Corona in Bayern

Corona-Regeln treten in Kraft: Krankenhausampel ab Sonntag auf Gelb

Die Corona-Ampel in Bayern wird wohl ab Sonntag auf Gelb stehen.

Die Corona-Ampel in Bayern wird wohl ab Sonntag auf Gelb stehen.

Bild: Holger Hollemann, dpa (Symbolfoto)

Die Corona-Ampel in Bayern wird wohl ab Sonntag auf Gelb stehen.

Bild: Holger Hollemann, dpa (Symbolfoto)

Die Politiker sprechen von einer alarmierenden Situation, Ärzte und Pflegekräfte arbeiten örtlich schon wieder am Limit. Bayern verstärkt jetzt die Maßnahmen.
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dpa
06.11.2021 | Stand: 08:20 Uhr

Im Angesicht extrem hoher Corona-Infektionszahlen und einer zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems mit Covid-Patienten tritt am Samstag die geänderte bayerische Corona-Verordnung in Kraft.

Das Kabinett hatte das Maßnahmenpaket am Mittwoch beschlossen. Voraussichtlich werde das Gesundheitsministerium am Samstag bekanntgeben, dass die Krankenhaus-Ampel auf Gelb gesprungen sei, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag mit. Es sei ein Spagat zwischen Eindämmung und Ermöglichung des öffentlichen Lebens. Alles zur Corona-Krise auch im Newsblog der Allgäuer Zeitung.

Krankenhausampel in Bayern ab Sonntag auf Gelb

Sollte diese Feststellung am Samstag getroffen werden, gelten ab Sonntag neue, verschärfte Corona-Maßnahmen. Die Ampel zeigt unter anderem Gelb, wenn mindestens 450 Menschen wegen Covid-19 auf Intensivstationen in Bayern behandelt werden müssen. Die Zahl lag am Freitagnachmittag laut Intensivregister bei 538.

Damit dürfte ab Sonntag überall dort, wo nicht regional ohnehin schon die rote Stufe ausgerufen wurde, eine Erhöhung des Sicherheitsstandards gelten. Überall wo bisher die 3G-Regel gilt - also Zutritt für Geimpfte, von Corona Genesene oder negativ Getestete - gilt dann die 3G-plus-Regel. Das bedeutet, dass statt eines Schnelltests ein PCR-Test notwendig ist. In Clubs und Diskotheken gilt sogar die 2G-Regel - ein negativer Test reicht dort also nicht zum Zutritt. Der Maskenstandard wird flächendeckend auf FFP2 erhöht.

Krankenhausampel schaltet in Kempten, Kaufbeuren, im Oberallgäu, Unterallgäu und Ostallgäu auf Rot

Viele bayerische Regionen gelten aber bereits als regionale Hotspots. Im Allgäu drohen neue Regeln. Überall dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei über 300 liegt und zusätzlich die Intensivbetten im Sprengel der örtlichen Rettungsleitstelle zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind, gelten die Regelungen für eine rote Krankenhaus-Ampel. Flächendeckend ist dies erst der Fall, wenn die Zahl von landesweit 600 Covid-Intensivpatienten erreicht ist. Am Freitag lagen 29 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern bei einer Inzidenz von 300 oder mehr, bundesweiter Spitzenreiter war der Kreis Miesbach mit 715,7.

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2G-Regel und Maskenpflicht

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Bei einer roten Krankenhaus-Ampel gelten für Veranstaltungen in Innenräumen weitgehend 2G-Regelungen. Kinder unter zwölf Jahren sind ausgenommen. Kinder und Jugendliche über zwölf Jahren müssen dann auch geimpft oder genesen sein, um an diesen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Ausgenommen von der 2G-Regel ist nur die Gastronomie. Der Restaurantbesuch ist bei roter Ampel auch mit einem negativen PCR-Test möglich (3G plus).

Die rote Ampel greift auch in das Berufsleben ein: Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten, die Kontakt zu anderen Menschen haben - gleich ob Kollegen, Kunden oder sonstige Personengruppen - müssen zwei Mal pro Woche einen negativen Test vorlegen, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind (3G-Regel). Handel und Personennahverkehr sind hiervon ausgenommen.

Bayerns Schüler müssen von kommenden Montag an darüber hinaus unabhängig von der örtlichen Inzidenz wieder mit Maske lernen. Auch die Tests für Schülerinnen und Schüler werden intensiviert. Bei einem Infektionsfall in einer Klasse werden alle Personen in dieser Klasse künftig verpflichtend eine Woche lang an jedem Schultag getestet.