Tierseuche

Sorge vor Ausbreitung der Geflügelpest in Bayern

Im Landkreis Passau in Bayern gibt es erste Fälle der Geflügelpest. Dort herrscht bei den Haltern nun eine Stallpflicht.

Im Landkreis Passau in Bayern gibt es erste Fälle der Geflügelpest. Dort herrscht bei den Haltern nun eine Stallpflicht.

Bild: Stefan Sauer, dpa (Symbolbild)

Im Landkreis Passau in Bayern gibt es erste Fälle der Geflügelpest. Dort herrscht bei den Haltern nun eine Stallpflicht.

Bild: Stefan Sauer, dpa (Symbolbild)

Die ersten Fälle der Geflügelpest im Landkreis Passau war für viele Landwirte ein Schock. Die Sorge: Die Tierseuche kann sich schnell verbreiten.
Im Landkreis Passau in Bayern gibt es erste Fälle der Geflügelpest. Dort herrscht bei den Haltern nun eine Stallpflicht.
dpa
29.11.2020 | Stand: 09:01 Uhr

Die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest in Bayern ist groß. "Bis zu einem bestätigten Ergebnis können durchaus ein paar Tage vergehen", erklärte Annika Nottensteiner vom Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft. Auch wenn eine Woche nach dem Ausbruch der Geflügelpest bei Bad Füssing keine weiteren Fälle in Bayern bekannt seien, könne sich die Situation schnell verschärfen.

Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, gilt im Landkreis Rottal-Inn und in weiten Teilen des Landkreises Passau bis auf weiteres Stallpflicht. "Sehr positiv ist, dass die Geflügelhalter ihrer Meldepflicht verstärkt nachkommen", teilte eine Sprecherin des Landratsamts Passau mit. "Überwiegend herrscht Verständnis für die Maßnahme", berichtete auch ein Sprecher des Landratsamts Rottal-Inn. Nur vereinzelt gebe es Probleme.

Geflügelpest bei Passau: Jetzt gilt eine Stallpflicht

Die Ställe bieten den Hennen zwar ausreichend Platz. "Da die Hennen es aber gewohnt sind, das Freiland zu nutzen, sind nun kreative Lösungen im Stall gefragt", meinte Nottensteiner. Halter beschäftigen ihre Hennen deshalb mit Sandbädern und Picksteinen.

"Die Vogelgrippe ist gefürchtet, weil sie hohe Verluste bei Nutzgeflügel verursachen kann", erklärte Ulrich Lanz vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). "Aber für Menschen, Haustiere oder Singvögel sind die bei uns kursierenden Virustypen keine Gefahr." Vögel dürften weiter im Garten gefüttert werden, auch die Weihnachtsgans könne ohne Bedenken gegessen werden (Lesen Sie auch: Gefährliches Borna-Virus: Weitere Infektionen in Bayern).

Bei mehreren Stockenten wurde am 20. November im Rahmen des Wildvogelmonitorings der Erreger H5N8 nachgewiesen. Die Infektionskrankheit, die auch Vogelgrippe genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet – teilweise bis zu 100 Prozent. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

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