Grainau/Garmisch-Partenkirchen

53-jährige Wanderin bei Bergunfall verstorben

Im Höllentalgebiet ist eine Wanderin über 400 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Leiche musste mit einem Hubschrauber geborgen werden.

Im Höllentalgebiet ist eine Wanderin über 400 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Leiche musste mit einem Hubschrauber geborgen werden.

Bild: Jan Woitas (Symbolfoto)

Im Höllentalgebiet ist eine Wanderin über 400 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Leiche musste mit einem Hubschrauber geborgen werden.

Bild: Jan Woitas (Symbolfoto)

Bei einem Bergunfall im Bereich des Höllentalgebiets in Grainau verlor eine 53-jährige Einheimische ihr Leben. Sie stürzte über 400 Meter in die Tiefe.
31.05.2021 | Stand: 16:36 Uhr

Im Höllentalgebiet in Grainau ist eine Wanderin über 400 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben, teilt die Polizei mit. Die 53-Jährige war am Sonntag zusammen mit ihrem 16-jährigen Sohn und einer 46-jährigen Freundin beim Wandern. Gegen 10.15 Uhr starteten die drei von Grainau aus zu einer Wanderung zur Höllentalangerhütte.

Um 14 Uhr trennte sich die Grainauerin von ihren Begleitern und wollte einen anderen Weg ins Tal nehmen. Ihre Begleiter gingen durch die Höllentalklamm ins Tal und zur Wohnung der 53-Jährigen. Die Grainauerin teilte dann um kurz vor 15 Uhr per WhatsApp mit, dass der ursprünglich geplante Weg gesperrt sei und sie einen anderen Weg nimmt, der etwa sechs Stunden Gehzeit in Anspruch nehme.

Nachdem die Grainauerin dann am späten Abend noch nicht zu Hause war und auch über ihr Telefon nicht erreicht werden konnte, wurde die Rettungsleitstelle verständigt.

Suchmaßnahmen auf nächsten Tag verschoben

Ein Hubschrauber der Polizei suchte noch in der Nacht im Höllentalgebiet, konnte die Vermisste jedoch nicht auffinden. Sonstige Suchmaßnahmen durch Bergwacht und Polizei wurden aufgrund der Dunkelheit und des nicht eingrenzbaren Suchgebiets auf den nächsten Tag verschoben.

Am nächsten Morgen machten sich zehn Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau und vier Polizeibergführer auf die Suche. Außerdem wurde wieder ein Polizeihubschrauber zur Suche eingesetzt. Um etwa 9.45 Uhr hat die Besatzung des Hubschraubers eine leblose Person in einer Schuttreiße unterhalb der Waxensteine entdeckt.

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Nach ersten Ermittlungen war die 53-Jährige von der Höllentalangerhütte in Richtung Riffelscharte gegangen und auf circa 1900 Höhenmetern auf den sogenannten Schafsteig abgebogen. Dieser führt unterhalb der Waxensteine zurück bis zu einem Abstieg zur Höllentalangerhütte.

53-Jährige über 400 Meter in die Tiefe gestürzt

Möglicherweise geriet sie auf dem Schafsteig vom Pfad ab, kam in felsdurchsetztes Steilgelände und stürzte. Nach einer Fallstrecke von über 400 Metern über steilstes Gelände kam sie in einer Schuttreiße im Höllental zum Liegen.

Durch zwei Polizeibergführer und Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau wurde die Verunglückte mithilfe des Polizeihubschraubers geborgen.

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