Corona-Infektionszahlen zu hoch

"Die Pflegekräfte kämpfen auf diesen Stationen um jedes Leben"

Der Gesundheitsminister von Bayern, Klaus Holetschek, erteilt jeglichen Corona-Lockerungen eine scharfe Absage.

Der Gesundheitsminister von Bayern, Klaus Holetschek, erteilt jeglichen Corona-Lockerungen eine scharfe Absage.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Der Gesundheitsminister von Bayern, Klaus Holetschek, erteilt jeglichen Corona-Lockerungen eine scharfe Absage.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Gesundheitsminister Klaus Holetschek kann Diskussionen über Lockerungen "nicht nachvollziehen". Er befürchtet, dass die Intensivbetten nicht ausreichen.
##alternative##
dpa
15.04.2021 | Stand: 12:20 Uhr

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Diskussionen um weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen angesichts galoppierender Infektionszahlen eine scharfe Absage erteilt. "Das ist eine Diskussion, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann", sagte Holetschek am Donnerstag im Landtag in München.

Klaus Holetschek befürchtet Überschreitung von Höchstständen bei Belegung von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern habe am Donnerstag bei 5458 gelegen, gegenüber 3973 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 178,4. Wenn die Entwicklung so weitergehe, dann würden Höchststände bei der Belegung von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten überschritten.

Aktuell seien 703 Betten mit Beatmungsmöglichkeit belegt, 43 Prozent mehr als vor drei Wochen. Die bisherige Höchstauslastung lag bei 822 ausgelasteten Betten auf dem Höhepunkt der zweiten Welle am 3. Januar dieses Jahres. Jeder zweite beatmete Patient sterbe. "Die Pflegekräfte kämpfen auf diesen Stationen um jedes Leben", sagte Holetschek.

Bilderstrecke

Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern