Naturschutz

Bayerische Alpen: Schon mehr als 13 Millionen Bäume im Alpen-Schutzwald gepflanzt

Zahlreiche Projekte und viel Geld gab es in den vergangenen Jahren laut Staatsministerium für den Berg-Wald in Bayern.

Zahlreiche Projekte und viel Geld gab es in den vergangenen Jahren laut Staatsministerium für den Berg-Wald in Bayern.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Archiv)

Zahlreiche Projekte und viel Geld gab es in den vergangenen Jahren laut Staatsministerium für den Berg-Wald in Bayern.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Archiv)

In die Sanierung des Schutzwaldes in den Alpen in Bayern sind in die letzen 30 Jahre 87 Millionen Euro geflossen. Mehr als 13 Millionen Bäume wurden gepflanzt.
Zahlreiche Projekte und viel Geld gab es in den vergangenen Jahren laut Staatsministerium für den Berg-Wald in Bayern.
dpa
03.10.2020 | Stand: 11:33 Uhr

Das teilte der Referatsleiter für Bergwald im bayerischen Forstministerium, Stefan Pratsch, der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Schutzwald wächst vorrangig an Steilhängen und schützt durch seine Kronen, Stämme und Wurzeln vor Lawinen, Muren, Felsstürzen und Steinschlag, aber auch vor Bodenerosion und Hochwasser - letzteres selbst im weit entfernten Flachland.

In Bayern - dem einzigen Bundesland Deutschlands mit Anteil an den Alpen - sind nach dem Waldgesetz rund 60 Prozent der 260.000 Hektar Bergwaldfläche als Schutzwald definiert. Rund zehn Prozent des Schutzwaldes gelten als sanierungsbedürftig.

Erheblicher Aufwand bei der Aufforstung

Um Menschen, Gebäude und Infrastruktur weiter vor alpinen Gefahren zu beschützen, wird erheblicher Aufwand bei der Aufforstung betrieben. So werden die Baumsetzlinge vielerorts mit dem Helikopter in das unwegsame Gelände geflogen - das kostet (Lesen Sie auch: Müll und Wildcamper bei den Buchenegger Wasserfällen bereiten Ärger).

Selbst bei günstigen Bedingungen wie einer Forstweganbindung fallen etwa 15.000 Euro je Hektar an. Kommt ein Hubschrauber zum Einsatz, sind es rund 30.000 Euro. Müssen zudem noch Verbauungen errichtet werden, damit abrutschender Schnee die mühsam von Hand gepflanzten Setzlinge nicht gleich wieder aus dem Boden zieht, können es auch 400.000 oder 500.000 Euro pro Hektar sein - für eine Fläche von hundert mal hundert Metern.