Beschwerde über Kuhglocken

Schon wieder ein Kuhglocken-Streit vor Gericht

Schon wieder gibt es einen Kuhglocken-Streit in Bayern - dieses Mal in Greiling.

Schon wieder gibt es einen Kuhglocken-Streit in Bayern - dieses Mal in Greiling.

Bild: Sven Hoppe/dpa (Archivbild)

Schon wieder gibt es einen Kuhglocken-Streit in Bayern - dieses Mal in Greiling.

Bild: Sven Hoppe/dpa (Archivbild)

Nach dem Kuhglocken-Streit aus Holzkirchen ist nun ein neuer Fall vor Gericht. Es ging unter anderem darum, "die Tiere nachts vom Schlafzimmer weg zu halten".
15.07.2020 | Stand: 18:40 Uhr

Erst kürzlich wurde ein Kuhglockenstreit in Holzkirchen bei München nach einem Zug durch die Instanzen beigelegt - nun wird andernorts in Bayern um die Lautstärke von Kuhglocken gestritten. In dem Dorf Greiling (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) weiter südwestlich klagt ein Ehepaar gegen das Gebimmel. "Meine Mandanten haben an sich nichts gegen die Tiere. Aber sie können nachts nicht schlafen", sagte Anwalt Andreas Sander am Mittwoch nach der Verhandlung vor dem Amtsgericht Wolfratshausen. Das Schlafzimmer des Paares sei zehn Meter von der Wiese mitten im Dorf entfernt, die im Sommer teilweise beweidet wird, vor allem von Kälbern. Der Münchner Merkur hatte zuerst darüber berichtet.

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Im Wesentlichen sei es vor Gericht um die Zahl der Glocken gegangen und darum, dass nicht alle Tiere welche tragen sollten, sagte Sander. Zudem ging es darum, die Tiere nachts vom Schlafzimmer weg zu halten. Zu einer Einigung kam es in der Verhandlung nicht. Das Gericht will nun einen Vergleichsvorschlag unterbreiten.

Nach Kuhglocken-Streit von Holzkirchen: Nur drei Kühe dürfen Glocke tragen

In Holzkirchen hatte sich der Streit über Jahre durch die Instanzen gezogen. Ende Mai hatten sich das klagende Ehepaar und die betroffene Bäuerin vor dem Oberlandesgericht München auf einen Vergleich geeinigt. Höchstens drei Kühe dürfen demnach Glocken tragen, mit einem Durchmesser von maximal zwölf Zentimetern und einem Zentimeter Toleranz. Zudem dürfen die beglockten Tiere nur in einem bestimmten Teil der Weide grasen - das sah bereits ein Vergleich von 2015 vor.

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