Corona in Bayern

"Ist Alkohol im Spiel, halten viele sich nicht an die Corona-Regeln": Kommunen sollen Alkoholverbot prüfen

ARCHIV - ILLUSTRATION - Frauen stoßen am 02.11.2014 in einem Biergarten in München (Bayern) mit zwei Bierkrügen an. Alkohol vor 18.00 Uhr ist für den größten Teil der Bundesbürger verpönt. (zu dpa «Tagsüber Alkohol trinken ist für die meisten verpönt» vom 12.12.2016) Foto: Sven Hoppe/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

In einigen Städten gibt es bereits ein Alkoholverbot.

Bild: Sven Hoppe

In einigen Städten gibt es bereits ein Alkoholverbot.

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Innenminister Herrmann hat die Kommunen aufgefordert, ein Alkoholverbot zu prüfen. Er befürchtet "Riesen-Infektionsketten".

dpa
31.07.2020 | Stand: 18:24 Uhr

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Kommunen aufgefordert, den Erlass von Alkoholverboten im öffentlichen Raum zu prüfen. "Sobald Alkohol im Spiel ist, halten sich zu viele leider nicht mehr an die weiterhin unbedingt notwendigen Corona-Schutzregeln", erklärte der CSU-Politiker am Freitag. Gerade bei schönem Wetter komme es alkoholbedingt immer wieder zu Menschenansammlungen in Innenstädten.

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"Ein einzelner Infizierter kann beim ungezügelten Zusammensein im öffentlichen Raum eine Riesen-Infektionskette lostreten und damit unzählige Menschenleben gefährden", meinte Herrmann. Der Innenminister appellierte an das Verständnis und die Vernunft der Bevölkerung. "Wenn sich alle an unsere Infektionsschutzmaßnahmen halten, brauchen wir keine Alkoholverbotszonen!"

In Augsburg schließt der Alkoholverkauf früher

In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen. In Augsburg schließt der Verkauf von Alkohol früher als sonst und Glasflaschen seien in der Innenstadt verboten, sagte ein Sprecher. Auch in München wird nach Angaben der Stadt schon ein Alkoholverbot diskutiert.