Sommerwetter in Bayern

Bayern ist niederschlagsreichstes Bundesland in diesem Sommer

Sehr viel Regen mussten die Bayern in diesem Sommer ertragen. Dennoch war es in manchen Teilen Bayerns zu trocken.

Sehr viel Regen mussten die Bayern in diesem Sommer ertragen. Dennoch war es in manchen Teilen Bayerns zu trocken.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Sehr viel Regen mussten die Bayern in diesem Sommer ertragen. Dennoch war es in manchen Teilen Bayerns zu trocken.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Am meisten Regen und am zweitkühlsten: Das ist die Bilanz für die Sommermonate in Bayern in diesem Jahr. Dennoch war es teils zu trocken.
Sehr viel Regen mussten die Bayern in diesem Sommer ertragen. Dennoch war es in manchen Teilen Bayerns zu trocken.
dpa
31.08.2020 | Stand: 15:07 Uhr

Bayern ist diesen Sommer das niederschlagsreichste und zweitkühlste Bundesland gewesen. In den gemessenen Monaten Juni, Juli und August 2020 verzeichnete Bayern eine Niederschlagsmenge von 350 Liter pro Quadratmetern (Durchschnitt in Deutschland: 230 l/m²), wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,5 Grad sei lediglich Schleswig-Holstein (17,4 Grad) im Sommer 2020 kühler gewesen.

Der höchste Tagesniederschlag am Chiemsee

Der Sommer in Bayern sei von Starkregengewittern und Dauerniederschlägen geprägt gewesen. So sei es auch zu der hohen Niederschlagsmenge gekommen. Den höchsten Tagesniederschlag verzeichneten die Meteorologen am 4. August im oberbayerischen Aschau-Innerkoy am Chiemsee. Dort fielen innerhalb von 24 Stunden 152,4 Liter pro Quadratmeter. In den Alpen fingen die Wetterstationen nach Angaben des DWD über den Sommer örtlich über 700 Liter pro Quadratmeter auf.

 

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In Franken teilweise zu trocken

Zwar sei es in Franken in diesem Sommer regelmäßig zu trocken gewesen, die veröffentlichten Werte würden aber nicht zwangsläufig eine Einschätzung der realen Situation ermöglichen. Wichtig ist die Zusammensetzung des Niederschlags, wie der DWD erklärte. In zwei Tagen könne der Niederschlag durch Starkregen auch die Werte einer ganzen Woche erreichen und so über lange Trockenphasen hinwegtäuschen. Die Werte seien somit ausgeglichen, die Auswirkungen auf die Böden seien allerdings grundlegend anders.

Sommer in Deutschland war zu warm und trocken

Bayern kam auf 685 Stunden (623 Stunden) Sonnenschein und lag damit laut den Meteorologen im deutschlandweiten Mittelfeld.

Für die Sommerbilanz hatte der DWD nach eigenen Angaben die Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen ausgewertet. Insgesamt sei der Sommer in Deutschland zu warm und etwas zu trocken gewesen.

Im August war Bayern mit 18,8 Grad das kühlste Bundesland in Deutschland, so der DWD. Zu Beginn und Ende des Monats hatten Dauerniederschläge im Süden Bayerns zu Überflutungen und Hochwassern geführt. Oberhalb von 2.000 Metern fiel im August sogar Schnee.

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