Tierschutz

150 tote Rinder: Polizei ermittelt gegen Landwirt

150 Tiere verendeten in einem Betrieb in Bayern. Nun ermittelt die Polizei gegen den Landwirt.

150 Tiere verendeten in einem Betrieb in Bayern. Nun ermittelt die Polizei gegen den Landwirt.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

150 Tiere verendeten in einem Betrieb in Bayern. Nun ermittelt die Polizei gegen den Landwirt.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

150 Rinder sterben auf einem Hof. Der Landwirt hat die Tiere möglicherweise schon länger vernachlässigt. Wieso bemerkte das niemand?
##alternative##
dpa
25.05.2021 | Stand: 16:58 Uhr

Etwa 150 Rinder sind in einem Mastbetrieb in Bayern verendet - wahrscheinlich nach langen Qualen. "Wir gehen davon aus, dass die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt wurden", sagte Michael Petzold vom Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg am Dienstag. "Fakt ist, dass die Tiere extrem vernachlässigt waren." Die Hintergründe sind noch unklar.

Die Polizei ermittelt gegen den Landwirt im Umland von Rothenburg ob der Tauber wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) reagierte entsetzt auf den Tod der Rinder. "Ich bin fassungslos, dass so etwas passieren kann", teilte sie mit. "Der Vorgang muss umfassend aufgeklärt und hier ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen werden."

Polizei kontrolliert Hof bei Rothenburg ob der Tauber nach anonymen Hinweis

Die Polizei hatte am Pfingstsonntag einen anonymen Hinweis bekommen und den Hof kontrolliert. Im Stall bot sich den Beatmen ein erschreckender Anblick: Zwischen den vielen toten Rindern befanden sich auch noch etwa 50 lebende Rinder. Man versuche nun, diese wieder aufzupäppeln, sagte Petzold. Diese seien aber in einem desolaten Zustand. Es sei deshalb nicht ausgeschlossen, dass weitere sterben.

Wieso das Elend der Rinder erst jetzt bekannt wurde, war zunächst unklar. Der Mastbetrieb liegt in einer dünn besiedelten Region, die stark ländlich geprägt ist. Wieso und wie lange die Rinder schon vernachlässigt worden, wollen die Ermittler jetzt klären.

Dabei arbeiten sie auch mit der Staatsanwaltschaft, dem zuständigen Landratsamt in Ansbach und dem Veterinäramt zusammen. Nach Angaben des Landratsamtes waren am Dienstag noch Mitarbeiter vom Veterinäramt auf dem Hof.

Lesen Sie auch
##alternative##
Tierschutz

Nach qualvollem Tod von 150 Rindern - weitere 50 Tiere gestorben

Lesen Sie auch: "Losamol" will mit "RespekTiere" wachrütteln