Zum Jahresstart 20025 bringt das Wetter wieder viel Neuschnee in die Region. Wir geben Tipps, wo Sie im Allgäu auch im Winter Gipfel erklimmen können.
Wer im Winter im Allgäu wandern will, hat zwei Möglichkeiten: eine einfache Tour mit Schneeschuhen angehen oder auf einem der eigens ausgewiesenen Winterwanderwege losgehen. Vorab: Wer in den Bergen unterwegs ist, sollte sich vorher über die Gegebenheiten, das Wetter und die Lawinenlage informieren.
Winterwandern im Allgäu: Diese Winter-Wanderwege am Nebelhorn
Ein umfassendes Winter-Panorama bieten die Winterwanderwege am Nebelhorn:
- Der Höhenpanoramaweg: Start ist an der Bergstation der Nebelhornbahn. Der eigens präparierte Weg führt in Kurven leicht bergauf und bergab. Das Panorama bietet einen Blick auf die Allgäuer Alpen, aber bei gutem Wetter auch auf die Gleitschirm-Flieger, die am Nebelhorn starten. Der Rundweg ist je nach Fitness in etwa eineinhalb Stunden zu bewältigen. Wer mag, kann einen Schlitten mitnehmen.
- Ebenfalls am Nebelhorn ist der Winterwanderweg zum Zeigersattel. Der Zeigersattel liegt auf knapp 2000 Meter Höhe und zählt zu den bekanntesten Aussichtspunkten im Allgäu. Der Weg dorthin startet an der Station Höfatsblick - und genau auf die hat man einen wunderschönen Ausblick. Man läuft etwa eine halbe Stunde vom Edmund-Probst-Haus zum Zeigersattel.
- Wer es etwas aufregender mag und schwindelfrei ist, sollte den Winterwanderweg am Nordwandsteig ausprobieren. Mithilfe einer barrierefreien Stahl-Konstruktion, die in der Wand befestigt ist, kann man in 100 Metern den kompletten Gipfelbereich umrunden und dabei 600 Meter tief hinabblicken.
Diese Winterwanderwege gibt es am Fellhorn und am Söllereck nahe Oberstdorf
Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet ist man unterwegs, wenn man den Winterwanderweg am Fellhorn erkundet. Hier blickt man neben den Berggipfeln des Allgäuer Hauptkamms außerdem auch auf den verschneiten Schlappoldsee. Start ist an der Mittelstation, man ist auf dem Rundwanderweg etwa 45 Minuten unterwegs.
Ebenfalls am See unterwegs ist man, wenn man die Winterwanderung am Söllereck startet. Hier gibt es laut den OK-Bergbahnen mehr Winterwanderwege als in jedem anderen Allgäuer Skigebiet. Ein Überblick:
- Eine leichte Tour startet bereits an der Talstation der Söllereck-Bahn. Die leichte Wanderung führt innerhalb einer Stunde bis nach Oberstdorf.
- Bergwälder, Seeblick und eine Aussicht von der Skiflugschanze - all das bietet der Edmund-Probst-Weg. Start ist an der Talstation. Durch Bergwälder wandert man vorbei am Freibergsee und zur Heini-Klopfer-Schanze. Insgesamt dauert die Wanderung von der Bahn bis zur Schanze etwa eine Stunde und 15 Minuten.
- Abstecher nach Österreich: Von der Söllereckbahn-Bergstation kann man über den Höhenwanderweg bis nach Riezlern im Kleinwalsertal laufen. Dauer: etwa zwei Stunden. Währenddessen kommt man an der Alpe Schrattenwang, der Mittelalpe und dem Bergstüble vorbei. Mit dem Walserbus kommt man zurück an die Söllereckbahn, dieser fährt im 20-Minuten-Takt, an manchen Tagen sogar alle zehn Minuten.
- Ebenfalls an der Bergstation startet der Winterwanderweg Hochleite-Freibergsee. Vorbei am Freibergsee geht es zum Gasthaus Hochleite. Von dort kann man über den Edmund-Probst-Weg zurück zur Talstation laufen. Sportliche können den Weg auch "andersherum", also bergauf, laufen.
Winterwandern im Allgäu: Winterwanderungen am Heuberg und am Ifen
Zwei Winterwanderwege gibt's am Heuberg:
- Der Panoramaweg startet an der Bergstation und führt über die Bühlalpe nach Baad. Man blickt auf den Widderstein und die Walser Bergwelt und ist etwa zweieinhalb Stunden unterwegs.
- Wer zur Talstation herunterwandern möchte, läuft von der Bergstation den unteren Höhenweg. Man läuft mit Blick auf die Piste, aber auch auf die Oberallgäuer und Walser Gipfel. Unterwegs gibt es eine Einkehrmöglichkeit.
Hoch hinaus geht es auf den Winterwanderwegen am Ifen, die man beide mit der Bergbahn Ifen II erreicht.
- Über den markanten Gottesacker, den man von anderen Gipfeln von Weitem erkennt, führt ein Rundwanderweg. Fünf Kilometer lang läuft man im deutsch-österreichischen Grenzgebiet auf 2000 Metern Höhe. Wer etwas weniger lang laufen will, kann eine kürzere Variante wählen, die drei Kilometer lang ist. Dabei kehrt man einfach am Aussichtspunkt wieder um.
- "Eines der schönsten Winterpanoramen" versprechen die OK-Bergbahnen, wenn man sich von der Ifen-Bergstation zum Gipfel des Hahnenköpfle aufmacht. Aber Achtung: Der Aufstieg ist steil und kann vereist sein. Gutes Schuhwerk ist also Pflicht.

Ob die oben genannten Winterwanderwege begehbar sind, erfährt man im Pistenplan der OK-Bergbahnen, der täglich aktualisiert wird.
Auch am Ofterschwanger Horn gibt es einen Rundwanderweg, auf dem man im Winter etwa eine Stunde spazieren kann. Start ist an der Bergstation. Wer einen Schlitten mitnehmen will, kann ihn an der Bahn ausleihen.
Neben den offiziellen Winterwanderwegen gibt es aber auch leichte Touren, die man je nach Wetter- und Schneelage mit oder ohne Schneeschuhe gehen kann. Wichtig ist auch hier, sich vorab über den Wetterbericht, Lawinenwarnlagebericht und über Webcams zu informieren.
Ein beliebter Ausflugsberg - sommers wie winters - ist das Riedbergerhorn. Der nahe Balderschwang gelegene Gipfel liegt über dem gleichnamigen Pass. Vom Parkplatz Grasgehren aus führt der Weg rechts über den Grat zum Gipfel. Skitourengeher oder Winterwanderer laufen hier auf dem Wanderweg, den man auch aus dem Sommer kennt. Je nach Fitness braucht man etwa eine Stunde zum Gipfel.
Auch die Reuterwanne ist ein Gipfel, den man mit Schneeschuhen oder Grödeln auch im Winter leicht begehen kann. Wer von Jungholz aus startet, ist in etwa eineinhalb Stunden am Gipfel. Start ist am Parkplatz in Langenschwand. Vom Gipfel der Reuterwanne hat man einen fantastischen Rundum-Blick.
Noch mehr Tipps für Schneeschuh-Touren gibt es hier.