Corona-Pandemie in Bayern

"Corona-Hotspot": Nicht einmal jeder Zehnte war infiziert

Auch an sogenannten Corona-Hotspots gab es weniger Infizierte als erwartet.

Auch an sogenannten Corona-Hotspots gab es weniger Infizierte als erwartet.

Bild: Peter Steffen/dpa (Symbolbild)

Auch an sogenannten Corona-Hotspots gab es weniger Infizierte als erwartet.

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Auch an "Corona-Hotspots" wie im bayerischen Bad Feilnbach hat sich der überwiegende Teil nicht mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab eine Studie des RKI.

Auch an sogenannten Corona-Hotspots gab es weniger Infizierte als erwartet.
dpa
25.08.2020 | Stand: 14:22 Uhr

Auch an sogenannten Corona-Hotspots hat sich bisher der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht mit dem Virus infiziert. Im oberbayerischen Bad Feilnbach hatten 6,0 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Sars-CoV-2-Virus und demnach eine Infektion durchgemacht, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ergab. Die Tests mit 2153 Erwachsenen vom 23. Juni bis 4. Juli ergaben somit 2,6-mal mehr Infektionen als bisher bekannt. Der Großteil der Bevölkerung habe damit die Infektion nicht durchgemacht, sagte Studienleiterin Claudia Santos-Hövener.

Hohe Corona-Zahlen in Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim

Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim war die zweite stark von Corona betroffene Kommune nach Kupferzell in Baden-Württemberg, in der das RKI Einwohner auf das Virus testete. In Kupferzell waren bei 7,7 Prozent der Getesteten Antikörper gefunden worden. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen allerdings häufig keine Antikörper nachweisbar sind, lag dort der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, wohl merklich höher bei gut 10 Prozent. Auch in Bad Feilnbach liegt aus diesem Grund der geschätzte prozentuale Anteil der Infizierten höher bei hochgerechnet 8,6 Prozent, wie Santos-Hövener sagte.