterliche Straßenverhältnisse sorgen für mehrere Verkehrsunfälle

Am Sonntagmittag ist es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen mehreren Fahrzeugen am Jochpass bei Bad Hindelang gekommen. Ein 18-jähriger Autofahrer war mit seinem Wagen talabwärts unterwegs und kam ins Rutschen. Sein Fahrzeug prallte mit entgegenkommenden Autos zusammen. Alle Beteiligten blieben unverletzt.

Ähnliches ereignete sich am Sonntagabend in Kempten. Auch hier ist es zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Autos gekommen. Der Wagen einer 24-Jährigen kam ins Schleudern und drehte sich um die eigene Achse. Die entgegenkommende 58-Jährige Fahrerin versuchte noch auszuweichen, doch konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Es entstand ein Gesamtschaden von ungefähr 20 000 Euro, beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Bei einem Zusammenstoß zwischen Stöttwang und Osterzell wurden fünf Unfallbeteiligte leicht verletzt. Auch hier kam ein 20-jähriger Mann mit seinem Fahrzeug von der schneeglatten Fahrbahn ab. Dieser stieß frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen, auch das dahinter fahrende Auto prallte auf die beiden Fahrzeuge. Anschließend war die Straße gesperrt. Es entstand ein Gesamtschaden von cirica 17 000 Euro.

Update, Montag, 18. Januar, 13.05 Uhr: Mann kommt bei Eppishausen von der Fahrbahn ab

Auch am Sonntagmittag hat sich auf der Ortsverbindungsstraße von Immelstetten nach Eppishausen (Unterallgäu) ein Verkehrsunfall ereignet. Ein 37-jähriger Autofahrer kam aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei schneeglatter Fahrbahn nach links von der Fahrbahn ab und beschädigte dabei die Leitplanke. Es entstand ein Sachschaden von etwa 7.000 Euro.

Update, Montag, 18. Januar, 13.05 Uhr: Bei Glätte aus der Kurve geflogen

Am Sonntagmittag kam es in der Hiebelerstraße in Füssen zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden. Ein 27-Jähriger kam mit seinem Auto in einer Rechtskurve ins Rutschen und prallte mit der linken Fahrzeugseite in die Front eines entgegenkommenden Autos. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 9000 Euro.

Update, Montag, 18. Januar, 13.05 Uhr: Einreise wegen Sommerreifen untersagt

Am Samstag wollte gegen 00.45 Uhr ein rumänischer Autofahrer auf der A 7 in Füssen einreisen. Die Beamten der Bundespolizei stellten fest, dass am Auto Sommerreifen montiert waren. Dem Mann wurde die Einreise untersagt. Sein Fahrzeug musste er vorerst stehen lassen, da er nicht genügend Geld mit sich führte, um sich Winterreifen zu besorgen.

Update, Montag, 18. Januar 13 Uhr: Mehrere Winterunfälle im Ostallgäu - Baum fällt auf Auto

Bei den herrschenden winterlichen Straßenverhältnissen ist es im Ostallgäu erneut zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen, weil die jeweiligen Verursacher entweder ihre Geschwindigkeiten nicht an die Verhältnisse angepasst haben oder die Situationen falsch einschätzten. Das berichtet die Polizei.

Am Sonntagnachmittag geriet ein 20-jähriger Mann mit seinem Subaru Forester auf der Strecke Königsried–Ingenried in einer Kurve bergab ins Rutschen und auf die Gegenspur, wo er mit einem entgegenkommenden Audi A 4 eines 18-jährigen Mannes zusammenstieß, der auf der schmalen Straße bereits zum Stehen gekommen war. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt etwa 5.000 Euro.

Ebenso am Sonntagnachmittag fuhr eine 33-jährige Frau von Marktoberdorf in Richtung Kaufbeuren durch Biessenhofen. Als sie den Berg zur Bahnunterführung mit schätzungsweise zehnbis 15 Stundenkilometern herunterfuhr, schlitterte sie rechts in die Unterführung. An ihrem Fiat Punto entstand allerdings Totalschaden in Hohe von etwa 5.000 Euro.

