Skifahren in Bayern

Seilbahn-Verband fürchtet "Todesstoß" durch 2G plus-Beschlüsse

Winter Ofterschwang

In bayerischen Skiliften und Bergbahnen gilt ab Mittwoch die 2G-Plus-Regelung.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

In bayerischen Skiliften und Bergbahnen gilt ab Mittwoch die 2G-Plus-Regelung.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Die verschärften Corona-Regeln stellen Liftbetreiber vor große Probleme. Seilbahnverband prangert die Kapazitätsbeschränkung an und fordert 2G statt 2G-Plus.
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dpa
23.11.2021 | Stand: 19:17 Uhr

Die Seilbahn-Branche hat entsetzt auf die Beschlüsse des bayerischen Kabinetts zu 2G plus für Freizeiteinrichtungen reagiert. "Das ist der Todesstoß für uns", sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Seilbahnen (VDS), Matthias Stauch, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kritik richtet sich gegen die Anordnung der 2G-plus-Regelung auch für Seilbahnen sowie die zusätzliche Kapazitätsbeschränkung auf maximal 25 Prozent der Fahrgäste. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei damit nicht mehr möglich. Mit 2G plus haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Test vorweisen können.

VDS fürchtet, dass Skifahrer nach Österreich ausweichen

"Das ist ein Lockdown für uns, nichts anderes", sagte der stellvertretende Vorstand des VDS, Peter Lorenz. "Aus unserer Sicht sind diese Maßnahmen absolut unverhältnismäßig. Wir fordern von der Politik, Skibetrieb unter 2G-Bedingungen zu ermöglichen, denn sonst fahren Wintersportler stattdessen nach Österreich zum Skifahren."

In Österreich wollen einige Skigebiete trotz des Lockdowns demnächst ihre Lifte starten - für Geimpfte und Genesene. Das Gesundheitsministerium in Wien hatte am Dienstag darauf hingewiesen, dass Skigebiete mit einem 2G-Nachweis auch während des zunächst bis zum 12. Dezember geltenden österreichischen Lockdowns besucht werden dürfen. Alle Lokale seien aber geschlossen.

Existenzängste bei Liftbetreibern

In Deutschland herrscht in der Seilbahn-Branche indes völliges Unverständnis über die strikten Einschränkungen für den Sport im Freien. "Nach zwei Pandemiewintern mit Lockdown werden die neuen Maßnahmen Existenzen vernichten. Mit diesen Beschlüssen stirbt jede Hoffnung auf Erholung der Wintersportbranche", sagte Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. An der Zugspitze hatte erst am vergangenen Freitag die Skisaison begonnen. Nach gut eineinhalb Jahren liefen erstmals wieder die Lifte an Deutschlands höchstem Berg.

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