Corona-Impfung in Bayern

Corona-Impftermin online buchen? Das geht jetzt - allerdings mit etwas Geduld

Bayern hat eine Onlineseite zur Buchung von Corona-Impfterminen gestartet. Der Selbstversuch zeigt: Etwas Geduld sollte man für die Anmeldung mitbringen.

Bayern hat eine Onlineseite zur Buchung von Corona-Impfterminen gestartet. Der Selbstversuch zeigt: Etwas Geduld sollte man für die Anmeldung mitbringen.

Bild: Screenshot/AZ

Bayern hat eine Onlineseite zur Buchung von Corona-Impfterminen gestartet. Der Selbstversuch zeigt: Etwas Geduld sollte man für die Anmeldung mitbringen.

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Bayern hat eine Onlineseite zur Buchung von Corona-Impfterminen gestartet. Der Selbstversuch zeigt: Ganz einfach macht es der Freistaat Impfwilligen nicht.
11.01.2021 | Stand: 13:25 Uhr

Corona-Impfung online buchen: Das verspricht eine neue Internetseite des Freistaats, die am Montag online gegangen ist. Bayern eröffnet damit neben der zentralen Hotline 116117 und den regionalen Impfzentren eine weitere Möglichkeit, an einen Impftermin zu kommen. Aktuell kann man sich über die Seite auf eine Warteliste setzen lassen, konkrete Terminvereinbarungen gibt es dann ab 20. Januar - streng nach einer Prioritätenliste.

Wie einfach - oder schwierig - ist es, über die neue Seite online an einen Impftermin in Bayern zu kommen? Der Selbstversuch am Montagmorgen zeigt: Man sollte zumindest etwas Zeit mitbringen. Denn bis die Registrierung abgeschlossen ist und alle Daten eingetragen sind, gehen durchaus 10 bis 15 Minuten ins Land - je nachdem, wie fit man am Computer und im Internet ist.

Und so funktioniert die Online-Buchung eines Corona-Impftermins in Bayern

Startpunkt der Anmeldung ist die Seite https://impfzentren.bayern/. Von hier aus geht es zum Online-Registrierungssystem https://impfzentren.bayern/citizen, in dem man sich mit einer Mailadresse und einem Passwort registrieren muss. Erste Hürde: Das sichere Passwort muss mindestens acht Zeichen haben, darunter Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens eine Ziffer und mindestens ein Sonderzeichen. Unsichere "Klassiker" wie 123456 nimmt das System also nicht an.

Ist das geschafft, folgt der Blick ins eigene Mailpostfach. Denn dort sollte eine Registrierungsmail liegen. In dieser muss ein Link geklickt werden, um die Mailadresse zu verfizieren.

Der Klick auf den Link führt zu einer Seite mit dem Hinweis, dass die Mailadresse verifiziert sei. "Zurück zur Applikation" steht hier. Übersetzt: Mit Klick auf diesen Link geht es zurück zum Portal.

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Zurück im Portal werden wir erneut gefragt, ob wir uns registrieren lassen wollen. Haben wir gerade getan. "Ich habe bereits einen Account" ist deshalb die richtige Antwort. Wir klicken darauf...

...und können jetzt damit beginnen, unsere Daten einzugeben. Abgefragt werden persönliche Daten wie Name und Adresse, aber auch die Umstände, warum man zu einer besonders von Corona gefährdeten Personengruppe gehören könnte. Mehrere Aufklappmenüs stehen hier zur Auswahl, von "Ich arbeite in einer Pflege- oder medizinischen Einrichtung" bis hin zu "Ich wohne/arbeite in einer Gemeinschaftseinrichtung"...

... jeweils mit weiteren Eingabemöglichkeiten. Bei der Mobilfunknummer, die ebenfalls anzugeben ist, legt das System Wert darauf, die internationale Vorwahl für Deutschland +49 vor die Nummer zu setzen.

Ist auch diese Hürde überwunden, möchte das System wissen, ob beim Impfwilligen gesundheitliche Risikofaktoren vorliegen, etwa eine Schwangerschaft oder Allergien. Auch hier gibt es mehrere Eingabemöglichkeiten, die man prüfen muss.

Dann ist es geschafft. Mit dem Klick auf "Abschließen" landet man auf der Bestätigungseite. Die Daten sind erfolgreich abgeschickt. "Sobald eine Terminauswahl möglich ist werden Sie per E-Mail verständigt", heißt es.

Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek bat darum, sich nur zu registrieren, wenn man tatsächlich zu einer bekannten, hochpriorisierten Risikogruppe gehört. Eine schnelle Registrierung führe auch nicht automatisch zu einem schnellen Impftermin. "Die Vergabe der Impftermine orientiert sich vielmehr streng an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe", so der Gesundheitsminister.