Kurze Zeit später fuhr ein 19-jähriger Mann mit seinem Fiat Punto auf der Bahnhofstraße in Marktoberdorf und wollte an der Einmündung in die Meichelbeckstraße nach rechts in diese einbiegen. Dabei kam er aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und geriet mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit dem 3er BMW eines 26-jährigen Mannes, welcher zeitgleich die Meichelbeckstraße in Fahrtrichtung Innenstadt befuhr. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 3.500 Euro. Verletzt wurde niemand.

Am Abend rutschte ein 25-jähriger Mann mit seinem Audi in Leuterschach von der St.-Mang-Straße noch in die bevorrechtigte Leuterschacher Straße hinein und stieß dort mit einem Audi zusammen, der von einem 30-jährigen Mann gefahren wurde. Der 30-Jährige wurde schließlich noch in den Zaun eines Anliegers geschleudert. Der Sachschaden beträgt etwa 20.000 Euro. Verletzt wurde jedoch niemand.

Am Montagfrüh brach in der Hohenelbestraße in Marktoberdorf ein Baum unter der Schneelast zusammen und stürzte um. Ein Ast des Baumes beschädigte noch den geparkten VW Golf eines Anwohners. Die Feuerwehr Marktoberdorf musste mit der Kettensäge ausrücken, um die Straße wieder frei zu bekommen.

Update, Montag 18. Januar, 12.30 Uhr: Deutscher Wetterdienst hebt Unwetterwarnungen auf

Der Deutsche Wetterdienst hat soeben seine Unwetterwarnung vor starkem Schneefall für die Landkreise Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu aufgehoben. Das Wetter soll in den nächsten Tagen freundlicher und wärmer werden. Hier: Die Aussichten für das Allgäu.

Update, Montag 18. Januar, 10.40 Uhr: Landratsamt Oberallgäu: Fahrten mit dem Auto auf Minimum beschränken

Wegen des vielen Neuschnees bittet das Landratsamt Oberallgäu, Fahrten mit dem Auto auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken. Derzeit seien Fahrten besonders wegen der stark beengten Verhältnisse auf den Straßen problematisch, sagt Sprecher Andreas Kaenders. Die Straßenmeistereien in Sonthofen und Kempten seien rund um die Uhr im Einsatz und in den kommenden Tagen dabei, die Kreis- und Staatsstraßen so schnell wie möglich frei zu räumen.

Update, Montag 18. Januar, 7.32 Uhr: Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee in Alpennähe

In vielen Regionen in Bayern kommen bis Montagabend ein bis fünf Zentimeter Neuschnee hinzu. In Alpenregionen sogar bis zu zehn Zentimeter, in Staulagen der Alpen bis zu 20. Staulagen sind Gebiete, in denen der Wind die Wolken gegen die Berge weht. Der Deutsche Wetterdienst warnt gerade hier vor glatten Straßen und Schneeverwehungen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus 1 und 4 Grad.

Am Dienstag lockert es im Süden auf, dann zeigt sich auch etwas Sonne. In einigen Regionen fällt zunächst auch noch Schnee, der im Tagesverlauf in Regen übergeht.

Update, Montag, 18. Januar, 4.30 Uhr: Sperrungen auf der Bahnstrecke zwischen Kempten/Immenstadt und Lindau-Insel

Aufgrund der starken Schneefälle fahren aktuell keine Züge zwischen Lindau-Insel und Immenstadt. Auch zwischen Immenstadt und Kempten Hbf kann es vereinzelt zu Zugausfällen kommen. Welche Züge fahren und wie sie mit dem Schienenersatzverkehr trotzdem zwischen Kempten/Immenstadt und Lindau-Insel reisen können, erfahren Sie in unserem Newsblog zur Bahn.

Update, Sonntag, 17. Januar, 18.30 Uhr: Polizei vermeldet trotz Schneefalls keine größeren Unfälle im Allgäu

Auch am Sonntagnachmittag gab es der Polizei zufolge keine größerem Unfälle mehr in der Region. Aber die Gefahr ist noch nicht gebannt: Laut Wetterbericht soll es die ganze Nacht über bis Montagnachmittag weiter schneien.

