Viele Polizeieinsätze in Bayern

"Schneise der Verwüstung" - Sommer, Sonne, Randale

Das Wetter wird besser und die Menschen wollen raus. Das bedeutet auch mehr Arbeit für die Polizei.

Das Wetter wird besser und die Menschen wollen raus. Das bedeutet auch mehr Arbeit für die Polizei.

Bild: Peter Kneffel, dpa/Archiv

Das Wetter wird besser und die Menschen wollen raus. Das bedeutet auch mehr Arbeit für die Polizei.

Bild: Peter Kneffel, dpa/Archiv

Nach Monaten des tristen Corona-Lockdowns drängen die Menschen ins Freie. Das bringt zunehmend Probleme mit sich und wird für Polizei immer wieder gefährlich.
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dpa
30.05.2021 | Stand: 15:27 Uhr

Die Polizei hat am Wochenende mehrere Partys in bayerischen Innenstädten aufgelöst. Dabei randalierten Partygänger und warfen vereinzelt sogar Flaschen auf Polizisten. In Weiden hinterließen sie eine "Schneise der Verwüstung".

Den größten Vorfall meldete die Polizei in Regensburg. Dort randalierten den Angaben zufolge bei einer großen Open-Air-Party mit rund 500 Menschen einige Feierfreudige.

Nach Angaben der Polizei vom Sonntag wurden Polizeibeamte bei der Party am Samstagabend vereinzelt mit Flaschen beworfen. Einige der Menschen dort seien ziemlich betrunken gewesen. Der Verkehr zwischen Fischmarkt und der Steinernen Brücke stockte zeitweise wegen der Menschenmassen.

Regensburg: Flaschenwürfe und Anfeindungen gegen Polizisten

Ein Sprecher der Polizei Regensburg verurteilte die Randale: "Das geht gar nicht und wir werden konsequent dagegen einschreiten". Nach Angaben der Polizei wurde eine Polizistin bei dem Einsatz leicht an der Hand verletzt. Dem Sprecher zufolge geht die Polizei derzeit davon aus, dass sich nur einzelne Leute aus dieser Menge daneben benahmen.

Die Polizei löste die Menschenansammlung an der Steinernen Brücke auf. Ein großer Teil der Feiernden zog daraufhin allerdings weiter in Richtung Innenstadt. Auch dort fanden sich zwischenzeitlich wieder etwa 250 Menschen. Als die Polizei die Menge auflösen wollte, sollen erneut Flaschen in Richtung der Polizei geflogen sein.

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München

Tumult nach Flaschenwurf auf Streifenwagen in München

Getroffen wurde dabei niemand. Nun laufen mehrere Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.

Eine Flasche flog nach Polizeiangaben auch in München. Dort kam es demzufolge in der Nacht zu Samstag nach einem Flaschenwurf auf einen Streifenwagen zu einem Tumult am Odeonsplatz. "Eine Flasche flog auf ein Polizeiauto", sagte eine Polizeisprecherin. Einige umstehende Menschen hätten daraufhin "aggressives Verhalten gezeigt". Mehrere "männliche Personen" wurden festgenommen.

Insgesamt sei in der Gegend zwischen Odeonsplatz und Universität um die Zeit herum sehr viel los gewesen. Die Polizei meldete, dass im Bereich um die Akademie der Künste herum am Freitagabend "über 100 Personen feierten, grölten und Alkohol tranken" - ohne die in Corona-Zeiten nach wie vor gebotenen Mindestabstände einzuhalten.

Vergleichbar mit dem Einsatz im Englischen Garten vor knapp drei Wochen, bei dem 19 Beamte bei Flaschenwürfen leicht verletzt wurden, sei der Einsatz nicht, betonte die Sprecherin.

Polizei räumt Platz in München

Neben dem Einsatz in der Nähe des Münchner Hofgartens habe es auch einen am Gärtnerplatz gegeben, wo sich viele Menschen versammelt hätten und die Gefahr bestanden habe, dass Corona-Auflagen nicht eingehalten würden. 250 Leute seien dort in der Spitze versammelt gewesen. Gegen 1 Uhr in der Nacht zu Samstag sei der Platz geräumt worden. Einige Menschen wurden wegen Verstößen gegen das dort erlassene Alkoholverbot angezeigt.

Etwa 60 Jugendliche randalierten in Weiden in der Oberpfalz und hinterließen nach Polizeiangaben eine "Schneise der Verwüstung". Die Gruppe war in der Nacht von Freitag auf Samstag durch die Stadt gezogen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als sich Streifenfahrzeuge näherten, löste sich die Gruppe in mehrere Kleingruppen auf und flüchtete in unterschiedliche Richtungen. Dabei beschädigten die Jugendlichen unter anderem parkende Autos, eine Werbetafel und eine Schranke. Die Polizei sucht nun nach weiteren Geschädigten.

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