Flut-Unglück in der Höllentalklamm

Was hat sich drei Monate nach der tödlichen Flut im Höllental getan?

Einsatzkräfte der Wasserwacht suchten nahe der Höllentalklamm den Hammersbach und den Uferbereich ab. Im August war nach starken Regenfällen eine Flutwelle durch die bei Wanderern und Touristen beliebten Schlucht nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerauscht. Sie riss mehrere Menschen mit sich.

Einsatzkräfte der Wasserwacht suchten nahe der Höllentalklamm den Hammersbach und den Uferbereich ab. Im August war nach starken Regenfällen eine Flutwelle durch die bei Wanderern und Touristen beliebten Schlucht nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerauscht. Sie riss mehrere Menschen mit sich.

Bild: Lennart Preiss, dpa (Archiv)

Einsatzkräfte der Wasserwacht suchten nahe der Höllentalklamm den Hammersbach und den Uferbereich ab. Im August war nach starken Regenfällen eine Flutwelle durch die bei Wanderern und Touristen beliebten Schlucht nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerauscht. Sie riss mehrere Menschen mit sich.

Bild: Lennart Preiss, dpa (Archiv)

Wassermassen rissen im August an der Höllentalklamm nahe der Zugspitze eine junge Frau in den Tod. Auch ihr Partner wurde weggespült. Was geschah nun seitdem?
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dpa
15.11.2021 | Stand: 10:00 Uhr

Ein Vierteljahr nach dem tödlichen Flut-Unglück an der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze fehlt von einem vermissten Mann noch immer jede Spur. Eine Flutwelle hatte am 16. August eine 33 Jahre alte Frau aus Oberfranken in den Tod gerissen. Nicht gefunden wurde bis heute ihr 34 Jahre alter Lebenspartner.

Kürzlich sei noch einmal einen Tag lang intensiv gesucht worden, sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Auch Canyoning-Experten seien erneut in der Schlucht gewesen, um in Gumpen nach dem Mann zu suchen. "Aber wir haben ihn nicht gefunden." Man sei im ständigen Kontakt mit den Angehörigen. Es sei klar, dass es für den Mann keine Überlebenschance mehr gebe.

Neues zum Flut-Vorfall im Höllental: Keine Überlebenschance mehr für vermissten Mann

Die Brücke oberhalb der Schlucht ist inzwischen neu aufgebaut - an einer Stelle etwas weiter oben im Gelände und höher über dem Wasser. Das soll bei künftigen Hochwassern mehr Schutz bieten.

Mit dem Klimawandel sei mit einer Zunahme von derartigen Unwettern zu rechnen, sagte der Grainauer Bürgermeister, Stephan Märkl (CSU) - die Gemeinde ist nicht für die Brücke zuständig. Einen vollkommenen Schutz könne es nicht geben, betonte Märkl. "Es ist freie Natur. Es ist Hochgebirge." Es gehe hier um Eigenverantwortlichkeit.

Bürgermeister von Grainau unterstreicht: Gemeinde ist nicht für die Brücke zuständig

Jahrzehnte lang sei in der Schlucht nichts passiert, zumindest gab es keine schweren Unfälle, sagte Märkl. Im vergangenen Jahr war zwar eine heftige Sturzflut durch die Klamm gerollt und hatte Brücken und Wege schwer beschädigt - doch das Wasser kam spät abends, niemand war mehr unterwegs. (Lesen Sie auch: Nach dem Unglück im Höllental: Wie sicher sind Klammen im Allgäu?)

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Im August waren nach dem Unglück acht Menschen weitgehend unverletzt aus der Klamm gerettet worden. Sie waren teils von den Wassermassen eingeschlossen worden. (Lesen Sie auch: Toter Mann bei Furth im Wald gefunden)