Polizei-Kontrolle bei der Einreise

Im Fernreisebus: Polizei greift 13 illegale Migranten an Lindauer Grenze auf

Die Bundespolizei kontrolliert am Grenzübergang bei Lindau auch verstärkt in Fernreisebussen: Allein am vergangenen Montag wurden dabei 13 Menschen angetroffen, die sich illegal in Deutschland aufhalten wollten.

Die Bundespolizei kontrolliert am Grenzübergang bei Lindau auch verstärkt in Fernreisebussen: Allein am vergangenen Montag wurden dabei 13 Menschen angetroffen, die sich illegal in Deutschland aufhalten wollten.

Bild: Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Die Bundespolizei kontrolliert am Grenzübergang bei Lindau auch verstärkt in Fernreisebussen: Allein am vergangenen Montag wurden dabei 13 Menschen angetroffen, die sich illegal in Deutschland aufhalten wollten.

Bild: Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

In zwei Fernreisebussen aus Italien haben Lindauer Bundespolizisten an der Grenze 13 Migranten aufgegriffen, die illegal nach Deutschland einreisen wollten.

03.09.2020 | Stand: 16:51 Uhr

Für alle endete die Busfahrt bei der Grenzkontrolle mit einer Anzeige, entweder in Haft oder mit einer Zurückweisung, teilt die Bundespolizei mit. Die Polizei-Kontrollen fanden bereits am vergangenen Montag (31. August) statt.

Wie es heißt, stellten Bundespolizisten in einem Fernbus am Grenzübergang Hörbranz um 4 Uhr morgens zunächst eine syrische Familie fest. Bei den sieben Insassen handelte es sich um einen 46-jährigen Mann, seine 39-jährige Ehefrau und die vier gemeinsamen Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren sowie die 20-jährige Nichte des Familienvaters.

Die Migranten verfügten laut Polizei über syrische und griechische Dokumente, die jedoch nicht die Einreise nach Deutschland legitimierten. Die Bundespolizisten wiesen die Familie, die anstatt eines angeblichen Besuchs in Thüringen einen längerfristigen Aufenthalt geplant hatte, nach Österreich zurück.

Bundespolizei kontrolliert weiteren Fernbus am Grenzübergang bei Lindau

Nur fünf Stunden später stellten die Beamten sechs Busreisende fest, die ebenfalls keine Einreise-Erlaubnis hatten. Die Polizisten wiesen einen 28-jährigen Pakistaner und einen 35-jährigen Georgier, die nicht über die entsprechenden Reisedokumente verfügten, nach Österreich zurück (Lesen Sie auch: Schleuserfahrt endet beim Grenztunnel Füssen).

Drei georgische Männer (20, 23 und 24) hatten ihre visafreie Kurzaufenthaltsdauer im Schengenraum bereits um mehrere Monate überschritten. Die Bundespolizisten führten die Männer einem Richter vor und brachten sie danach in die Abschiebehaftanstalt Eichstätt. Dort warten sie laut Mitteilung nun darauf, in ihr Heimatland zurückgewiesen zu werden.

Polizei erwischt Algerier mit 35 Aliaspersonalien

Auch ein weiterer Fernbus-Insasse wurde in nach der Kontrolle in Haft genommen: Ein Algerier legte den beamten zunächst lediglich eine Kopie seines Reisepasses vor.

Die Überprüfung der Daten, die durch den Abgleich der Fingerabdrücke bestätigt wurden, ergab: Gegen den Mann lagen zwei Vollstreckungs-Haftbefehle vor. Der Nordafrikaner mit 35 Aliaspersonalien war wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz jeweils zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden (Bei Routinekontrolle im Allgäu: Bundespolizei verhaftet zwei Männer).

Außerdem lag gegen den Mann, der erstmals 1997 eingereist und Ende 2018 nach Ablehnung seines Asylantrages abgeschoben worden war, ein bis Ende 2023 gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot vor. Die Polizisten lieferten den 43-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Im Anschluss an die über viermonatige Haft wird der Mann nach Algerien verwiesen.