Ab 2028

Bahn will in Nürnberg täglich 25 ICE warten

In einem neuen Werk in Nürnberg sollen bis zu 25 ICE am Tag gewartet werden können.

In einem neuen Werk in Nürnberg sollen bis zu 25 ICE am Tag gewartet werden können.

Bild: Jan Woitas, dpa (Symbolfoto)

In einem neuen Werk in Nürnberg sollen bis zu 25 ICE am Tag gewartet werden können.

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Der Eisenbahn-Standort Nürnberg hat Tradition. Diese will die Deutsche Bahn erhalten und stärkt den Knotenpunkt mit einem neuen ICE-Werk.
In einem neuen Werk in Nürnberg sollen bis zu 25 ICE am Tag gewartet werden können.
dpa
05.10.2020 | Stand: 19:21 Uhr

Die Deutsche Bahn baut für 400 Millionen Euro ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg. In dem neuen Werk sollen ab 2028 bis zu 25 Züge täglich gewartet und instandgesetzt werden können. Für das Werk, das künftig 450 Bahn-Technikern Arbeit geben soll, sei ein Raumordnungsverfahren gestartet worden, teilte die Deutsche Bahn am Montag in Nürnberg mit. (Lesen Sie dazu auch: Öffentlicher Nahverkehr im Allgäu: Klappt's auch ohne Auto?)

Das Werk soll komplett klimaneutral arbeiten. "Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Nürnberg. Die Bundesregierung investiere in den Ausbau der Schiene so viel wie nie zuvor. Von 2022 an werde die Bundesregierung erstmals mehr Geld für die Instandsetzung der Schienen ausgeben als für die der Straßen.

8,5 Milliarden Euro sollen investiert werden

Die Deutsche Bahn werde für den Ausbau ihrer Fernverkehrsflotte bis 2026 rund 8,5 Milliarden Euro investieren, kündigte der für Fernverkehr zuständige Bahn-Vorstand Berthold Huber. Unter anderem sollen 167 neue ICE-Züge angeschafft werden.

Favorisiert werde ein Standort nahe der ICE-Gleise im Nürnberger Stadtteil Fischbach. Dort müssten bis zu 40 Hektar Wald gerodet werden. Die bayerische Staatsregierung will als Ausgleich der Bahn 300 Hektar Wirtschaftswald zur Verfügung stellen, die dann zu Naturwald umgewidmet werden könnten, wie Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagte.

Nürnberg gilt als traditionsreicher Eisenbahn-Standort. 1835 begab sich von hier aus der legendäre "Adler" auf die erste offizielle Eisenbahnfahrt Deutschlands in die Nachbarstadt Fürth. Schon derzeit arbeiten in Nürnberg rund 5000 Eisenbahner in DB-Werken, unter anderem an der Instandhaltung von Zügen. Nürnberg sei auch ein wichtiger Fernverkehrs-Knotenpunkt im Süden Deutschlands mit Schnellfahr-Strecken etwa nach Berlin, München, Frankfurt und Wien.