Illertissen

Impfstoff-Produzent R-Pharm impft Illertisser Mitarbeiter mit Biontech

Eigentlich will R-Pharm ja selbst Impfstoff produzieren. Doch dafür fehlt noch eine wichtige Genehmigung des Landratsamtes. Gut läuft dagegen die firmeninterne Impfkampagne mit Biontech.

Eigentlich will R-Pharm ja selbst Impfstoff produzieren. Doch dafür fehlt noch eine wichtige Genehmigung des Landratsamtes. Gut läuft dagegen die firmeninterne Impfkampagne mit Biontech.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

Eigentlich will R-Pharm ja selbst Impfstoff produzieren. Doch dafür fehlt noch eine wichtige Genehmigung des Landratsamtes. Gut läuft dagegen die firmeninterne Impfkampagne mit Biontech.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

Eigentlich will R-Pharm selbst Impfstoff produzieren. Doch dafür fehlt eine wichtige Genehmigung. Gut läuft aber die firmeninterne Impfkampagne mit Biontech.
10.07.2021 | Stand: 14:38 Uhr

Bei R-Pharm wird jetzt auch geimpft. Allerdings mit dem Stoff von Biontech/Pfizer. Dabei war R-Pharm in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder selbst als potenzieller Impfstoffhersteller im Gespräch - für die Präparate von AstraZeneca und/oder Sputnik V. Wie das Unternehmen in einer Pressemittteilung schreibt, läuft bei R-Pharm nun eine breit angelegte Impfaktion durch den firmeninternen Werksarzt.

Dr. Ronny Frahm steht bereit, die mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Illertissen zu impfen. Laut R-Pharm selbst werde das Angebot von der Belegschaft gut angenommen. „Impfungen sind der beste Schutz gegen Covid-19 und zugleich der schnellste Weg aus der Pandemie. Alle, die sich für eine Impfung entscheiden, schützen sich selbst und andere. Geimpfte leisten einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Krise“, sagt Dr. Frahm.

R-Pharm in Illertissen impft Mitarbeiter seit Anfang Juni

Seit Anfang Juni dürfen auch Betriebsärzte impfen. Bei R-Pharm sei dies mit intensiver Vorplanung von Anfang an umgesetzt, worden, so das Unternehmen. Mit großer Unterstützung durch die beiden medizinischen Fachkräften, Frau Traudl Raffler und Frau Stefanie Sobkovic-Speiser, sowie dem Betriebsratsvorsitzenden Markus Mahler werde nun seit vier Wochen jeden Freitag im 15-Minuten-Takt in der unternehmenseigenen Sanitätsstation durch den Werksarzt geimpft, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Dabei gehörten nicht nur das Impfen selbst, sondern auch die Beschaffung sowie korrekte Lagerung des Impfstoffes, Terminvergaben, intensive Aufklärungsgespräche über Risiken und die entsprechende Dokumentation sowie Meldung an das RKI zu den Aufgaben des Impfteams.

Corona: Bei R-Pharm ist ein Großteil der Mitarbeiter bereits geimpft

Helga Ponto, Director Human Resources bei R-Pharm, sagt: „Die Impfung gegen das Coronavirus ist der entscheidende Schlüssel, um die Covid-19-Pandemie zu stoppen. Wir sind dankbar, unserer Belegschaft nun eine Immunisierung anbieten zu können. Wir bauen auf die drei Säulen der nationalen Impfkampagne – das lokale Impfzentrum, die Haus- und Fachärzte sowie unseren Betriebsarzt – und freuen uns über die große Bereitschaft in unserer Belegschaft, sich während der Arbeitszeit impfen zu lassen.“ Durch eine anonymisierte Umfrage bei der Belegschaft kommt R-Pharm bei den Erstimpfungen aktuell auf eine Impfquote von 85 Prozent.

Lesen Sie auch
##alternative##
Über Impfungen, die Delta-Variante und Aiwanger

Gesundheitsminister Holetschek im Exklusiv-Interview: "Der Impfkampagne tut Aiwangers Haltung nicht gut"

Bis die nunmehr zum großen Teil geimpften Mitarbeiter von R-Pharm selbst Impfstoff produzieren können, wird es wohl noch dauern. Denn der Prozess zur noch ausstehenden "Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zur Herstellung von Arzneimitteln" vom Landratsamt Neu-Ulm zieht sich. Obwohl - so versichern alle Seiten immer wieder - alle bemüht seien, damit schnellstmöglich weiter zu kommen. Vom Tisch sind Impfungen mit Sputnik V in Bayern aber noch nicht, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek kürzlich im Interview erklärte.

Lesen sie auch: Bei R-Pharm in Illertissen soll Corona-Impfstoff produziert werden. Doch es fehlen Genehmigungen. Warum? Jetzt äußert sich eine Sprecherin des Pharmakonzerns.
Und: Alexey Repik ist ein russischer Pharma-Milliardär mit einem Standort in Illertissen. Das könnte ihm nun in die Karten spielen. Pokern jedenfalls kann er.