Kelten-Skelett in Nördlingen

Archäologen finden Skelett eines keltischen Jungen in Nördlingen

Archäologen haben in Nördlingen das Skelett eines Jungen gefunden. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege mitteilte, war der Junge etwa neun bis zwölf Jahre alt und lebte zwischen 480 und 100 v. Chr.

Archäologen haben in Nördlingen das Skelett eines Jungen gefunden. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege mitteilte, war der Junge etwa neun bis zwölf Jahre alt und lebte zwischen 480 und 100 v. Chr.

Bild: Landesamt für Denkmalpflege/Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege/dpa

Archäologen haben in Nördlingen das Skelett eines Jungen gefunden. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege mitteilte, war der Junge etwa neun bis zwölf Jahre alt und lebte zwischen 480 und 100 v. Chr.

Bild: Landesamt für Denkmalpflege/Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege/dpa

Bei Bauarbeiten haben Archäologen in Nördlingen das Skelett eines Kelten-Jungen gefunden. Wie kommt es, dass das Skelett so gut erhalten ist?
Archäologen haben in Nördlingen das Skelett eines Jungen gefunden. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege mitteilte, war der Junge etwa neun bis zwölf Jahre alt und lebte zwischen 480 und 100 v. Chr.
dpa
08.10.2020 | Stand: 11:18 Uhr

Das Skelett eines Jungen aus der Zeit der Kelten haben Archäologen bei Bauarbeiten im schwäbischen Nördlingen gefunden. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Donnerstag mitteilte, war der Junge etwa neun bis zwölf Jahre alt. Er lebte im Zeitraum zwischen 480 und 100 v. Chr..

Da das Skelett ohne Beigaben auf einer Schicht aus Siedlungsmüll gefunden wurde, gehen die Forscher davon aus, dass der Junge aus einer niedrigen sozialen Schicht stammte. Die Knochen deuten darauf hin, dass er schwere körperliche Arbeit verrichtete. Zudem fanden die Forscher Spuren einer Kopfverletzung. (Das könnte Sie auch interessieren: Sensationsfund im Allgäu! Knochen des ältesten Menschenaffen mit aufrechtem Gang entdeckt)

Starb der keltische Junge wegen eines kriegerischen Überfalls?

Als mögliche Erklärungen für den kompletten Skelett-Fund nennt das Landesamt für Denkmalpflege einen kriegerischen Überfall auf die keltische Siedlung, eine unkomplizierte Bestattung des Jungen als "bereits kranke Arbeitskraft" oder einen für die Zeit der Kelten ungewöhnlichen Umgang mit Leichenteilen.

Einen ähnlichen Fund gab es nach Angaben des Denkmalamts zuletzt 2006 bei einer Ausgrabung in Unterpleichfeld (Landkreis Würzburg). Dort waren die Leichen eines Mannes mit gefesselten Händen, eines Kindes und einer Frau aus der Zeit der Kelten in einem als Müllgrube benutzten Erdspeicher entdeckt worden. (Lesen Sie auch: Udos Erzfeind: Eine Säbelzahnkatze aus der Hammerschmiede)