Feiertage

Schoko-Hase, bunte Eier, geschmückte Brunnen: Was hat das eigentlich mit Ostern zu tun?

Ostern 2021 in Bayern fällt ein wenig anders aus üblich. So laufen Feiertage, Bräuche und Gottesdienste in Corona-Zeiten ab.

Ostern 2021 in Bayern fällt ein wenig anders aus üblich. So laufen Feiertage, Bräuche und Gottesdienste in Corona-Zeiten ab.

Bild: Patrick Pleul, dpa

Ostern 2021 in Bayern fällt ein wenig anders aus üblich. So laufen Feiertage, Bräuche und Gottesdienste in Corona-Zeiten ab.

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Ostern 2021 in Bayern fällt ein wenig anders aus üblich. So laufen Feiertage, Bräuche und Gottesdienste in Corona-Zeiten ab.
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Von Allgäuer Zeitung
04.04.2021 | Stand: 08:24 Uhr

Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum. Von Karfreitag bis Ostermontag gibt es jede Menge Bräuche, zwei Feiertage, und besondere Feiern in der Kirche. Was feiern wir eigentlich an Ostern? Was hat es mit Ostereiern, Osterhase, und geschmückten Osterbrunnen auf sich? Der Überblick.

Welche Bedeutung hat Ostern, was feiern wir an Ostern?

Ostern erinnert an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz, wie sie im Neuen Testament geschildert wird. Die Wiedergeburt ist damit ein zentrales Zeichen der Hoffnung. Christen glauben, dass durch die Auferstehung von Jesus an Ostern alle Menschen die Chance haben, nach dem Tod in den Himmel zu kommen. Der Tod ist also nicht das Ende, sondern wird als Beginn eines neuen Lebens gesehen.

Seit wann gibt es das Osterfest?

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Termin für Ostern. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen begangen.

Warum ist Ostern immer an einem unterschiedlichen Datum?

Ostersonntag richtet sich nach dem ersten Frühlingsmond, daher ist der Termin für Ostern immer zwischen dem 22. März und 25. April. 2021 ist Ostern am 4. April und damit weder besonders früh, noch besonders spät im Hahr.

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Warum gibt es an Ostern bunt gefärbte Ostereier?

In den verschiedensten Schöpfungsmythen vieler Völker taucht das Ei als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit auf. Das Ei galt als Sitz einer ungeheuren Lebenskraft. In der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern durfte man kein Fleisch und keine Eier (galten als „flüssiges Fleisch“) essen. Die landwirtschaftlich orientierte Bevölkerung sammelte die Eier. Zu Ostern hatte man eine Vielzahl davon, die man nun an die Kinder weiterschenken konnte. Die Eier, die am Gründonnerstag oder Karfreitag gelegt wurden, galten als besonders heilkräftig. Man markierte sie deshalb farbig. So entstand der Brauch des Eierfärbens.

Warum bringt der Osterhase die Eier?

Der Hase war bereits bei den Germanen, bei den Griechen und bei den Römern ein Fruchtbarkeitssymbol - wie das Ei auch Irgendwann sind diese beiden Bräuche verschmolzen und spätestens seit dem 19. Jahrhundert bringt in Deutschland der Osterhase die Eier. Im 17. Jahrhundert war erstmals die Rede vom Osterhasen, der die Eier bringt. Das wurde später vor allem durch die Süßwarenindustrie weiter befördert.

Der Hase gilt zudem als Bote des Frühlings - das passt wiederum auch zu Ostern. Früher brachte übrigens nicht der Osterhase die Eier, sondern teilweise der Fuchs, der Storch oder der Kuckuck.

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Was hat es mit den Osterfeuern auf sich?

Das Osterfeuer stammt vom germanischen Frühlingsfest ab. Das Feuer ist Leben – ein Abbild der Sonne, die auch der Natur neue Kräfte verleiht. Das gelöschte Herdfeuer symbolisiert den Tod, die Flammen sind das neu angefachte Leben. Die Christen übernahmen diese Symbolik: Jesus hat den Tod überwunden und ist auferstanden. Im bäuerlichen Leben ließ man am Karfreitag das Feuer im Herd ausgehen und entzündete es nach dem Auferstehungsgottesdienst mit dem geweihten Osterfeuer neu. Reste des verbrannten Holzes des Osterfeuers wurden mit nach Hause genommen. Man glaubte, dass sie ein Schutz gegen Blitzschlag seien. Wenn sich Kinder mit der Asche des Osterfeuers ihre Gesichter schwärzten, so blieben sie, meinte man, das ganze Jahr vor Krankheiten verschont.

Woher kommt der Brauch der Osterbrunnen?

Der Brauch in der Fränkischen Schweiz ist mehr als 100 Jahre alt. Mit dem Schmücken von Brunnen und Quellen unterstrichen die Menschen die Bedeutung des Wassers, das früher in der Region oft knapp war. Mittlerweile gibt es in ganz Bayern und auch in anderen Bundesländern Osterbrunnen. Doch wegen der Corona-Krise muss der Brauch vielerorts wieder ausfallen. Einige Kommunen wollen in diesem Jahr zumindest Bäume schmücken.

Sind Ostersonntag und Ostermontag gesetzliche Feiertage in Bayern?

Ostersonntag ist tatsächlich nur in Brandenburg ein gesetzlicher Feiertag, in allen anderen Bundesländern nicht. Ostermontag ist dagegen überall - und damit auch in Bayern - ein gesetzlicher Feiertag.

Welche Folgen hat die Corona-Pandemie auf Ostern 2021?

Wie es mit den Gottesdiensten in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag aussieht, hängt davon ab, ob es in der Region eine Ausgangssperre gibt. Dann sind die Gottesdienste so anzusetzen, dass Besucher vor Beginn der Ausgangssperre zuhause sein können oder erst nach Ende der Ausgangssperre daheim aufbrechen müssen. Traditionell feiern die Gläubigen die Auferstehung Jesu Christi am späten Abend des Karsamstags oder am frühen Morgen des Ostersonntags.

Für die Gottesdienste selbst hat unter anderem das Bistum Augsburg genaue Regeln für den Ablauf festgelegt.

  • Die Kirchen sollen in der Heiligen Woche geöffnet bleiben.
  • In den Gottesdiensten müssen FFP2-Masken getragen werden.
  • Gemeindegesang ist nicht erlaubt.
  • Abstandsregeln sind einzuhalren.
  • Der Empfang des BUßsakraments ist erlaubt, aber nicht im Beichtstuhl.