Corona-Regeln

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Bayern

Polizeibeamte kontrollieren an einer Haltestelle im öffentlichen Nahverkehr die Einhaltung der Maskenpflicht. In Bayern kostet ein Verstoß gegen die Maskenpflicht 250 Euro.

Polizeibeamte kontrollieren an einer Haltestelle im öffentlichen Nahverkehr die Einhaltung der Maskenpflicht. In Bayern kostet ein Verstoß gegen die Maskenpflicht 250 Euro.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbol)

Polizeibeamte kontrollieren an einer Haltestelle im öffentlichen Nahverkehr die Einhaltung der Maskenpflicht. In Bayern kostet ein Verstoß gegen die Maskenpflicht 250 Euro.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbol)

Zusätzlich zu den bundesweiten Maßnahmen kann jedes Bundesland eigene Verordnungen erlassen. Diese Corona-Regeln gelten momentan in Bayern.
Polizeibeamte kontrollieren an einer Haltestelle im öffentlichen Nahverkehr die Einhaltung der Maskenpflicht. In Bayern kostet ein Verstoß gegen die Maskenpflicht 250 Euro.
dpa
06.10.2020 | Stand: 19:58 Uhr

Die Coronavirus-Fallzahlen ändern sich ständig. Daher sind die Bundesländer gezwungen, ihre Regelungen entsprechend anzupassen, um die großflächige Ausbreitung einzudämmen. Ihre Entscheidungen über Einschränkungen oder aber die Lockerung von Auflagen treffen sie in eigener Verantwortung - so auch Bayern.

Einige Corona-Regeln gelten jedoch bundesweit: Die Zeit der ungeliebten Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist beispielsweise in ganz Deutschland vorerst vorüber. In einer sechswöchigen Testphase ist derzeit eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Die Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr gilt ebenfalls bundesweit. (Lesen Sie dazu auch: Bayern fordert einheitliche Quarantäne-Regelungen für Deutschland)

Hier ein Überblick, welche Corona-Vorschriften darüber hinaus im Freistaat einzuhalten sind.

Wie viele Kontakte sind in Bayern erlaubt?

Im öffentlichen Raum dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Lokal kann die Vorgabe je nach Infektionsgeschehen variieren. Wenn der Inzidenzwert stabil über 50 steigt, sollen sich nur noch Personen von maximal zwei Hausständen, nahe Angehörige oder Gruppen von bis zu fünf Personen versammeln können.

Corona-Regeln: Was gilt in Schulen und Kitas?

Es gibt mehrstufige Pläne für Schulen, Kindergärten und Co., wie es abhängig vom lokalen Pandemie-Verlauf weitergeht. Seit vergangener Woche ist die generelle Maskenpflicht für alle Schüler weiterführender Schulen und Lehrer im Unterricht aufgehoben. Abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen kann sie aber auch wieder eingeführt werden. So wurde sie in München verlängert.

Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen. Je nach Region sind dafür verschiedene Grenzwerte von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche vorgesehen. Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen auch nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Lokale Schließungen von Einrichtungen sollen in jedem Fall die letzte Option sein. (Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt laufend in unserem Newsblog)

Was gibt es bei öffentlichen Veranstaltungen in Bayern zu beachten?

Die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen - das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt.

Zur Eindämmung der Infektionen setzt die Regierung auf Aufenthaltsbeschränkungen im öffentlichen Raum. Wenn der Inzidenzwert stabil über 50 steigt, sollen sich nur noch Personen von maximal zwei Hausständen, nahe Angehörige oder Gruppen von bis zu fünf Personen versammeln können. Das soll genauso für Versammlungen auf Privatgrundstücken oder Treffen in privat genutzten Räumen gelten.

Und was gibt es bei privaten Feiern zu beachten?

Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Lokal können diese Bestimmungen variieren je nach Entwicklung der Corona-Fallzahlen. Bei Überschreiten des 50er-Warnwertes gilt: Für private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage soll eine Obergrenze auf bis zu 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmer unter freiem Himmel erlassen werden.

Wie streng wird die Maskenpflicht verfolgt - und wie teuer ist ein Verstoß?

Eine Maske ist im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend. Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich. Der Bußgeld-Regelsatz liegt bei 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen. Sobald der Grenzwert von 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner überschritten ist, soll es auf stark besuchten öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht geben.

Was gilt bei Demonstrationen?

Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten. Bei größeren Versammlungen ab 200 Personen unter freiem Himmel gilt in Bayern regelmäßig eine Maskenpflicht.

Corona-Regeln: Was gilt in Hotels und auf Campingplätzen?

Zum Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten haben sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie verständigt. Danach soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind. So soll zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie eingegangen werden. "Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen", heißt es in dem Beschluss.

Dem Papier zufolge sollen die Länder Vorsorge dafür treffen, dass Reisende aus Regionen mit erhöhten Corona-Infektionen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden beziehungsweise ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind. Ansonsten gilt in Bayern: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen öffnen, ebenso Wellnessbereiche. (Das könnte Sie auch interessieren: Reisen im Inland zu Corona-Zeiten: Das müssen Sie beachten)