Fälschungen

In Bayern kursiert immer mehr Falschgeld

"Prop Copy" und "Movie Money", das sind Geldschein-Duplikate, die zum Beispiel bei Filmdreharbeiten oder Zaubershows zum Einsatz kommen und sind nach deutschem Recht nur dann Falschgeld, wenn sie als echt in Umlauf gebracht werden.

"Prop Copy" und "Movie Money", das sind Geldschein-Duplikate, die zum Beispiel bei Filmdreharbeiten oder Zaubershows zum Einsatz kommen und sind nach deutschem Recht nur dann Falschgeld, wenn sie als echt in Umlauf gebracht werden.

Bild: Boris Roessler, dpa

"Prop Copy" und "Movie Money", das sind Geldschein-Duplikate, die zum Beispiel bei Filmdreharbeiten oder Zaubershows zum Einsatz kommen und sind nach deutschem Recht nur dann Falschgeld, wenn sie als echt in Umlauf gebracht werden.

Bild: Boris Roessler, dpa

Die Zahl der sichergestellten Banknoten ist 2020 deutlich gestiegen. Klassische Fälschungen spielen dabei aber eine eher untergeordnete Rolle.
dpa
11.12.2020 | Stand: 17:18 Uhr

In Bayern sind in diesem Jahr schon mehr als doppelt so viele gefälschte Geldscheine sichergestellt als 2019. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in München kamen bis Ende November 21 500 Banknoten-Kopien zusammen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es laut LKA 9500 gefälschte Scheine. Die meisten Fälschungen, rund 17 500, wurden dieses Jahr sichergestellt bevor sie in Umlauf gebracht werden konnten. Der vermeintliche Wert der falschen Banknoten lag Stand Ende September bei 1,3 Millionen Euro.

Eine Art der Fälschung sticht 2020 besonders hervor: Sogenannte "Prop Copy" und "Movie Money"-Scheine. "Bei rund 73 Prozent aller in Bayern sichergestellten Euro-Falsifikate 2020 handelte es sich um solche Fälschungsvarianten", teilte ein Sprecher des LKA mit.

"Prop Copy" und "Movie Money", das sind Geldschein-Duplikate, die zum Beispiel bei Filmdreharbeiten oder Zaubershows zum Einsatz kommen. Auf ihnen ist etwa der Bildaufdruck verändert oder es ist in kleiner Schrift darauf vermerkt, dass es sich um Kopien handelt. Wenn man diese Scheine nicht genauer betrachtet, können sie für echte Banknoten gehalten werden. "Banknotenreproduktionen sind nach deutschem Recht dann Falschgeld, wenn sie mit echtem Geld verwechselt werden können und als echt in den Verkehr gebracht werden", so ein LKA-Sprecher.

Falschgeld wird im Internet zum Kauf angeboten

Vor allem Händler aus Asien bieten "Prop Copy" und "Movie Money" im Internet zum Kauf an. Durch den Onlinehandel sei dem LKA zufolge der Anstieg dieser Fälschungsvariante in 2020 zu erklären. Am häufigsten kamen 2020 bei "Prop Copy" und "Movie Money" laut LKA Euro-Scheine mit einem Wert zwischen 5 und 20 Euro in den Umlauf.

Daneben wurden auch andere Fälschungsvarianten sichergestellt: "Bei den "klassischen" Euro-Fälschungen dominieren in Bayern die 50 Euro-Scheine, gefolgt von 20 Euro und 100 Euro-Falsifikaten", erklärte der Sprecher des LKA Bayern. Diese Scheine kämen schwerpunktmäßig aus Falschgelddruckereien im Raum Neapel.

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