Schon wieder Wetter-Warnung für die Region

Wetterdienst warnt: Jetzt ziehen Sturmböen durchs Allgäu - kaum Hochwasser-Einsätze

Das Wetter im Allgäu wird stürmisch. Der Deutsche Wetter-Dienst warnt - zudem machen es Regen und Schneematsch auf den Straßen weiterhin ungemütlich.

Das Wetter im Allgäu wird stürmisch. Der Deutsche Wetter-Dienst warnt - zudem machen es Regen und Schneematsch auf den Straßen weiterhin ungemütlich.

Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Das Wetter im Allgäu wird stürmisch. Der Deutsche Wetter-Dienst warnt - zudem machen es Regen und Schneematsch auf den Straßen weiterhin ungemütlich.

Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Der Winter präsentiert sich im Allgäu weiter von der ungemütlichen Seite: Nach starkem Tauwetter warnt der Deutsche Wetter-Dienst jetzt vor schweren Sturmböen.
29.01.2021 | Stand: 06:07 Uhr

Windig und nass war es schon den ganzen Donnerstag über, nun könnte das Wetter im Allgäu sogar noch ungemütlicher werden. Der Deutsche Wetter-Dienst (DWD) warnt für die Region vor zum Teil schweren Sturmböen am Freitag. Besonders heftig könnte es in Lagen über 1.500 Metern im Oberallgäu und im Ostallgäu werden.

Hier warnt der DWD vor schweren Sturmböen der Stufe 2 bis 4. Vereinzelt könnten zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Im Freien sollte man besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände achten.

Die Warnung gilt seit Donnerstagabend bis zum Samstag, 0 Uhr.

Allgäu-Wetter: Sturmböen auch in tieferen Lagen

Auch in tieferen Lagen in der Region dürfte es stürmisch werden. Vor Sturmböen warnt der DWD auch fürs Unterallgäu und für die kreisfreien Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen. Hier gilt die Warnung von Freitag, 8 Uhr, bis zum frühen Freitagabend, 18 Uhr.

Der Deutsche Wetterdienst unterteilt seine Sturmwarnungen in vier Stufen.

  • Stufe 1
  • Windböen mit weniger als 50 Kilometer pro Stunde
  • Stufe 2
  • Sturmböen (65 bis 89 Kilometer pro Stunde)
  • Schwere Sturmböen (90 bis 104 Kilometer pro Stunde)
  • Stufe 3
  • Orkanartige Böen (105 bis 119 Kilometer pro Stunde)
  • Orkanböen (ab 120 Kilometer pro Stunde)
  • Stufe 4
  • Extreme Orkanböen (überörtlich mehr als 140 km/h)

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In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Wetter-Warnungen für das gesamte Allgäu gegeben. Sorgte vergangene Woche und zu Wochenbeginn vor allem starker Schneefall für Probleme - unter anderem fielen etliche Zugverbindungen in der Region aus - bereitete anschließend das Tauwetter mit wärmeren Temperaturen und Niederschlag Sorgen.

Regen und Tauwetter: Bislang kaum Hochwasser-Einsätze am Donnerstag-Nachmittag und Abend

Stundenlanger Regen sorgte dafür, dass an kleineren Bächen und Flüssen in der Region der Wasserpegel anstieg. Es drohten Überflutungen und örtlich sogar Hochwasser. Am Donnerstagabend konnte die Polizei vorerst Entwarnung geben. Die Feuerwehr musste im gesamten Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West am Abend nur einmal ausrücken, weil ein Bach bedrohlich angeschwollen war. Wie es auf Nachfrage von allgaeuer-zeitung.de hieß, konnte die Lage aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Schlimmer könnte sich die Situation im Norden Bayerns entwickeln. Durch schmelzenden Schnee und ergiebige Regenfälle könnte es dort in den kommenden Tagen zu Überschwemmungen kommen. Der Hochwassernachrichtendienst warnte am Donnerstag für alle drei fränkischen Bezirke. Eine Vorwarnung gab es auch für die Donau-Region im Raum Regensburg und weitere große Teile der Oberpfalz.

Wetter aktuell fürs Allgäu: So geht es weiter Richtung Wochenende

Regen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt ließen die zum Teil dicke Schneedecke am Donnerstag rasch zusammenschmelzen. Wasserwirtschaftsamt-Chef Karl Schindele aus Kempten erklärt, wieso weiter nördlich eher Überschwemmungen drohen: Die dicke Schneeschicht in höheren Lagen könne Regen lange Zeit wie ein Schwamm aufnehmen. Weiter unten taue alles schnell ab und könne zu kleinräumigen Überflutungen führen, sagte Schindele.

Durch die Schneeschmelze sei Hochwasser jedoch auch in unserer Region und am Alpenrand weiter nicht ausgeschlossen, heißt es beim DWD. In den nächsten Tagen soll es nach Angaben der Meteorologen weiter regnen und warm bleiben.

Die Temperaturen in Bayern sollen zum Start ins Wochenende zwischen zwei Grad im Norden und zwölf Grad am Bodensee liegen. Auch nachts dürften sie sich überwiegend im Plusbereich bewegen (Lesen Sie dazu: Wetterfühligkeit und Corona-Frust: Was Kopfschmerz wirklich auslöst und was dagegen hilft).

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Tauwetter im Allgäu