Nach Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen

Die Bahn prüft deutschlandweit 200.000 Betonschwellen - und hat bereits mängelhafte ausgetauscht

Zugunglück

Mehrer Waggons entgleisten auf dem Weg von München nach Garmisch-Partenkirchen.

Bild: Uwe Lein (Archivbild), dpa

Mehrer Waggons entgleisten auf dem Weg von München nach Garmisch-Partenkirchen.

Bild: Uwe Lein (Archivbild), dpa

Auf der Suche nach der Ursache des Zugunglücks in Garmisch-Partenkirchen prüft die Bahn rund 200.000 Betonschwellen.
13.07.2022 | Stand: 17:00 Uhr

Mehr als einen Monat nach dem schweren Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit mehreren Toten will die Deutsche Bahn (DB) Tausende Betonschwellen überprüfen.

Die Arbeiten seien vorsorglich, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Bei den untersuchten Betonschwellen handele es sich um den gleichen Bautyp wie auf dem Streckenabschnitt des verunglückten Zugs. Die dort verwendeten Schwellen würden derzeit von den ermittelnden Behörden überprüft.

Nach Ünglück in Garmisch-Partenkirchen: Deutsche Bahn will Betonschwellen überprüfen

Auch wenn die Untersuchungen zum Unglück noch andauerten und die Unfallursache noch nicht feststehe, wolle die Bahn die baugleichen Schwellen im Netz inspizieren und bei Auffälligkeiten austauschen.

Rund 200.000 Schwellen sollen ausgetauscht werden

Insgesamt sollen rund 200 000 der Schwellen im gesamten deutschen Streckennetz geprüft werden. Dies entspricht den DB-Angaben zufolge etwa 0,25 Prozent aller Betonschwellen im Netz. Im Schnitt seien die Bauteile 15 Jahre alt.

Wann werden die Schwellen ausgetauscht?

Wenn "erkennbare Veränderungen an der Oberfläche" entdeckt würden, sollen die Schwellen ausgetauscht werden. Dies sei in einigen Fällen bereits passiert. Durch die Arbeiten könne es zu Umleitungen oder Verspätungen kommen, hieß es weiter.

Technische Mängel könnte das Unglück in Garmisch-Partenkirchen verursacht haben

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Zuletzt gab es immer mehr Hinweise, die für den von Anfang an bestehenden Verdacht sprachen, dass das Unglück durch technische Mängel verursacht worden sein könnte. So ist in einer Drucksache des Verkehrsausschusses des Bundestages von einer Schienenverschiebung und "zum Teil vorgeschädigten Betonschwellen" die Rede.

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