Update, Sonntag, 17. Januar, 16.30 Uhr: Tonnenschweres Gespann rutscht in Gegenverkehr

Ein mehr als 20 Tonnen schweres Traktor-Gespann ist in Germaringen in den Gegenverkehr gerutscht, stieß dort mit zwei Autos zusammen und beschädigte einen Verteilerkasten am Straßenrand. Zum Glück wurde niemand verletzt. Der Schaden wird auf insgesamt 56 000 Euro geschätzt.

Zu dem Unfall kam es am Samstagnachmittag in der Dösinger Straße. Ein 27-jähriger Forstwirt verlor dort auf starkem Gefälle und nassglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es rutschte gegen zwei Pkw. Dann kam das Gespann von der Straße ab und prallte gegen den Verteilerkasten. Auf dem Tieflader befand sich eine 19 Tonnen schwere Forstmaschine. Entsprechend schwierig war die Bergung. Die Feuerwehr Obergermaringen und benachbarte Landwirte packten gemeinsam mit schwerem Gerät an. Die Dösinger Straße wurde dafür drei Stunden lang komplett gesperrt.

Update, Sonntag, 17. Januar, 14 Uhr: Polizei: Bislang nur vereinzelt Unfälle im Allgäu

Trotz des heftigen Schneefalls im Allgäu verzeichnet die Polizei insgesamt jedoch bisher nur vereinzelte Unfälle in der Region. Bis zum Sonntagmorgen gab es im gesamten Bereich des Polizei-Präsidium Schwaben Süd/West zehn Autounfälle, die auf die Wetterlage zurückgehen. Glücklicherweise entstand dabei nur Blechschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Auch über Mittag (Stand: 14 Uhr) blieb die Lage auf den Straßen weitgehend ruhig. Zwar gab es eine Reihe kleinerer Unfälle - "aber das ist kein Vergleich zu dem, was unter der Woche los war", hieß es bei der Polizei auf Nachfrage von allgaeuer-zeitung.de. Am Riedbergpass gilt wegen des vielen Schnees Kettenpflicht auch für Autos.

Am Sonntagvormittag musste allerdings die Deutsche Bahn erneut vor dem vielen Schnee im Allgäu kapitulieren. Wie schon unter Woche fallen auf einigen Strecken in der Region die Züge aus. So ist zwischen Kempten und Pfronten kein Bahnverkehr möglich. Welche Strecken noch betroffen sind, erfahren Sie hier.

Wetterdienst: Es schneit weiter - Auto wenn möglich stehen lassen

Wie berichtet, hatte der Deutscher Wetterdienst (DWD) vor starken Schneefällen in der gesamten Region von Sonntag bis Montagvormittag gewarnt. In den Landkreisen Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau gilt bis Montag, 12 Uhr, die zweithöchste Schneewarnstufe. Autofahrer sollten den Pkw deshalb wenn möglich stehen lassen - sollte sich die Fahrt nicht vermeiden lassen, dann nur mit entsprechender Winterausrüstung.

Der Ausläufer von Tief Flavio werden die Region mit Schnee und kalter Atlantikluft auch noch den kompletten Sonntag bis zum Montagmittag beschäftigen. Bei minus vier bis null Grad kann es laut DWD vielerorts glatt werden. An den Alpen ist bis zum Montag mit teils 30 Zentimetern Neuschnee zu rechnen.

Wie das Wetter in Ihrem Ort wird, erfahren Sie immer aktuell auf wetter.allgaeuer-zeitung.de.

So kämpft Obermaiselstein im Allgäu gegen die Schneemassen

Die Gemeinde Obermaiselstein kämpft indes mit einer großen Schneefräse, mehreren Traktoren und Lkw gegen die Schneemassen. Am Samstag waren bis zu zehn Personen bei der Arbeit, die engen Straßen vom knapp 1,5 Meter hohen Schnee zu befreien. Zunächst musste der Schnee herausgefräst werden, anschließend wurde er auf die Lastwagen verteilt und aus dem Ort gebracht. Dort wartete bereits eine Pistenraupe, die den Schnee anschließend verteilte. "Wir müssen Platz schaffen, im Allgäu kann man nie genau vorhersagen, wie viel wirklich herunterkommt'", sagte einer der Verantwortlichen am Samstag. Besonders wichtig sei, dass die Straßen jederzeit als Rettungswege befahrbar seien.

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