Berchtesgadener Alpen

Paar folgt Spuren verirrter Bergwanderer - und muss selbst gerettet werden

In den Berchtesgadener Alpen sind Bergwanderer Spuren im Schnee gefolgt und mussten dann gerettet werden.

In den Berchtesgadener Alpen sind Bergwanderer Spuren im Schnee gefolgt und mussten dann gerettet werden.

Bild: Markus Leitner

In den Berchtesgadener Alpen sind Bergwanderer Spuren im Schnee gefolgt und mussten dann gerettet werden.

Bild: Markus Leitner

In den Berchtesgadener Alpen sind Bergwanderer Spuren im Schnee gefolgt. Was sie nicht ahnten: Es waren die Spuren einer Gruppe, die sich verirrt hatte.
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Von Allgäuer Zeitung
19.04.2022 | Stand: 16:09 Uhr

Der Zwischenfall ereignete sich am Ostermontag, als ein Paar aus dem Landkreis Rosenheim samt Hund in den Berchtesgadener Alpen über den Alpgartensteig aufstieg. Dabei folgten die beiden Spuren im Schnee. Was sie nicht ahnten: Die Spuren gehörten einer sechsköpfen Gruppe, die sich wenige Tage zuvor in dem Bereich völlig verirrt hatte und gerettet werden musste.

Genau so ging es den beiden dann auch. Wie das Rote Kreuz Berchtesgadener Land berichtete, konnten die Frau und der Mann rund 50 Höhenmeter unterhalb der Schnee-Wechte am Grat im immer steiler werdenden Hang nicht mehr auf- und absteigen und mussten schließlich Hilfe anfordern.

Elf Bergretter fuhren mit der Seilbahn auf den Predigtstuhl, gingen dann weiter zum Hochschlegel, konnten das Duo orten und dann mit dem Seil über den Steilhang nach oben zum Weg retten. Mit der Seilbahn ging es dann zurück ins Tal - wo die Bergwacht das Paar noch zurück zu seinem Auto nach Bayerisch Gmain brachte. Alle Beteiligten blieben unverletzt.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten sich in dem Bereich sechs Urlauber aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verirrt, darunter zwei sieben und zwölf Jahre alte Buben. Sie hatten im Aufstieg offensichtlich wegen des vielen Altschnees den Alpgartensteig verloren und saßen dann in der steilen Nordostflanke des Hochschlegels rund 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels fest.

Bergwacht über die Osterfeiertage immer wieder im Einsatz

Insgesamt mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger von Mittwoch bis Montag zu insgesamt sechs weiteren Notfällen ausrücken. Nach dem schweren Absturz einer Jägerin am Karfreitag waren sie am Ostersonntag und Ostermontag erneut dreimal im Lattengebirge und am Hochstaufen für im Schnee Verstiegene und Erschöpfte unterwegs.

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