Schilder aufgehängt

Sind vor allem Münchner in Ausflugsgebieten unerwünscht?

Rodler und Winterwanderer en masse sorgen in mehreren bayerischen Ausflugsregionen für Ärger.

Rodler und Winterwanderer en masse sorgen in mehreren bayerischen Ausflugsregionen für Ärger.

Bild: Henning Kaiser, dpa (Archivbild)

Rodler und Winterwanderer en masse sorgen in mehreren bayerischen Ausflugsregionen für Ärger.

Bild: Henning Kaiser, dpa (Archivbild)

Nicht nur im Allgäu gab es in den vergangenen Tagen Besucheranstürme. Auch im Landkreis Miesbach sorgen die Ausflügler für Unmut - besonders die Münchner.
04.01.2021 | Stand: 15:12 Uhr

Trotz Ausgangsbeschränkung zieht es viele Menschen in die Naherholungsgebiete. Sie wollen Wandern, Rodeln oder Skifahren. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, wird das jedoch vielen Einheimischen zu viel. Angeblich sind vor allem Münchner in den Ausflugsgebieten unerwünscht.

Miesbacher stellen Schild gegen Ausflügler aus München auf

Im Landkreis Miesbach in Oberbayern haben sich Unbekannte laut dem BR am Wochenende mit einem selbstgebastelten Stinkefinger-Schild gewehrt. Die Botschaft darauf: "Verpisst Euch!! Wir wollen euch nicht" Mit dem Hinweis "an olle stodara" wurde schnell klar, dass sich die Botschaft an alle Menschen aus der Stadt richtet. Doch das "M"-Kennzeichen auf dem Plakat verdeutlichte, dass in erster Linie die Münchner gemeint sind.

Laut dem Verfasser würden diese alles im Oberland blockieren und sollten besser "dahoam" bleiben. Mittlerweile hat die Miesbacher Polizei das Schild laut BR abmontiert. Von wem es stammt, ist noch unklar und Ermittlungsgegendstand.

Besucheransturm auch in anderen bayerischen Regionen

Der Ansturm an Ausflüglern sorgte aber nicht nur im Landkreis Miesbach für Ärger. Überfüllte Parkplätze, blockierte Rettungswege und rücksichtslose Besucher wurden auch in Sankt Englmar im Kreis Straubing-Bogen zum Problem. Dort entwarf man Verhaltensregeln für die Besucher, die in Form von "Dos und Dont's - Des derf ma und des derf ma ned"" auf der Webseite der Tourist-Info zu finden sind. Verwiesen wird dabei unter anderem auf das Wegegebot und den Schutz der Tiere.

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