Schule und Corona

Piazolo hofft auf mehr Wechselunterricht ab Mitte Februar

Wann dürfen Schülerinnen und Schüler wieder ins Klassenzimmer?

Wann dürfen Schülerinnen und Schüler wieder ins Klassenzimmer?

Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Wann dürfen Schülerinnen und Schüler wieder ins Klassenzimmer?

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Seit Ende der Ferien sind die Schüler im Distanzunterricht. Bald sollen die ersten zurück in die Klassen. Auch für die Zeit danach gibt es Pläne - und Sorgen.
dpa
28.01.2021 | Stand: 10:53 Uhr

Ab Mitte Februar hofft Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auf die Rückkehr von "möglichst vielen Schülern" in den Wechselunterricht. "Es ist das Ziel, ab 15. Februar wieder deutlich mehr Schüler in die Klassenzimmer zu bringen", sagte er am Donnerstag in München. Im Fokus stünden dabei die jüngeren Schüler, bei denen die Betreuung zu Hause besonders intensiv sei. Er wisse aus vielen Gesprächen, dass sich die Schulfamilie nach einer belastbaren Perspektive, nach Planungssicherheit, nach der Rückkehr zur Normalität sehne. Leider lasse das Infektionsgeschehen derzeit keinen Präsenzunterricht für alle zu.

Piazolo: Distanzunterricht kann Präsenzunterricht nicht ersetzen

"Aber wir wollen rasch, möglichst schon ab Mitte Februar, möglichst viele der übrigen Schülerinnen und Schüler zumindest für einen Wechselunterricht wieder in die Schulen holen", sagte Piazolo. Er verwies darauf, dass es zuvor noch einen Bildungsgipfel mit allen Beteiligten geben werde. Zugleich müsse immer bedacht werden, dass sich in einer Pandemie in kurzer Zeit wieder alles ändern könne. So gut der Distanzunterricht auch sein mag, er könne Präsenzunterricht nie gleichwertig ersetzen, da es auch um soziale Kontakte der Kinder gehe. Diese seien "wahnsinnig wichtig". (Lesen Sie auch: Hacker im Distanzunterricht - Pornografie statt Mathe und Deutsch)

Ab kommender Woche (1. Februar) sollen bereits die Abschlussklassen an Gymnasien sowie den Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) mit dem Wechselunterricht starten. Auch Schüler anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen - etwa an den Abendgymnasien - sollen dann in den Wechselunterricht gehen. Für alle Rückkehrer gelten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer. Laut Piazolo seien dies rund 2,3 Prozent der Schüler im Land.

Angst vor Corona-Mutation

"Wir sind im Notstand", sagte Piazolo. Er wisse von den besonderen Belastungen für Schüler, Lehrer und auch Eltern, die den Unterricht zu Hause organisieren müssten. Nach drei Wochen Lockdown gebe es Hoffnungsschimmer, die Infektionszahlen sänken, wenn auch langsam. "Wir müssen aber immer vorsichtig sein, da es mehrere Mutationen gibt, die ein besonderes Infektionsrisiko bergen."

Damit im Distanzunterricht kein Kind "verloren geht", sei der persönliche Kontakt von Lehrern und Schülern unverzichtbar. Auch regelmäßiges Feedback der Lehrer für erledigte Aufgaben sowie ihre regelmäßige Erreichbarkeit seien wichtig. "Nicht alle Kinder haben die gleichen Voraussetzungen, und wir müssen dafür sorgen, dass deshalb die Schulen die gleichen Standards gewährleisten."

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