Nach Machtübernahme der Taliban

München, Nürnberg, Erlangen: Bayerische Städte wollen Afghanistan-Flüchtlinge aufnehmen

Am Flughafen Kabul suchen zahlreiche Menschen nach einer Möglichkeit, Afghanistan zu verlassen. Erste bayerische Städte haben nun signalisiert, Flüchtlinge aus dem Land aufzunehmen.

Am Flughafen Kabul suchen zahlreiche Menschen nach einer Möglichkeit, Afghanistan zu verlassen. Erste bayerische Städte haben nun signalisiert, Flüchtlinge aus dem Land aufzunehmen.

Bild: Verified UGC/AP/Uncredited, dpa

Am Flughafen Kabul suchen zahlreiche Menschen nach einer Möglichkeit, Afghanistan zu verlassen. Erste bayerische Städte haben nun signalisiert, Flüchtlinge aus dem Land aufzunehmen.

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Erste Städte aus Bayern haben angeboten, Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen. 260 Menschen könnten in die Landeshauptstadt München kommen.
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dpa
17.08.2021 | Stand: 16:25 Uhr

Erste bayerische Städte haben sich am Dienstag zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan bereiterklärt, nachdem dort die militant-islamistischen Taliban de facto die Macht übernommen haben. "Die Lage in Afghanistan ist dramatisch. Erschütternde Bilder von Rettung suchenden Menschen am Flughafen Kabul zeigen das ganze Ausmaß der dort herrschenden Verzweiflung und Not", sagte Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD).

München könnte 260 Flüchtlinge unbürokratisch aufnehmen

München könne jederzeit 260 Menschen unbürokratisch aufnehmen und habe dies bereits der Bundesregierung signalisiert, betonte sie. Darüber hinaus habe sie sich bei Außenminister Heiko Maas (SPD) für ein Einzelschicksal stark gemacht - eine Münchnerin, die im Gegensatz zu ihrem Ehemann und ihren drei Kindern keinen deutschen Pass hat, sei bisher nicht auf der Liste der Auszufliegenden.

Auch die Universitätsstadt Erlangen und ihre Nachbarstadt Nürnberg haben die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan angeboten. Die Stadt könne kurzfristig zehn Familien aufnehmen, sagte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD). Nürnberg werde ein entsprechendes Angebot zur Aufnahme von Ortskräften und ihren Familien an Bundes- und Landesregierung unterbreiten, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU). "Als Stadt des Friedens und der Menschenrechte sehen wir es als unsere Verpflichtung an, diesen Menschen in dieser Notsituation zu helfen", sagte König.

Städte sind Teil des Bündnisses "Sichere Häfen"

Erlangen und Nürnberg sind wie München Mitglied im Städtebündnis "Sichere Häfen". Dem Bündnis, das sich als Wertegemeinschaft zur Aufnahme in Not befindlicher Geflüchteter versteht, gehören bundesweit 100 Kommunen an, darunter neben München und Erlangen auch die bayerischen Städte, Nürnberg, Schwabach, Regensburg, Straubing, Würzburg und Aschaffenburg.

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