Warnung des Wetterdienstes

Gewitter-Finale! Heute kann's noch mal krachen, aber dann...

Dem Allgäu drohen auch am Donnerstag noch mal schwere Gewitter - wie hier vergangenen Dienstag im Westallgäu.

Dem Allgäu drohen auch am Donnerstag noch mal schwere Gewitter - wie hier vergangenen Dienstag im Westallgäu.

Bild: Peter Mittermeier

Dem Allgäu drohen auch am Donnerstag noch mal schwere Gewitter - wie hier vergangenen Dienstag im Westallgäu.

Bild: Peter Mittermeier

Noch einmal drohen dem Allgäu am Donnerstag heftige Gewitter. Wo es krachen kann und wie dann die Aussichten fürs Wochenende sind.
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Von Allgäuer Zeitung
10.06.2021 | Stand: 10:14 Uhr

Update, Donnerstag, 10. Juni, 10 Uhr

Dem Allgäu droht ein Gewitter-Finale. Nach den teils heftigen Regenfällen mit Blitz uund Donner ist die Luft weiterhin feuchtwarm mit erhöhter Schauer- und Gewitterneigung. Dabei können sich auch am heutigen Donnerstag teils schwere Gewitter bilden. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf dem Starkregen, der pro Stunde bis zu 30 Liter pro Quadratmeter betragen kann. Örtlich ist laut Wetterdienst auch mehrstündiger Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter möglich. Weitere Begleiterscheinungen der Gewitter könnten kleinkörniger Hagel und vereinzelte Sturmböen sein.

Für den heutigen Donnerstag warnt der DWD für:

  • Kempten: Warnung vor schwerem Gewitter ab Donnerstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 22 Uhr.
  • Kaufbeuren: Warnung vor schwerem Gewitter ab Donnerstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 22 Uhr.
  • Oberallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Donnerstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 22 Uhr.
  • Ostallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Donnerstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 22 Uhr.
  • Unterallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Donnerstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 22 Uhr.
Die gute Nachricht: Danach nimmt das Gewitterrisko in der Region deutlich ab. Schon am Wochenende wird es sommerlich-warm. Wieso eine Metereologin im Interview mit allgaeuer-zeitung.de sagt: "Wir sind gut in Richtung Sommer unterwegs!" - das lesen Sie hier.

Update, Mittwoch, 9. Juni, 8.30 Uhr:

Es geht schon wieder los! Erneut warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch vor schweren Gewittern in der Region. Ab dem Mittag könnte es rumpeln, gegen Abend könnten sich die Gewitter verdichten. Schon in den vergangenen Tagen gingen über der Region teils heftige Gewitter nieder. In Rot an der Rot bei Memmingen ertrank ein Mann in seinem überfluteten Keller. Auch das Westallgäu war am Dienstagabend betroffen: Rund um Weiler, Scheidegg und Lindenberg traten Bäche über die Ufer, mehrere Keller liefen voll, zudem wurden Fahrbahnen überspült.

Für den heutigen Mittwoch warnt der DWD für:

  • Kempten: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Kaufbeuren: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Memmingen: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Oberallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Ostallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Unterallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.
  • Landkreis Lindau: Warnung vor schwerem Gewitter ab Mittwoch, 12 Uhr, bis Donnerstag, 0 Uhr.

Wetter-Dienst warnt vor Starkregen, Sturm und Hagel

Laut Wetterdienst nimmt im Laufe des Nachmittags die Gefahr einzelner unwetterartiger Gewitter über der Region zu. Im Laufe des Abends wachsen die Gewitterzellen zusammen - es kann vor allem im Süden zu Starkregen über mehrere Stunden hinweg kommen. Dabei drohen Niederschläge von 60 Litern pro Quadratmeter. Außerdem könnten Sturmböen mit bis zu 75 Stundenkilometern und Hagel auftreten.

Erst in der zweiten Nachthälfte zum Donnerstag sollen die Gewitter über der Region allmählich nachlassen.

So war die Lage im Allgäu zu Beginn der Woche

Update, Dienstag, 8. Juni, 18.45 Uhr: Über Kempten braut sich am frühen Dienstagabend erneut etwas zusammen: Es regnet und gewittert. Auch in den anderen Teilen des Allgäus soll der Abend laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eher ungemütlich verlaufen: Der DWD warnt vor starken bis schweren Gewittern.

Update, 10.55 Uhr: Das Allgäu ist bei dem Gewitter am Montagabend glimpflich davongekommen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West berichtete. Es sei zu keinen nennenswerten Gewitterschäden gekommen. "Wir sind gut davongekommen", sagte der Sprecher gegenüber allgäuer-zeitung.de. Lediglich im Unter- und Ostallgäu kam es zu kleineren Straßenüberflutungen. Das ist die bisherige Polizeibilanz:

  • Memmingen: Die Feuerwehr rückte am Montagabend gegen 22.40 Uhr in Memmingen aus. Die Unterführung unter der A7 bei der Ausfahrt Memmingen-Süd war vollgelaufen.
  • Hart (Memmingen): Leicht überschwemmt war die Bodenseestraße ortsauswärts Richtung Volkratshofen. Das Wasser ist aber selbständig abgelaufen.
  • Ruderatshofen (Ostallgäu): Wasser war auch auf der Kreisstraße OAL 7 im Bereich Ruderatshofen. Das Wasser ist selbständig abgelaufen.
  • Babenhausen (Unterallgäu): Ein umgefallener Baum im Bereich "Am Anfall" führte am Montagabend gegen 19.15 Uhr zu Verkehrsbehinderungen. Die Feuerwehr beseitigte den Baum.

Nicht mehr im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, aber im Grenzbereich der Region, ist in Rot an der Rot (Kreis Biberach) bei den Unwettern am Montagabend ein Mann in seiner Wohnung im Untergeschoss von Wassermassen überrascht worden und ertrunken. Erst Stunden später, nachdem das Wasser abgeflossen war, konnten Taucher den 65-Jährigen bergen. „Wir wussten, dass sich dort noch eine Person befindet, kamen aber zunächst aufgrund der Wassermassen nicht an das Gebäude ran“, sagte Kreisbrandmeisterin Ziller am Dienstagmorgen. Die näheren Umstände sind noch unklar.

Im Roter Ortsteil Ellwangen stand das Wasser teilweise anderthalb Meter hoch, nachdem ein schweres Unwetter am Montagabend den gesamten Landkreis Biberach heimgesucht hatte. Mehrere Menschen mussten mit Booten in Sicherheit gebracht werden, die vom Wasser in ihren Autos eingeschlossen waren. Auch aus Gebäuden wurden Personen evakuiert, etwa 40 Personen fanden in einem Gasthaus Unterschlupf. Den Einsatzkräften von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und DLRG bot sich ein desaströses Bild. Straßen waren komplett überschwemmt, Keller und Wohnungen vollgelaufen. Insgesamt wurden über 20 Häuser in der Gemeinde durch die Überschwemmungen beschädigt.

Update, 6.45 Uhr: Die Menschen in Bayern und im Allgäu müssen sich in manchen Regionen weiterhin auf ungemütliches Wetter einstellen. Vor allem nördlich der Donau und an den Alpen sind am Dienstag Gewitter mit lokal heftigem Starkregen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In kurzer Zeit können dann bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Auch Hagel und Windböen seien möglich. Die Höchsttemperaturen liegen am Dienstag zwischen 20 und 27 Grad.

In der Nacht zum Mittwoch soll das Gewitterrisiko zunächst abnehmen. Im Tagesverlauf bleibt es den Meteorologen zufolge aber unbeständig. Bei bis zu 26 Grad seien neben Sonne und Wolken auch teils kräftige Schauer und Gewitter möglich.

In den vergangenen Tagen waren die Feuerwehren in einigen Regionen des Freistaats im Dauereinsatz. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor "extremen Gewittern" in Teilen Bayerns gewarnt. Vom Main bis zu den Alpen wurden in vielen Orten Keller und Straßen überflutet, Blitze richteten Schäden an.

Update, 21.50 Uhr: Am stärksten trifft das Gewitter am Montagabend wohl Memmingen und das Unterallgäu - der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extremem Gewitter. In den anderen Allgäuer Gebieten, vor allem Kempten und Lindau, spricht der DWD lediglich von "starkem Gewitter". Gegen Mitternacht soll sich die Lage ersten Informationen nach wieder beruhigen.

Viel Nass von oben - das gab es seit Samstagabend im Allgäu bis zum heutigen Montagmorgen. Der angekündigte Starkregen zog über die Region. Dennoch kam das Allgäu im Gegensatz zu anderen Teilen Bayerns glimpflich davon. Kam es in Niederbayern und der Oberpfalz teilweise zu Überschwemmungen und gefluteten Kellern, verzeichnete die Polizei hier kaum nennenswerte Einsätze.

Doch das schlechte Wetter lässt nicht locker - ab Montagmittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Warnungen für das Allgäu herausgegeben. Nun drohen wieder schwere Gewitter:

  • Kempten: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Kaufbeuren: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Memmingen: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Oberallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Ostallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Unterallgäu: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.
  • Landkreis Lindau: Warnung vor schwerem Gewitter ab Montag, 14 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr.

Wetter-Dienst warnt vor Starkregen, Sturm und Hagel

Laut Wetterdienst nimmt im Laufe des Nachmittags die Gefahr einzelner unwetterartiger Gewitter über der Region zu. Im Laufe des Abends wachsen die Gewitterzellen zusammen - es kann zu Starkregen über mehrere Stunden hinweg kommen. Dabei drohen Niederschläge von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter. Außerdem könnten Sturmböen mit bis zu 85 Stundenkilometern und Hagel auftreten.

Auch in den kommenden Tagen bleibt der Himmel grau: Die Wetterexperten rechnen am Dienstag und Mittwoch wieder mit Wolken, Starkregen und Gewitter.

Schon am Wochenende hatte es viele Wolken über dem Allgäu gegeben, vereinzelt auch starke Gewitter und Starkregen. Die Höchstwerte lagen zwischen 21 und 26 Grad. (Lesen Sie auch: Heftige Unwetter in Deutschland - Seenotalarm auf dem Bodensee).

Mehr zum Wetter im Allgäu lesen Sie in unserem Wetter-Special mit Regenradar, Unwetterwarnungen, Pollenflugkalender und Bio-Wetter.