Kabinett tagt in München

Corona in Bayern: Worüber Markus Söder und seine Minister heute entscheiden

Markus Söder ruft am Dienstag in München sein Kabinett zu Beratungen in der Corona-Krise zusammen.

Markus Söder ruft am Dienstag in München sein Kabinett zu Beratungen in der Corona-Krise zusammen.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archiv)

Markus Söder ruft am Dienstag in München sein Kabinett zu Beratungen in der Corona-Krise zusammen.

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Die neuen Empfehlungen des RKI für weniger Corona-Tests stoßen in Bayern auf Gegenwehr. Gleichwohl sieht auch Söder Anlass für Veränderungen bei der Strategie.
Markus Söder ruft am Dienstag in München sein Kabinett zu Beratungen in der Corona-Krise zusammen.
dpa
10.11.2020 | Stand: 13:05 Uhr

Die Corona-Teststrategie und die Auszahlung von Hilfsgeldern für betroffene Branchen des aktuellen Teil-Lockdowns stehen am Dienstag (10 Uhr) im Fokus der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Montag erklärt, dass er den neusten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die Corona-Tests ablehnend gegenübersteht. Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat.

Markus Söder will an Bayerns Corona-Teststrategie festhalten

Söder kritisierte, dass dadurch die Wirtschaft massiv gelähmt werde, weil Mitarbeiter ausfielen und zum anderen werde durch die fehlenden Tests auch die Sicherheit der Menschen gefährdet. Für Bayern kündigte er daher an, die bisherige Strategie mit kostenlosen Tests auch für Menschen ohne Symptome beibehalten und hier auch verstärkt auf die neuen Schnelltests zurückgreifen zu wollen. Zugleich solle aber auch darauf geachtet werden, ob es keinen Missbrauch der Tests gebe, weil sich manche Menschen mehrfach pro Woche testen ließen.

Bei den Ausgleichszahlungen an Unternehmen, etwa in der Gastronomie oder bei Hotels, die im aktuellen Teil-Lockdown im November sind, sieht Söder ebenfalls Handlungsbedarf für Bayern. So müssten etwa auch die Betroffenen in den Regionen berücksichtigt werden, die wegen der hohen Corona-Fallzahlen schon vor dem landesweiten Lockdown am 2. November ihre Geschäfte schließen mussten. Als Beispiele nannte Söder die Regionen Berchtesgadener Land und Rottal-Inn. Generell müsse überlegt werden, wie die Auszahlungen insgesamt beschleunigt werden könnten.